| 1. Spieltag PVT Liga, Leipzig |
| 25.April
2010 |
Wie ein Nachforschen in alten Boule-Annalen des Jahres 1996 zweifelsfrei
ergibt, war der 1. Chemnitzer PC bereits im Jahr seiner Vereinsgründung
im Boule-Geschehen unserer Region involviert. Zu Zeiten, als von
einer eigenständigen PVT-Liga für den südlichen Teil
der neuen Bundesländer nicht einmal geträumt werden konnte,
belegten die Chemnitzer in der Liga Oberfranken/Westsachsen nicht
einmal abgeschlagen hinter Zwickau, Hof und Bamberg den vierten
und letzten Platz.
Vierzehn Jahre später musste man sich allerdings ernsthaft
Sorgen um die Kontinuität der Chemnitzer Zugehörigkeit
im Ligabetrieb machen. Die Zahl der lizenzierten Vereinsmitglieder
nahm mehr und mehr ab, und so gelang bereits 2009 die Teilnahme
nur noch dank der gütigen Mithilfe des Teams aus Reichenbach/Lausitz.
2010 könnte jedoch einen Wendepunkt in der Vereinsgeschichte
darstellen. Dank des Wiederauflebens des Trainingsbetriebs auf dem
Schloßberg und der daraus resultierenden Rekrutierung neuer
Vereinsmitglieder, von denen gleich drei (Mario Bach, Gert Schwarz
und Andreas Weiß) mit Spiellizenzen ausgestattet wurden, konnte
wieder ein eigenständiges Team für die PVT-Liga gemeldet
werden!
Am ersten Spieltag in Leipzig traf Chemnitz zunächst auf die
Teams aus Nordhausen, Reichenbach und Halle 2. Auf einem Gelände,
das dem heimischen Trainingsgelände nicht unähnlicher
hätte sein können, setzte das neu zusammen gewürfelte
Team nichtsdestotrotz einige Ausrufezeichen und gewann insgesamt
drei Partien (zwei gegen Nordhausen, eine gegen Halle). Das ist,
auch wenn die Gesamt-Begegnungen allesamt verloren wurden, immerhin
ein Anfang und lässt für die restlichen Spiele beim zweiten
Spieltag in Nordhausen auf Steigerungen hoffen.
Ligatabelle, PVT-Liga 1:
1.Dresden I 2:0 (10:2); 2.Halle I 2:0 (9:3); 3.Jena 1:1 (6:6); 4.Leipzig
1:1 (5:7); 5.Dresden II 0:2 (3:9); 6.Kahla 0:2 (3:9).
Ligatabelle, PVT-Liga 2:
1.Halle II 3:0 (11:4); 2.Dresden III 2:1 (9:6); 3.Nordhausen 2:0
(7:5); 4.Reichenbach 1:2 (7:8); 5.Dresden IV 0:2 (5:7); 6.Chemnitz
0:3 (3:12).
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| 13. Chemnitzer Stadtmeisterschaft |
| 12. September
2009 |
26 Doublettes hatten sich diesmal auf dem Schloßberg eingefunden,
vier weniger als noch im Vorjahr. Es fehlten die Tschechen, “internationalen
Touch“ verliehen dem Event somit nur die “einheimischen
Ausländer“: Abdel Chelfi aus Halle, Andrey Kriwoscheew
aus Jena oder Luis Floro, der Portugiese aus Erfurt. Aus Nicht-PVT-Gebieten
hatte es diesmal nur drei Spieler oder Spielerinnen nach Chemnitz
verschlagen: Helga und Siegfried Windirsch aus Essen, die erst seit
einem Travemünde-Besuch vor wenigen Wochen die Boulekugeln
schwingen, sowie George Saathoff aus Emden.
Die im Schweizer System gespielten drei Begegnungen der ersten Phase
wurden zeitlimitiert auf fünfzig Minuten plus letzte Aufnahme,
danach ergaben sich A- und B-Turniere mit einem Feld von 16 bzw.
10 Doublettes. Das A-Turnier begann also mit dem Achtelfinale, wer
sich bis zu den Endspielen durchkämpfte hatte somit ein Mammutprogramm
von insgesamt sieben Partien zu bewältigen.
Die erste Phase wurde demzufolge in ihrer Bedeutung reduziert:
Man konnte sich eine, gegebenenfalls auch zwei Niederlagen leisten,
ohne dass die Titelaspirationen Schaden erlitten. Die Rangfolge
nach den Vorkämpfen legte lediglich die Ansetzung der Spielpaarungen
im A-Tableau fest, jedwede Überraschung war nach wie vor möglich.
Das umso mehr, da die fehlende Konstanz im Spielniveau zur tatsächlichen
Konstante des Turnierverlaufs wurde. Davon ausgenommen blieben lediglich
die Sieger, Abdel Chelfi und Christian Puttkammer, die von Anfang
bis Ende durchweg überzeugende Leistungen boten.
Bereits in der Vorrunde setzte sich die Bamboule-Pastis-Kombination
mit drei klaren Siegen gegen nicht einmal schwache Gegner souverän
an die Spitze des Felds. Die Galaform setzte sich in Achtel- und
Viertelfinale mit 13:1 bzw. 13:3-Ergebnissen gegen die Vertreter
aus Essen (Helga und Siegfried Windirsch) und Jena (Manja Adlt/Christian
Schache) fort. Erst im Halbfinale stießen Abdel und Christian
zum ersten Mal auf erbitterten Widerstand: Peter Adrian und Andrey
Kriwoscheew wollten ihren im Vorjahr errungenen Chemnitz Open-Titel
nicht kampflos preisgeben und unterlagen denkbar knapp mit 11:13.
Das war aber auch schon das einzige und letzte Mal, dass sie sich
“strecken“ mussten, denn ausgerechnet im Finale gelangten
sie zu ihrem ungefährdetsten Sieg: 13:0 gegen die Lokalmatadoren
Hartmut Lohß und Detlef Schwede.
Der Parcours der beiden altgedienten Chemnitzer glich einer Achterbahnfahrt.
Nach souveränem Auftaktsieg (13:1 gegen Traudl Lorenz/Diana
Hellriegel aus Leipzig) traf man bereits in der Vorrunde auf Chelfi/Puttkammer
und konnte nur phasenweise mithalten (7:13). Dann folgte gar ein
Desaster in Form eines unerklärlichen Leistungseinbruchs nach
9:4-Führung gegen Manja und Christian.
Normalerweise hätte dieses Malheur das verdiente Ticket zum
B-Turnier bedeutet. Das ungewöhnliche Spielsystem rettete jedoch
die Chemnitzer und sie qualifizierten sich mit 1:2 Siegen doch noch
als Vierzehnte fürs A, wo sie auf die Vorrunden-Dritten Carolin
Wienrich und Karsten Lissner aus Halle trafen.
Hier nun erwachte mit einem Mal die schon verloren geglaubte Spielkultur
der Chemnitzer. Die Legkugeln kamen präzise, und Hartmut, der
sich von den Leistungen seines Legers gerne “anstecken“
lässt, bedankte sich mit gelungenen Schüssen: 13:0.
Im Viertelfinale schwappte die Welle dann aber wieder bis tief
hinab ins Tränental. Gegen die eigenen Trainingsgefährten
aus Chemnitz, Gerd Schwarz und Andreas Weiß, verlor die Spielkunst
von Hartmut und Detlef jäh an Farbe. Legkugeln, die in der
Partie zuvor traumwandlerisch gekommen waren, verfehlten plötzlich
das Ziel um Längen und brachten Hartmut an den Rand des Wahnsinns.
Mit Mühe und Not rettete man sich ins Ziel und gewann knapp
mit 13:9.
Welch atemberaubende Wandlung dann aber wieder im Halbfinale! Gegen
Florian Krahmer und Richard Wendt aus Dresden, die zuvor souverän
durchmarschiert waren, zunächst als Vorrunden-Zweite und dann
auch im Viertelfinale mit einem klaren 13:1 gegen Nordhausen, zeigten
die Chemnitzer wieder ihr Sonnengesicht. Begünstigt wurden
sie dabei freilich auch von den Schwächen des Gegner, denn
plötzlich lag deren Schießer Richard mit Schlagseite
am Abgrund und traf kaum noch. 13:6 – man hatte sich völlig
unerwartet noch bis ins Finale vorgekämpft.
Dieses geriet dann jedoch zu einer Peinlichkeit. Im wohl kürzesten
Finale der PVT-Geschichte konnte Detlef seine Leistung nie abrufen,
und die wenigen Legkugeln, die er doch irgendwie durchbrachte, entsorgte
Christian souverän. Womöglich war der mediale Druck zu
groß, denn immerhin fünf bis sechs interessierte Zuschauer
hatten sich eingefunden, um das Finale zu verfolgen. Ihr artiger
Beifall am Ende galt dann vor allem den Siegern, die auf dem schwierigen
seitlich abfallenden Gelände die Legeproblematik überzeugend
gemeistert hatten.
Ergebnisse A-Turnier:
(in Klammern die Vorrundenplatzierung)
Achtelfinale:
Chelfi/Puttkammer (Halle/Leipzig, 1) – Windirsch/Windirsch
(Essen, 16): 13:1
Adlt/Schache (Jena, 8) – Floro/Tibo (Erfurt, 9): 13:11
Adrian/Kriwoscheew (Jena, 6) – Weske/Müller (Chemnitz,
11): 13:0
Hennig/Groß (Chemnitz, 13) – Plötz/Hascha (Dresden,
4): 3:13
C. Wienrich/Lissner (Halle, 3) – Lohß/Schwede (Chemnitz,
14): 0:13
Weiß/Schwarz (Chemnitz, 12) – Zettler/Lehmann (Dresden,
5): 13:10
Mehne/Eberhardt (Nordhausen, 7) – B. Wienrich/Henschel (Dresden/Halle):
13:8
Hunger/Saathoff (Chemnitz/Emden, 15) – Krahmer/Wendt (Dresden,
2): 4:13
Viertelfinale:
Chelfi/Puttkammer (Halle/Leipzig, 1) – Adlt/Schache (Jena,
8): 13:3
Adrian/Kriwoscheew (Jena, 6) - Plötz/Hascha (Dresden, 4): 13:0
Lohß/Schwede (Chemnitz, 14) - Weiß/Schwarz (Chemnitz,
12): 13:9
Mehne/Eberhardt (Nordhausen, 7) - Krahmer/Wendt (Dresden, 2): 1:13
Halbfinale:
Chelfi/Puttkammer (Halle/Leipzig, 1) – Adrian/Kriwoscheew
(Jena, 6): 13:11
Lohß/Schwede (Chemnitz, 14) - Krahmer/Wendt (Dresden, 2):
13:6
Spiel um Platz 3:
Adrian/Kriwoscheew (Jena, 6) - Krahmer/Wendt (Dresden, 2): 13:7
Finale:
Chelfi/Puttkammer (Halle/Leipzig, 1) - Lohß/Schwede (Chemnitz,
14): 13:0
Die Ranglistenplatzierungen:
1.Abdel Chelfi/Christian Puttkammer (Halle/Leipzig)
2.Hartmut Lohß/Detlef Schwede (1. Chemnitzer PC)
3.Peter Adrian/Andrey Kriwoscheew (Nebenbouler Jena)
4.Florian Krahmer/Richard Wendt (La Boule Rouge Dresden)
B-Turnier:
Sieger: Diana Scheffler/Ivo Maywald (Leipziger Pétanque
Club “Pastis“)
Finalisten: Robert Pagel/Dieter Kropp (Bamboule Halle)
Platz 3: Jörg Kriebel/Geraldo Adler (La Boule Rouge Dresden)
Platz 4: Inka Brückner/Rita Böttcher (Chemnitz)
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| 8. Begegnung Chemnitz - Mulhouse |
| 4. - 6. September
2009 |
Das traditionelle Treffen der miteinander befreundeten Pétanque-Vereine
aus Chemnitz (1. CPC) und Mulhouse (USOM) wird seit 1996 in ein-
bzw. zweijährigem Rhythmus wechselweise in Deutschland und
Frankreich abgehalten. Bereits zum vierten Mal begab sich somit
eine Chemnitzer Abordnung in den Elsass und wurde wie immer im USOM-Vereinsheim
an der Ill freundlich empfangen und zwei Tage lang vorzüglich
bewirtet. Von der Stadt Mulhouse gesponsorte Übernachtungen
im Sporthotel, ein Mammut-Freundschaftsturnier am Samstag sowie
ein offizieller Empfang der Stadt mit anschließendem Innenstadt-Bummel
und gemeinsamem Restaurantbesuch rundeten das positive Bild ab.
Die Chemnitzer Delegation bestand aus Petra, die erstmalig als
Präsidentin in Mulhouse antrat, Hartmut, Detlef, Steffi, Matthias,
Birgit, Achim sowie als einziger Neuling Olga.
Bei dem am Samstag ausgetragenen Turnier stand natürlich weniger
der Erwerb neuer sportlicher Meriten im Vordergrund als vielmehr
die Pflege der Völkerverständigung mit unseren französischen
Nachbarn. Dennoch ergaben sich denkwürdige Supermêlée-Wettkämpfe
über die Rekord-Distanz von sieben Runden. Traditionell wurde
dabei nach Möglichkeit jedem Chemnitzer/jeder Chemnitzerin
ein Franzose bzw. eine Französin zugelost, was den Kontakt
untereinander gedeihen ließ.
Das Ergebnis war dabei natürlich zweitrangig, wurde aber von
den ehrgeizigsten Sportlern der beiden Vereine auch nicht völlig
aus dem Auge verloren. Am Ende konnte sich Hartmut mit insgesamt
sechs Siegen knapp durchsetzen, da Detlef (CPC) und Patrick (USOM)
ihre Kontrahentinnen Birgit und Petra nach einer 10:0-Führung
eher im Flachs zu einer “Aufholjagd“ einluden, was diese
jedoch bitterernst nahmen und in unglaublicher Manier noch einen
13:11-Triumph landeten. Detlef und Patrick landeten damit “nur“
auf den Plätzen zwei und drei, konnten sich aber dennoch –
wie auch alle anderen Teilnehmer – über die reichlich
ausgeschütteten Preise freuen.
Aber die Preise waren natürlich nicht nur materieller Art.
Allein die Freude, Teilnehmer an dieser rundweg gelungenen internationalen
Sportbegegnung gewesen zu sein und die bereits bestehende Freundschaft
weiter intensiviert zu haben, entschädigte für die Mühsal
der weiten Anreise. Die Ungeduld auf das nächste Wiedersehen,
2011 in Chemnitz, wird uns die nächsten zwei Jahre ein ständiger
Begleiter sein.
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| 1. Spieltag PVT-Liga, Leipzig,
11 Teams |
| 19.April
2009 |
Die Thüringen-Liga wurde 2009 wieder in zwei Leistungskategorien
aufgeteilt. In der ersten Liga spielen 6 Teams um die Qualifikation
zur Bundesliga-Aufstiegsrunde: Halle I, Leipzig I und II, Dresden
I und II, sowie Kahla. Chemnitz muss sich dieses Treiben leider
aus der Ferne anschauen. Außerdem spielt die Mannschaft in
der Zweiten Liga aufgrund von Aufstellungsschwierigkeiten nicht
einmal mehr mit einem eigenständigen Team, sondern bildete
mit einem anderen “Rumpfteam“, Nabouleon Reichenbach
aus der Oberlausitz, eine Spielgemeinschaft.
Da der in den vergangenen Jahren stärkste CPC-Spieler Hartmut
Lohß seine Doppelvereinsmitgliedschaft in dieser Saison dahingehend
auslegte, für Dresden I Liga spielen zu wollen, war eine Einbuße
im Leistungsvermögen die zwangsläufige Folge. Die eingesprungenen
Reichenbacher Anke und Steffen Maywald enttäuschten zwar nicht
und halfen mit, beim Spieltag in Leipzig zwei der insgesamt drei
Einzelsiege zu erzielen, unter dem Strich sprangen aber nur drei
schmerzliche Niederlagen bei den Gesamtbegegnungen heraus: 2:3 gegen
Dresden III, 1:4 gegen Jena und o:5 gegen Halle 2. Zum Glück
war Nordhausen kurzfristig nicht angetreten, sodass wenigstens ein
Sieg verbucht werden konnte, wenn auch nur auf dem grünen Tisch…
Die drei Einzelsiege errangen für den CPC Petra Hennig und
Matthias Groß im Doublette gegen Dresden III, sowie zweimal
im Triplette die beiden Maywalds zusammen mit Detlef Schwede. Diese
Kombination funktionierte zweitweilig wie aus dem Guss: 13:6 gegen
Dresden, 13:2 gegen Jena (u.a. mit den DM-Teilnehmern Peter Adrian
und Andrey Kriwoscheew!), knapp 11:13 gegen Halle II, nach langer
Führung. Für die Rückspiele in Weimar am 28.6. besteht
also durchaus noch Hoffnung…
Die Tabelle der 2.Liga:
1.Jena 4-0 17:3
2.Halle II 3-1 14:6
3.Dresden III 2-2 11:9
4.Chemnitz/Reichenbach 1-3 8:12
5.Nordhausen 0-4 0:20
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| Beaujolais Cup Berlin-Tegel,
71 Doublettes |
| 22.November
2008 |
Unter den unentwegten Teilnehmern, die sich bei winterlichen Bedingungen
nach Berlin-Tegel begeben hatten, befand sich auch eine Besetzung
aus Chemnitz, die, wie zuletzt eigentlich immer üblich, aus
den Veteranen Hartmut Lohß und Detlef Schwede gebildet wurde.
Teilnehmer, die aus den Niederlanden, Polen sowie erstmalig auch
aus Litauen angereist waren, sorgten für internationales Flair.
Deutsche Spitzenspieler kamen vornehmlich aus Berlin sowie dem nordwestdeutschen
Raum.
Infolge der im Vergleich zu den letzten Jahren arg geschrumpften
Teamzahl entschied sich die Turnierleitung spontan um und trug das
traditionell in A-B-C-D-Turnieren ausgespielte Event diesmal im
Poule-Modus aus, mit anschließenden K.O.-Runden in A und B.
Unsere Chemnitzer sorgten dabei für eine besondere Note. Nachdem
sie im Poule die erste Begegnung gegen die Berlinerinnen Christa
Lewke und Marlies Streich relativ problemlos gewonnen und im Anschluss
gegen Artur Gickel und Lukasz Kostalik (Karo Dzierzoniów/PL)
nach 8:3-Führung durch einen unerklärlichen Leistungseinbruch
in der Schlussphase noch 8:13 verloren hatten, ging es nun im Barrage
wieder gegen die Berliner Damen. Diese erwiesen sich jedoch als
unerwartet zäh und legefreudig, wobei sie als besonderes Qualitätsmerkmal
noch den gelungenen “Sauzug“ aufblitzen ließen.
Hartmut war nun der Meinung, Detlef müsse diese Strategie durch
gezieltes Legen direkt vor die Zielkugel zwingend verhindern, was
jedoch auf dem holprigen, unebenen Platz schwer zu bewerkstelligen
war. Nach der mit 7:13 gegen die “Legehennen“ verlorenen
Partie kam es zum Eklat. Hartmut machte seinen Leger für die
nicht eingeplante Niederlage verantwortlich, woraufhin dieser ungewohnt
lautstark auf die nicht zu verkennende Tatsache verwies, dass Hartmut
mit den ihm zur Verfügung stehenden drei Kugeln auch nichts
Wesentliches zur Verbesserung der Situation beigetragen hatte…
Dieser x-te “Ehezwist“ innerhalb der über zwölf
Jahre währenden Partnerschaft der beiden Urgesteine blieb jedoch
ohne gravierende Folgen. Nach dem Motto “Pack schlägt
sich, Pack verträgt sich“ rauften sich Hartmut und Detlef
wieder zusammen und absolvierten noch einen eindrucksvollen Parcours
durch das B-Turnier. Nach zwei hart erkämpften Siegen, zunächst
mit 13:9 gegen die Litauer ilvinas Neliubšys und Tomas
Šumskas (aus einem Verein mit dem respekteinflößenden
Namen “Big Balls Kaunas“), dann auf einem sich mehr
und mehr in eine Eisbahn verwandelnden Außenplatz mit 13:12
gegen Rolf Leinert/Toto Hiebing (BC Köln) gewann man endlich
Einlass in die geheizte Boulehalle und konnte im Pullover weiterspielen…
Dort traf man zunächst auf die in der deutschen Bouleszene
nicht unbekannten Mahmut Tufan (Odin Hannover) und Florian Gerlach
(ABC Hamburg). Diese kamen jedoch überraschend schlecht ins
Spiel, Schießer Mahmut hatte eine für seine Verhältnisse
unglaublich schwache Trefferquote, während Florian mit der
“Gebirgslandschaft“ der Boulebahn nicht zurechtkam.
Hartmut und Detlef spielten dagegen in Normalform und gewannen unangefochten
mit 13:6.
Auch im anschließenden Halbfinale hatten die Chemnitzer gegen
die Kasseler “Rumkugler“ Ursula und Herbert Klein bereits
den Sieg vor Augen, Unkonzentriertheiten gegen Ende sowie eine makellose
Schussbilanz von Herbert sorgten jedoch für eine als vermeidbar
empfundene 8:13-Niederlage. Immerhin zeigten die beiden Dauerpartner
aber von allen gestarteten Teams aus dem sächsisch-thüringischen
Verband das größte Durchhaltevermögen und hatten
mit 40 gewonnenen Euro auch in der internen “Geldwertung“
die Nase vorn.
A-Turnier
1.Wolfgang Sporrer / Walter Faud (1. BC Kreuzberg)
2.Boris Tsuroupa / Gérard Begue (Club Bouliste de Berlin)
3.Heike Kasztelan / Frits Jobse (CBdB / Hattem /NL)
3.Zeki Enyin / Christof Wagner (1. BCK)
5. Gundof Henschel / Abdel Chelfi (Bamboule Halle)
5. Heiner Baumbarten / Yves Budin (ohne Verein)
5. Bernard Coneglio / Joel Delory ( Boule Club Berlin / Z 88)
5. Lars Schirmer / Julian Tomson (1. BCK)
B- Turnier
1.Herbert Klein / Ursula Klein (Kassel)
2.Susan Vogeley / Petra Nagel (Club Bouliste de Berlin)
3.Nebo Nikolic / Dao Van Quang (PVC / 1. BCK)
3.Hartmut Lohß / Detlef Schwede (Chemnitz)
Ergebnisquelle: www.club-bouliste.de
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| Ein neuer Verlust: Jürgen
Kirchhof |
| 10.November
2008 |
Nach einer langen Krankheit, die ihn daran hinderte, in diesem
Jahr an unseren Boule-Aktivitäten teilzunehmen, verstarb am
10. November unser Vereinskamerad Jürgen Kirchhof im Alter
von 68 Jahren.
Jürgen war Mitglied im 1. Chemnitzer Pétanque-Club
seit seiner Gründung im Jahre 1996 und vertrat unseren Verein
bis 2007 regelmäßig in Liga-Wettkämpfen. Während
dieser Zeit nahm er auch hin und wieder an Turnier-Ereignissen teil,
so etwa in Leipzig, Hof, Bamberg und Prag, auch wenn der Leistungsgedanke
bei ihm nicht so sehr im Vordergrund stand. Es ging ihm mehr um
den Spaß an der Sache und die gewonnene Freude als Teil einer
Gemeinschaft als um Siegesgefühle. Dabei war er ein erfahrener
Boulist, der das Metier des präzisen Kugellegens schon in der
Vorwendezeit erlernt hatte, als er in Paris lebte. Nach der Rückkehr
in seine Geburtsstadt Chemnitz konnte er seine Fähigkeiten
neu unter Beweis stellen und mit dazu beitragen, dass der französische
Nationalsport auch in unserer Region seinen Bekanntheitsgrad steigerte.
Im Jahr 2007 gelang Jürgen dann mit dem Gewinn der Vereinsmeisterschaft
endlich auch der Sprung in die Annalen der CPC-Historie. Wir behalten
ihn aber nicht aus diesem Grund ehrenvoll in Erinnerung, sondern
einfach nur deswegen, weil er uns allen mehr als zehn Jahre lang
ein guter Freund und Wegbegleiter war, den wir vermissen werden.
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| 13. Vereinsmeisterschaft,
6 Teilnehmer |
| 5.Oktober
2008 |
Die diesjährige Vereinsmeisterschaft wurde überschattet
von der Nachricht vom Tod unseres langjährigen Vereinskameraden
Jochen Börner, der bereits am 22. September im Alter von 69
Jahren an einer Herzschwäche verstorben war.
Jochen absolvierte seine ersten boulistischen Gehversuche in Baden-Württemberg.
Er hatte in der Vorwendezeit eine Ballonpost erhalten und Kontakt
zum Absender hergestellt. Direkt nach der Wende reiste er an den
Bodensee und warf dort seine ersten Kugeln. Einige Jahre später
stellte er sich bei unserem Verein vor und nahm fortan regelmäßig
am Trainings- und Spielbetrieb teil. Er verstärkte die Mannschaft
der Chemnitzer schon zu Zeiten der fränkisch-sächsischen
und später der PVT-Liga. Unvergessen sein Sieg beim Lege-Wettbewerb
in Hof, ebenso sein Turniergewinn in Gotha, an der Seite von Hartmut
Lohß.
Aufgrund seiner Krankheit und auch einiger Differenzen trat Jochen
vor ein paar Jahren aus unserem Verein aus. Er war aber bis zuletzt
noch Teilnehmer an verschiedenen Turnieren, so erst wenige Tage
vor seinem Tod bei der Chemnitzer Stadtmeisterschaft, wo er als
Partner von Martin Eschweiler (Bibra) ins Halbfinale des C-Turniers
vordrang.
Jochen war ein lebenslustiger und geselliger Mensch, der auf den
verschiedensten Boule-Veranstaltungen unserer Region stets ein gerngesehener
Gast war und immer viel zu erzählen hatte. Wir werden ihn vermissen
und ihm ein ehrenvolles Andenken bewahren.
Das Spielgeschehen geriet an diesem trüben Tag naturgemäß
in den Hintergrund. Für die Statistiker: Achim, Birgit, Detlef,
Hubert, Matthias und Peter nahmen an der Vereinsmeisterschaft teil.
Rekordsieger Hartmut war verhindert, Gerd und Vorjahres-Champion
Jürgen sind zur Zeit krank. Petra war trotz Urlaubsreise-Vorbereitungen
kurz erschienen, um sich zu verabschieden. Im Finale siegte Detlef
gegen Hubert mit 13:7.
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| 3. PVT-Ligaspieltag, Chemnitz,
10 Teams |
| 27.September
2008 |
Am Liga-Spieltag auf dem heimischen Schloßberg vertraten
diesmal Petra, Birgit, Achim, Matthias, Hubert, Hartmut, Detlef
sowie Ingolf die Chemnitzer Farben, letzterer als Gastspieler aus
Dresden.
Es gelangen einige Ausrufezeichen, insgesamt aber gingen alle Begegnungen
unter dem Strich verloren. Damit rutschte der CPC in der Tabelle
wieder hinter Jena und erscheint in der Endabrechnung auf Rang neun.
In der ersten Begegnung gegen Dresden I, für die die Erfolgschancen
von vornherein eigentlich schon als minimal gekennzeichnet worden
waren, gelangen immerhin zwei Einzelsiege: das von Petra, Hartmut
und Hubert gebildete Triplette Mixte besiegte Tanja, Dan und Raimund
klar mit 13:4, und in einer der Doublettes beeindruckte das Team
Hubert/Ingolf und behielt gegen Jörg/Geraldo mit 13:12 knapp
die Oberhand. Die Sensation wäre möglich gewesen, wie
weitere enge Spielstände beweisen: 12:13 in der Herren-Triplette
nach 12:6-Führung (Ingolf, Achim und Detlef gegen Jörg,
Geraldo und Dieter), sowie ebenfalls mit dem knappsten aller Ergebnisse
in der Doublette Mixte (Petra und Hartmut gegen Tanja und Dan).
Klar und eindeutig dagegen die 1:13-Schlappe in der Doublette I,
als Matthias und Detlef gegen Heiko und Dieter überhaupt nicht
ins Spiel kamen.
Auch die Begegnung gegen Halle 1 versprach nichts Gutes. Die schlimmen
Befürchtungen bestätigten sich sogleich in den Triplette-Begegnungen,
in denen man klar unterging. Anschließend brandmarkte DM-Achtelfinalist
Maik Kerner das Chemnitzer Niveau als minderwertig und empfand es
als Zumutung, für derartige Begegnungen überhaupt anreisen
zu müssen. Der Schuss ging freilich nach hinten los, denn jetzt
fühlten sich die Chemnitzer angestachelt, besannen sich auf
ihren Heimvorteil und entwickelten eine ungeahnte Kampfkraft. Der
selbige Maik Kerner musste dies im Doublette Mixte schmerzlich erfahren,
als er zusammen mit Nicole Müller eine verdiente 8:13-Niederlage
gegen Birgit und Detlef erleiden musste. Auch Ingolf und Hubert
wussten wieder zu überraschten und verbuchten ein 13:10 gegen
Heiko Kastner und Bastian Pelz auf der Chemnitzer Habenseite. Da
war es schade, dass Matthias und Hartmut gegen Dieter Kropp (später
ausgewechselt durch Abdel Chelfi) und Karsten Lissner ein ähnlicher
Husarenstreich nicht gelang und man mit 9:13 den Kürzeren ziehen
musste…
Der erste Tagessieg sollte nun gegen Leipzig 2 gelingen. Aber auch
deren Spielniveau hat sich durch ständiges Training stetig
gesteigert, während in Chemnitz der Trainingsbetrieb weitgehend
brachliegt. Es konnte nur noch eine Partie gewonnen werden, das
Triplette Mixte (Petra, Hartmut und Detlef), mit 13:6 gegen Diana
Hellriegel, Heiko Kanis und Albert Wendt.
Am Ende des Spieltag hatte bereits die Dunkelheit Einzug gehalten
auf dem Chemnitzer Schloßberg. Nur einige Laternen-Funzeln
der Parkanlage hielten den Spielbetrieb mit Mühe aufrecht und
versinnbildlichten gleichzeitig die derzeitige Situation des vor
zwölf Jahren mit soviel Enthusiasmus gegründeten 1. Chemnitzer
Pétanque Clubs: Die Vereins-Geschichte geht zwar weiter,
aber holprig und ohne viel Aussicht auf Besserung.
Die Abschluss-Tabelle 2008:
1.Leipzig I (9:0/39:6)
2.Halle I (7:2/29:16)
3.Kahla (6:3/29:16)
4.Dresden I (6:3/25:20)
5.Dresden II (5:4/24:21)
6.Leipzig II (4:5/21:24)
7.Halle II (3:6/21:24)
8.Jena (3:6/20:25)
9.Chemnitz (2:7/15:30)
10.Reichenbach (0:9/2:43)
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| 12. Stadtmeisterschaft, Chemnitz,
30 Doublettes |
| 7.September
2008 |
Nachdem im vergangenen Jahr die Kritik am Chemnitz-Turnier sich
auf das für einen Sonntags-Termin mit bis zu sieben Spielrunden
zu stark aufgeblähte Programm fokussiert hatte, dokterten die
CPC-Oberärzte erneut am Spielsystem herum und präsentierten
der PVT-Öffentlichkeit nun eine entschlackte Version des Traditions-Events
auf dem Schloßberg.
Die Änderungen beinhalteten nicht nur eine Zeitlimitierung
auf eine Stunde in der im Schweizer System gespielten ersten Phase,
sondern auch eine Begrenzung der Teilnehmerzahl in der Hauptrunde
auf acht Starter pro Turnier. Das bedeutete bei dreißig eingeschriebenen
Doublettes, dass neben A- und B-Turnieren nach absolviertem Vorkampf
diesmal auch C- und D-Turniere stattfinden konnten.
Vorjahressieger Sebastian Eberhardt aus Nordhausen war dennoch
nicht zu einer Anreise zu bewegen. Sein damaliger Spielpartner,
Peter Adrian aus Bibra, war hingegen am Start, zusammen mit seinem
Standardpartner Andrey Kriwoscheew. Zweieinhalb weitere Teams aus
Bibra, der “versprengte“ Volker Drusche (Weimar), sowie
eine neue Formation aus Schmölln vervollständigten das
Thüringer Kontigent. Aus Sachsen-Anhalt waren neun Bamboule-Spieler
erschienen. Die weiteren Teilnehmer kamen aus Sachsen (17 aus Chemnitz,
10 aus Dresden, 8 aus Leipzig) bzw. aus dem tschechischen Karlovy
Vary (3 Doublettes).
Die Ankündigung, in den ersten drei Runden auf die Berechnung
von Buchholz-Punkten zu verzichten und stattdessen nur die Netto-Punktzahl
zu werten, wirkte auf die Lokalmatadoren Hartmut Lohß und
Detlef Schwede wie stimulierend, und sie setzten sich mit +34 Punkten
weit an die Spitze des Teilnehmerfeldes. Im anschließenden
Viertelfinale des A-Finales sollten sie nun auf das Achtplatzierten
treffen, also das vermeintlich leichteste Team…
Nach der Korrektur einer Spielwertung in der Vorrunde waren Diana
Scheffler und Ivo Maywald aus Leipzig nur mit Ach und Krach in die
Eliterunde gerutscht. Und die Spielansetzung mit den Chemnitzern
verhieß nichts Gutes, denn in der jüngeren Vergangenheit
hatte man einige Male den Kürzeren gegen diese Gegner gezogen…
Doch die Logik wurde diesmal auf den Kopf gestellt. Zwar zogen
die Chemnitzer erwartungsgemäß bis auf 9:3 davon, allerdings
ohne spieltechnisch zu überzeugen. Ihnen kam bis dahin zugute,
dass den eigenen schwächelnden Legleistungen ebenfalls keine
überzeugenden auf Leipziger Seite gegenüberstanden. Für
die entscheidende Wende sorgten dann die Schießer. Während
Hartmut sich darauf versteifte, auf heimischem Gelände unbedingt
den sogenannten “Chemnitzer Legschuss“ (in Frankreich,
und auch überall sonst, unter dem Namen “tir devant“
bekannt!) anbringen zu wollen und dabei jedoch immer wieder durch
eine ungünstige Steinchen-Konstellation auf den Chemnitzer
Boule-Wegen um den ersehnten Ertrag gebracht wurde, gelang Ivo mit
seinen dicken, furchteinflößenden Schieß-Kugeln
ein Carreau sur place nach dem anderen, sodass sein Einzug ins Halbfinale
bald eine für Chemnitz erschreckende Tatsache darstellte…
Auch die Sieger des Jahres 2000, die Leipziger Thomas Voigt und
Jens Riedel, konnten ihre Ambitionen diesmal nicht verwirklichen,
unterlagen allerdings nur höchst unglücklich im Halbfinale
gegen Peter und Andrey mit 12:13. Diese mussten es im Finale mit
Diana und Ivo aufnehmen, den vermeintlich Außenseitern im
Feld des A-Turniers, die sich aber nichtsdestotrotz im Halbfinale
gegen die Dresdner Dieter Büttner und Heiko Plötz souverän
durchgesetzt hatten…
Gespickt mit Fehlern auf beiden Seiten hielt das Finale dann jedoch
nicht das, was es versprochen hatte. Ivo konnte seine Schießform
nicht halten, eine extrem vorsichtige Spielweise der Bibraer hielt
den Ausgang aber lange offen. Am Ende setzten sich die Thüringer
aber durch und konnten neben den üblichen Siegpreisen (Pokal,
Prämie, Rangliste) noch einen unerwarteten Extra-Preis in Empfang
nehmen: ein von Vladimir Glaser gespendetes Gratis-Wochenende in
seiner Pension vor den Toren von Prag!
Ergebnisse A-Turnier:
(in Klammern die Vorrundenplatzierung)
Viertelfinale:
Lohß/Schwede (Chemnitz, 1) – Scheffler/Maywald (Leipzig,
8): 9:13
Wendt/Wendt (Leipzig, 6) - Plötz/Büttner (Dresden, 4):
7:13
Kastner/Kerner (Halle, 3) - Voigt/Riedel (Leipzig, 5): 3:13
Wienrich/Lehmann (Dresden, 7) - Adrian/Kriwoscheew (Bibra, 2): 3:13
Halbfinale:
Scheffler/Maywald (Leipzig, 8) – Plötz/Büttner
(Dresden, 4): 13:3
Voigt/Riedel (Leipzig, 5) - Adrian/Kriwoscheew (Bibra, 2): 12:13
Spiel um Platz 3:
Plötz/Büttner (Dresden, 4) - Voigt/Riedel (Leipzig, 5):
7:13
Finale:
Scheffler/Maywald (Leipzig, 8) - Adrian/Kriwoscheew (Bibra, 2):
11:13
Spiel um Platz 3, B-Turnier:
Šimak/Dellinger (Karlovy Vary) – Schwarz/Weiß
(Chemnitz): 13:8
Finale B-Turnier:
Drusche/Henschel (Weimar/Halle) – Baer/Ottow (Dresden): 13:7
Spiel um Platz 3, C-Turnier:
Skala/Müller (Bibra) – Börner/Eschweiler (Chemnitz/Bibra):
13:4
Finale C-Turnier:
Hoffmann/Werner (Bibra) – Lauche/Tschintscharadse (Dresden):
13:0
Finale D-Turnier:
Pache/Kircheis (Chemnitz) – Vach/Morsbach (Mittelbach): 13:11
Die Ranglistenplatzierungen:
1.Peter Adrian/Andrey Kriwoscheew (Bibra)
2.Diana Scheffler/Ivo Maywald (Leipzig)
3.Thomas Voigt/Jens Riedel (Leipzig)
4.Heiko Plötz/Dieter Büttner (Dresden)
|
| Grand Prix, Mariánské
Lázne (CZ), 47 Triplettes |
| 5.Juli 2008 |
Zum gemeinschaftlich vom PC Kolová und dem heimischen Club
PS Mariánské Lázne ausgetragenen Grand Prix
hatten die Vereine aus Chemnitz und Dresden eine Spezialeinladung
erhalten. Hartmut und Detlef, die erfolgreichen DM-Fahrer aus Chemnitz
konnten nicht widerstehen und wählten aus der schier unerschöpflichen
Masse an aufstrebenden Dresdener Talenten Patrick Lehmann als dritten
Mitspieler aus.
47 Triplettes trafen sich zunächst an der berühmten Ferdinandsquelle
der zwischen der bayrischen Oberpfalz und dem tschechischen Kaiserwald
gelegenen Kurstadt, um dort vier Runden Schweizer System zu spielen.
Anschließend sollten die besten sechzehn Teams an der Promenade
im Stadtzentrum im K.o.-System den Gewinner ermitteln.
Die Spieldauer war grundsätzlich auf eine Stunde beschränkt,
sodass nach Ertönen eines ohrenbetäubenden Signaltons
maximal noch eine Aufnahme gestattet war. Für das in der Teilnehmerliste
unter “Chemnitz und Dresden“ firmierende Team war diese
Konstellation natürlich ungewohnt, die sich daraus ergebenden
Probleme aber nicht unlösbar, da es gelang, die Partien entweder
durchweg zu dominieren oder bis zu den Entscheidungsphasen zumindest
ausgeglichen zu gestalten. Die Ergebnisse der ersten vier Spiele:
9:7, 9:10, 13:4 und 13:8, erzielt gegen Konkurrenz aus Cheb, Havlíckuv
Brod und zweimal Karlovy Vary. Das reichte für den Umzug in
die “Hlavni“, die zentrale Hauptstraße der Stadt.
Hatte man es zuvor noch mit relativ weichem Sandboden zu tun, so
war nun hartes, unebenes Terrain angesagt, auf dem die “Kullerkönige“
auf ihre Kosten kamen. Es ging wechselweise bergauf und bergab,
aber das sind zumindest die Chemnitzer ja hinreichend gewohnt. So
gelang es, im Achtelfinale gegen das von Petr Buchtele angeführte
Team aus Kolová, nach zwischenzeitlichem 3:4-Rückstand
unwiderstehlich bis 13:4 davonzuziehen, sodass nicht einmal das
Zeitlimit erreicht wurde.
Nun wurde der Platz gewechselt, und es ging im Gefälle nicht
nur von oben nach unten, sondern auch noch von rechts nach links.
Hartmut, mit allen Boulewassern gewaschen, gelang es vorzüglich,
das Terrain zu “lesen“ und konnte so seinem Leger wertvolle
Hinweise geben. Es ergab sich ein hochklassiges Match, das bei 10:7-Vorsprung
für das sächsische Team eigentlich schon entschieden schien,
bevor winzige Konzentrationsnachlässigkeiten den Gegner vom
PEK Stolín (Tomáš Nývlt, Lenka Nyvltova,
Pavel Vejrek) wieder ins Spiel brachten. Bei 10:10 ertönte
der Gong, eine einzige Aufnahme musste über Sieg und Niederlage
entscheiden.
Hier wurde das ohnehin hohe Niveau noch einmal in schier unglaublicher
Weise gesteigert. Lediglich die erste Legkugel von Lenka schwächelte,
alle anderen kamen punktgenau, und Hartmut entsorgte die Gegnerkugeln
mit Carreau-Schüssen fast auf “sur place“. Am Ende
sorgten dann die vier Milieu-Kugeln für den spektakulären
Showdown…
Pavel hat zwei Punkte gegen sich, der Abstand zur Sau ist minimal.
Doch es gelingt ihm, den Punkt für sein Team zu legen. Nun
steigt Patrick in den Ring, er hat sein Boule-Handwerk in Baden-Württemberg
gelernt, und nervenstark entsorgt er den Gegner mit einem Eisenschuss.
Das Halbfinale scheint erreicht, doch Pavel hat eine allerletzte
Kugel, und die legt er links an die Sau. Aber die Chemnitz-Dresdener
Kugel scheint immer noch zu reichen…
Oder vielleicht doch nicht? Aufwendige Messungen ergeben einen
Zwei-Millimeter-Vorsprung für Stolín. Patrick muss wieder
ran, könnte mit seiner letzten Kugel alles klarmachen…
Aber seine Kugel schießt um zwei Zentimeter über das
Ziel hinaus, quittiert von Jubelsprüngen im Stolín-Camp.
So eine Matchentscheidung hatten sie noch nicht erlebt…
Für “Chemnitz und Dresden“ blieben 1500 tschechische
Kronen als Trostpflaster und die Gewissheit, die Heimatstädte
wenigstens noch vor Mitternacht zu erreichen. Aber das war noch
nicht alles: Hinzu kam nämlich auch noch die bahnbrechende
Erkenntnis, dass DM-Form und Euphorie sich konservieren lassen,
vielleicht sogar auf lange Sicht…
|
| Deutsche Meisterschaft Triplette,
Durmersheim (BW), 128 Teams |
| 14.-15.Juni
2008 |
Bei der Triplette-DM in Durmersheim triumphierten die PVT-Teams
in nie dagewesener Weise und wurden bei der abschließenden
Siegerehrung sogar lobend erwähnt. Auf das Treppchen des B-Turniers
gelangten dabei die Spieler von Thüringen 2 (Maik Kerner, Halle/Sebastian
Eberhardt, Nordhausen/Peter Mehne, Nordhausen). Auch Thüringen
1 (Gundolf Henschel, Halle/Michael Kitsche, Leipzig/Christian Puttkammer,
Leipzig) war am zweiten Tag des B-Turniers noch mit dabei.
Herausragend und von keinem Orakel vorhergesehen war jedoch der
fleckenlose Parcours von Thüringen 3 am Samstag. Soeben noch
in die Nominierung hineingerutscht, hatten die beiden Chemnitzer
Hartmut Lohß und Detlef Schwede sowie der Dresdner “La
Boule Rouge“-Spieler André Starkloff bei Turnierbeginn
anstelle von hochtrabenden Hoffnungen nur eine schlimme Befürchtung:
das Abkassieren von zwei Fannys, die ruhmlose Heimfahrt von der
DM ohne einen einzigen gewonnenen Punkt.
Das bescheiden formulierte Ziel wurde bereits bei der ersten Aufnahme
gegen Hessen 3 (Günther Gaug, Frank Schneider und Stefan Marienfeld
vom PC Wächtersbach) um das Dreifache übertroffen. Und
damit nicht genug, nach weiteren drei Aufnahmen stand es 6:2 für
das unbeschwert aufspielende sächsische Team. Beflügelnd
wirkte dabei, zumindest für die beiden Chemnitzer, ein nicht
erwarteter “Ein-Mann-Fanblock“ mit Chemnitzer Wurzeln:
Hans Lehmann, den es vor Jahren aus Sachsen nach Baden-Württemberg
verschlagen hat, und der heute für den BC Durmersheim aktiv
ist.
Nun galt es aber erst einmal einen gewichtigen Rückschlag
zu verkraften: Nachdem aber beim Stand von 6:3 zwei Fehlschüsse
und vier unpräzise gelegte Legkugeln für ein kassiertes
Fünferpack sorgten, sah man die Felle bereits wieder davonschwimmen…
Doch als es dann noch weiter bergab ging und plötzlich 6:10
stand, fuhr mit einem Mal ein unglaublicher Ruck durch die Köpfe
der PVT-Spieler. Hier war man auf der DM, nicht auf irgendeinem
minimalistisch besetzten Turnier in der Oberlausitz oder am Japanischen
Palais, hier wurde riguros Leistung eingefordert! Und ab jetzt kamen
die Legwürfe wie von Zauberhand gezogen, gelangen die Eisenschüsse
wie bestellt. Man kam heran bis auf 9:10, und ließ sich dann
auch von einem nochmaligen Davonziehen des Gegners auf 9:12 nicht
mehr schockieren. Zwei Aufnahmen fehlten noch bis zum großen
Auftaktsieg und in der letzten von ihnen war es Detlef vorbehalten,
dem taten- und kugellosen Gegner mit zwei Neun-Meter-Präzisionswürfen
den Garaus zu machen. Große Leistung, denn genau diese Wächtersbacher
waren bei der letzten DM in Berlin immerhin bis ins Achtelfinale
vorgedrungen…
Für Thüringen 3 ging es aber zunächst einmal nur
darum, das Barrage zu vermeiden. Der Gegner war diesmal Saarland
2, in der Besetzung Heinz Bonischot, Horst Mohr und Rainer Meyer
vom BC Hüttigweiler. Diese Spieler waren den PVT-Männern
bis dato völlig unbekannt, und das kurze Spiel gegen sie wird
kaum ausgereicht haben, einen dauerhaften Abdruck in ihrem Gedächtnis
zu hinterlassen. Man schwamm auf der Welle des Erfolges, es gelang
beinahe alles, nur ein fürchterlicher Fehler beim Abwurf eines
Hochportées von Detlef erzürnte kurzzeitig den Teamleader
Hartmut. Die Schüsse der Saarländer zischten beständig
links und rechts an den zu beseitigenden Kugeln vorbei. Nach sechs
Aufnahmen war die Fanny perfekt – und man hatte sie ausgeteilt,
nicht kassiert! Dass es nicht nur fünf wurden, dafür sorgte
ein in dieser Phase schwächelnder André, der zwei entscheidungsbringende
Kugeln schon auf der Hand hatte. Schwamm drüber, wenig später
bot sich dieselbe Chance noch einmal, und diesmal erwies sich Hartmut
als gnadenloser Vollstrecker…
Das nicht für möglich Gehaltene war geschehen, man war
weiter und konnte sich zwei Stunden lang im Wonnegefühl der
erreichten Siege sonnen. Anschließend würde dann eh’
alles vorbei sein, schließlich befand man sich auf einer DM,
und die Top 64-Elite des Landes konnte nicht anders als unschlagbar
sein…
Die Nennung der Namen der Gegner im 1/32-Finale gebot Ehrfurcht:
Patrick Fournier und Albin Raux vom PCNC Nürnberg, verstärkt
durch Tita Vecile von der FT Hof. Gegen Patrick und Albin hatten
sich Hartmut und Detlef unlängst auf der Leipziger Stadtmeisterschaft
noch eine bittere 1:13-Klatsche abgeholt, Titas Schuss- und Legestärke
war von zahlreichen Turnieren auf PVT- und Bayern-Ebene hinlänglich
bekannt. Was konnte man da anderes anstreben als ein möglichst
ehrenvolles Ausscheiden?
Aber dieser unglaubliche Tag, der 14. Juni 2008, war mit keinen
normalen Maßstäben zu messen. Es schien, als hätte
sich der Boule-Himmel mit dem PVT-Team verbündet. Tita, der
einige Male nur um Millimeter an der gegnerischen Kugel vorbeischießt,
gibt entnervt auf, überreicht den Tireur-Stab an Patrick, ohne
dass dies die Trefferquote spürbar steigert. Albin verspringen
immer häufiger die Portée-Würfe, landen jenseits
von Gut und Böse. Hartmut auf der anderen Seite gelingt ein
Eisenschuss nach dem anderen, mitunter ein Carreau sur place. Detlefs
Legkugeln erreichen immer öfter die geforderte Saunähe.
Und André ist es diesmal, der mit zwei präzisen Nachleg-Kugeln
das Match beendet: 13:7, ein Jubelsturm ohnegleichen wird entfacht,
und die unterlegenen Gegner zollen bei aller eigenen Enttäuschung
dem siegreichen Außenseiter die gebotene Anerkennung. Der
Traum darf fortgesetzt werden…
…denn der denkwürdige Tag ist noch nicht zu Ende. Ein
weiteres Match steht auf dem Programm, das 1/16-Finale, mit Baden-Württemberg
34 (Uwe Kersten und Raimund Meyer von Boule 95 Denzlingen, sowie
Franz Zimber vom BPV Freiburg) als Gegner. Die Rivalen sind alte
Boule-Hasen, Uwe Kersten war 2007 Neunter bei der DM Triplette 55+.
Aber dem Euphorie-Schwung von Thüringen 3 können sie bei
aller Erfahrung am Anfang nichts entgegensetzen, nach zwei Aufnahmen
führt der Underdog mit 6:0. Erst jetzt findet BW ins Spiel,
nach drei weiteren Aufnahmen ist die Partie ausgeglichen. Nun wiederum
besinnen sich die PVT-Spieler auf ihre Tugenden. Angefeuert von
Thüringen 2, die im B-Turnier gerade ein Freilos haben, legen
und schießen sie “DM-gerecht“ und ziehen auf 12:7
davon. Aber für den nie für möglich gehaltenen Einzug
ins DM-Achtelfinale muss noch ausgiebig gezittert werden: 12:8,
12:9 … Und in der letzten Aufnahme sehen sie gespannt zu,
wie sich die Süd-Badenser den Sargnagel durch fehlgeleitete
Schüsse auf die nachgelegte PVT-Kugel selbst zurechtklopfen.
Es ist vollbracht, die Siegesnacht kann beginnen!
Der nächste Tag hatte dann nur einen einzigen Fehler: Es war
nicht mehr der 14. Juni! Alles war wie in der Zeit vor der DM: Detlef
legte seine ersten Kugeln nicht “zwingend“, Hartmut
schoss mehrfach daneben. Die Samstags-Form wurde nur in einer der
insgesamt lediglich fünf Aufnahmen erreicht, in der drei Punkte
verbucht werden konnten. Gegner Ba-Wü 16 (Muriel Hess/PCB Horb,
Robert Fox/BC Saarlouis, Micha Abdul/BC Essingen) konnte Kräfte
sparen und sich über einen leichten Einzug ins Viertelfinale
freuen. Immerhin hatte man aber noch einmal richtige Hochkaräter
aus der Nahdistanz bewundern können: Micha Abdul ist Deutscher
Meister der Tireure 2006 (und verzeichnete in der Tat nur einen
einzigen Fehlschuss!), Muriel Hess ist sechsfache Baden-Württembergische
Landesmeisterin und Vize-Europameisterin bei den Espoir-Damen.
Den PVT-Recken wurde die abschließende Niederlage durch mehrere
Geschenke versüßt: Es gab je eine Medaille für den
neunten Platz, einen Haufen Ranglistenpunkte und die Zusicherung,
für die nächste DM gesetzt zu sein!
Deutscher Meister Triplette:
Hessen 1: Klaus Mohr/Jörg Born (beide Tromm)/Matthias Uhl (Rastatt)
Finalisten:
NRW 4: Hermann Streise/Shemsedin Berisha/Alexander Streise (alle
Ibbenbüren)
Halbfinalisten:
Hessen 6: Lara Koch/Sascha Koch (beide Viernheim)/Holger Madsen
(Sandhofen)
NRW 7: Sebastian Bergob/Rüdiger Kaiser/Klaus Voelkel (alle
Ahlen)
Viertelfinalisten:
Nisa 4: Sascha von Pleß/Jan Garner/Marco Schumacher (alle
Hannover)
BW 16: Muriel Hess (Horb)/Robert Fox (Saarlouis)/Micha Abdul (Essingen)
RP 2: Michael Schording/Hussein Assane (beide Lautern)/Benjamin
Lehmann (Essingen)
BW 9: David Bourdoux/Gerrit Halbach (beide Sandhofen)/Paul Abraham
(Edingen-Neckarhausen)
Achtelfinalisten, u.a.:
Thüringen 3: Hartmut Lohß/Detlef Schwede (beide Chemnitz)/André
Starkloff (Dresden)
|
| 2. PVT-Ligaspieltag, Dresden,
10 Teams |
| 7.Juni 2008 |
Am zweiten Liga-Spieltag gelang es den Chemnitzern endlich, ihre
ersten Siege einzufahren. Das Terrain am Japanischen Palais in Dresden
kam vielen CPC-Spielern entgegen, da die Härte des Bodens an
den heimischen Schloßberg erinnerte. Hinzu kam, dass die Gegner
sich diesmal hinsichtlich ihres Spielniveaus eher auf Augenhöhe
mit den Chemnitzern bewegten als dies in Leipzig der Fall gewesen
war.
Aber man benötigte auch eine gehörige Portion Glück.
In der zweiten Begegnung gegen Jena war das Triplette nach in der
Endphase ungenügenden Leistungen eigentlich schon verloren,
als Gegnerin Katrin Pfeiffer durch ein unglückliches Sauziehen
die Chemnitzer (Achim, Hubert, Ingolf) wieder ins Spiel brachte.
Zuvor hatten sich Petra, Hartmut und Detlef bereits im Triplette
durchgesetzt. Es fehlte nur noch ein weiterer Sieg zum Gesamt-Triumph.
Den ließen sich Hartmut und Detlef im Doublette nicht einmal
ansatzweise nehmen und verpassten ihrem Gegner humorlos eine Fanny…
Die Ergebnisse der Chemnitzer im Einzelnen:
1.CPC – La Boule Rouge Dresden II: 1:4; 1.CPC – Nebenbouler
Jena: 3:2, 1.CPC – Nabouleon Reichenbach: 4:1.
Tabelle nach dem 2. Spieltag: 1.Leipzig I (6:0), 2.Bibra (5:1),
3.Dresden I (5:1), 4.Halle I (4:2), 5.Dresden II (3:3), 6.Leipzig
II (3:3), 7.Halle II (2:4), 8.Chemnitz (2:4), 9.Jena (1:5), 10.Reichenbach
(0:6).
|
| 1. PVT-Ligaspieltag, Leipzig,
10 Teams |
| 20.April
2008 |
Im letzten Jahr hatten die Chemnitzer noch den Aufstieg von der
zweiten in die erste PVT-Liga gefeiert, aber eine von den PVT-Oberen
beschlossene neue Ligaeinteilung machte diesen Erfolg gleich wieder
gegenstandslos. Nun kämpft Chemnitz in einer eingleisigen Liga
mit zehn Mannschaften zwar nicht mehr gegen den Abstieg, wird aber
infolge mangelnder Spielstärke definitiv auch nicht im Bundesliga-Aufstiegsrennen
mitmischen.
Immerhin waren die Chemnitzer mit acht Teilnehmern ihren Kontrahenten
an “Personenstärke“ überlegen, auch wenn man
Birgit und Achim eigentlich nur als eine Person werten konnte, da
eine(r) von beiden ständig als Hundebetreuer(in) eingeteilt
war. Weiter dabei waren die üblichen Gesichter Hartmut, Detlef,
Matthias, Petra und Gerd. Hinzu kam mit Ingolf auch dieses Jahr
wieder eine Leihgabe aus Dresden.
Mit den bundesligaaufstiegsrundenerfahrenen Bibraern und dem Ex-Bundesligisten
aus Leipzig stellten sich aber gleich die dickstmöglichen Brocken
in den Chemnitzer Weg. Folgerichtig setzte es ausnahmslos Niederlagen,
nur die am Vortag noch prämierten Hartmut und Detlef konnten
bei einem 12:13 gegen Maik Hoffmann/Michael Werner (Bibra) wenigstens
annähernd mithalten, den 0:8-Rückstand nach den ersten
vier Aufnahmen aber nicht mehr ganz umbiegen. In der anschließenden
Begegnung gegen das im Vergleich zum Vorjahr schwächer besetzte
Halle II gelangen dann zwar immerhin zwei einzelne Erfolge, die
Unfähigkeit, im Triplette Mixté (Besetzung: Petra, Hartmut
und Detlef) eine 11:0-Führung (gegen Christiane, Gundolf und
Axel) durchzubringen (Endergebnis: 12:13) lag aber schwer im Magen,
verhinderte den Gesamtsieg und stellte die Weichen für ein
ungemütliches Verweilen der Chemnitzer im PVT-Tabellenkeller.
Tabelle nach dem 1. Spieltag: 1.Bibra (3:0), 2.Dresden I (3:0),
3.Leipzig I (3:0), 4.Halle I (2:1), 5.Leipzig II (1:2), 6.Jena (1:2),
7.Dresden II (1:2), 8.Halle II (1:2), 9.Chemnitz (0:3), 10.Reichenbach
(0:3).
|
| 8. Stadtmeisterschaft, Leipzig,
32 Doublettes |
| 19.April
2008 |
Unter den rekordverdächtigen 32 Doublettes der Veranstaltung
befand sich gerade einmal eine Kombination aus Chemnitz: die “unvermeidlichen“
Hartmut und Detlef. Daran müssen wir uns gewöhnen, weitere
turnierbegeisterte CPC-Spieler gibt es derzeit kaum…
Und für diese beiden begann das Turnier auch noch denkbar
schlecht. Detlef erreichte nach Orientierungsschwierigkeiten und
unfreiwilliger Stadtrundfahrt durch Leipzig den Bouleplatz erst
mit Verspätung, sodass er kalt in den Ring musste, und zu allem
Überfluss gleich gegen die Turnierfavoriten, die überraschend
aus Nürnberg angereisten Ex-Bundesligaspieler Albin Raux und
Patrick Fournier. Das musste ja schief gehen, und so gab es gleich
eine deftige 1:13-Klatsche…
Nun war man angeknockt, alles schien sich mal wieder gegen die
Chemnitzer verschworen zu haben. Man stemmte sich gegen das Schicksal,
versuchte in der folgenden Partie gegen Jena mitzuspielen, aber
der in der Anfangsphase überragend legende und schießende
Björn Jäger sowie ein eigener Aussetzer in der dritten
Aufnahme sorgten für ein schnelles 0:7. Als dann auch noch
die Nordhäuser “zu Besuch“ kamen und anfingen,
sich über die Chemnitzer lustig zu machen, raffte man sich
endlich zu einer an dieser Stelle höchst erforderlichen Energieleistung
auf und gewann noch mit 13:8, begünstigt allerdings auch durch
einen unerklärlichen Leistungsabfall der Jenaer in der zweiten
Hälfte der Partie. In der anschließenden Barrage spielte
man dann zum Glück wieder souveräner und gewann zu fünf
gegen ein Team aus Dresden…
Und nun kam die seit Jahren erprobte Maschinerie endlich ins Rollen.
Im Achtelfinale waren Karsten Lissner (Bamboule), immerhin Saarwellingen-Fahrer
vom letzten Jahr, und sein Partner Jasper Kettner von La Boule Rouge
Dresden nicht mehr als Sparringspartner für die nun Selbstvertrauen
tankenden Chemnitzer. Man ging leicht mit 8:0 in Führung, hatte
zwischendurch zwar wieder eine verpatzte Aufnahme, in der der Gegner
vier Punkte machen konnte, gewann letztlich aber unangefochten mit
13:7. Ein PVT-Ranglistenpunkt war damit erreicht, aber irgendwie
hatte man Geschmack auf mehr…
Da traf es sich gut, dass im Viertelfinale eine Art Lieblingsgegner
auf die Chemnitzer warteten: die Leipziger Diana Scheffler und Ivo
Maywald, denen man 2005 beim Concours Trinational in Görlitz
eine empfindliche 13:5-Schlappe beigebracht hatte. Nun, auf heimischen
Gelände, leisteten diese zwar mehr Widerstand und gingen sogar
mit 9:5 in Führung, aber bei diesem Spielstand traf Hartmut
eine folgenschwere Entscheidung: er verzichtete auf ein pünktliches
Eintreffen bei seinem für diesen Abend avisierten Klassentreffen
und stellte damit die Weichen für zwei weitere zeitraubende
Duelle. Wild entschlossen kämpfte man sich heran, gewann von
den nächsten fünf Aufnahmen vier und stand nach einem
13:11-Erfolg im unerwarteten Halbfinale…
Dort allerdings traf man wieder auf Nürnberger Konkurrenz.
Raux/Fournier waren zwar inzwischen gegen das neue Pastis-Mixté-Traumduo
Regina Stehr und Michael Kitsche ausgeschieden, aber die kaum weniger
renommierten Sigi Ress und Frank Hausam hatten sich bis hierhin
durchgekämpft. Die Chemnitzer ließen sich jedoch nicht
schocken und legten konzentriert los. Schnell stellten sie fest,
dass Sigi, der gegnerische Schießer, bei weiten Entfernungen
am ehesten zu knacken war. Diese Überlegung, gepaart mit möglicherweise
einem Schuss Unterschätzung von Seiten der Nürnberger
führte zu einem 8:1-Zwischenstand für Chemnitz.
Dann jedoch gelang es den Nürnbergern, irgendwie einen Punkt
zu machen, und – taktisch geschickt – platzierten sie
die Sau von nun an kurz, legten ihre Carreau-Stärke an den
Tag und gaben keinen Punkt mehr ab.
Das war’s – oder noch nicht ganz. Es gab noch das Spiel
um Platz 3, gegen die erstmalig in den Pétanque-Olymp vorgestoßenen
Dresdner Jörg Kriebel und Geraldo Adler. Diese hatten zuvor
unter anderem die Pastis-Heroen Jens Riedel und Thomas Voigt sowie
die renommierten Franken Lore Vecile/Markus Ilg (Hof/Furth im Wald)
aus dem Rennen geworfen und hatten von allen Seiten Lob erhalten.
Zum Glück für die Chemnitzer war deren Energieflasche
nun aber nicht mehr ganz randvoll gefüllt, und den alten Boule-Hasen
gelang ein ungefährdeter 13:3-Erfolg.
Damit konnten die Chemnitzer nicht nur € 45 und je drei Ranglistenpunkte
einheimsen, sondern auch einen originellen Holzpokal mit einem von
drei Stangen in luftiger Höhe gehaltenen Cochonnet. Ob Hartmut
und Detlef es wohl auf die Saison gesehen dem Borstentier gleichtun
werden?
Endergebnis A-Turnier:
Sieger:
Sigi Ress/Frank Hausam (PCNC Nürnberg)
Finalisten:
Regina Stehr/Michael Kitsche (Pastis Leipzig)
Dritter Platz:
Hartmut Lohß/Detlef Schwede (1. Chemnitzer PC)
|
| Mitgliederversammlung des
1. Chemnitzer Pétanque-Clubs |
| 30.März
2008 |
An der Mitgliederversammlung des 1. Chemnitzer Pétanque
Clubs nahmen genau die Hälfte der gegenwärtig registrierten
Vereinsmitglieder körperlich teil, also genau sechs. Zwei weitere
hatten ihre Stimmen delegiert, die restlichen vier fehlten ohne
Angabe von Gründen.
Der langjährige Vereinsvorsitzende Hartmut Lohß stellte
sein Amt zur Verfügung, da er die Doppelbelastung der beiden
Präsidentenämter PVT und CPC nicht mehr länger stemmen
will und außerdem inzwischen im Dresdener Raum lebt, wo er
sich im dortigen Verein “La Boule Rouge“ engagiert.
Er will aber weiter seine CPC-Mitgliedschaft aufrechterhalten, sich
an den wichtigen Vereinshöhepunkten beteiligen und auf seine
Nachfolger im höchsten Vereinsamt inspirierend wirken.
Zur Nachfolgerin wurde einstimmig Petra Hennig gewählt. Sie
ist gleichzeitig Präsidentin der Chemnitzer deutsch-französischen
Gesellschaft, was für die Zukunft richtungsweisend sein könnte,
denn in Anbetracht der derzeitigen Mitgliederentwicklung scheint
eine Zusammenlegung der beiden Vereinigungen durchaus prüfenswert.
Ein gleichlautender Beschluss wurde auf der MV gefasst.
Detlef Schwede wurde einstimmig als zweiter Vorsitzender wiedergewählt.
Matthias und Steffi Groß übernehmen kommissarisch die
Ämter des Schatzmeisters und der Schriftführerin.
Eine wichtige Änderung betrifft den Trainingsbetrieb. Zukünftig
soll hier donnerstags ab 17.30 Uhr auf dem Schloßberg Präsenz
gezeigt werden, während der ursprüngliche Sonntagstermin
nur noch in Ausnahmefällen und nach vorheriger Absprache genutzt
werden soll. Begründet wurde die Änderung damit, dass
die leistungsorientierten Spieler des Vereins an den Wochenenden
zumeist auf Turnieren weilen und die verbleibenden Breitenspieler
im Regelfall allein den Trainingsbetrieb nicht aufrechterhalten
können.
Abschließend bleibt zu sagen, dass eine Zufuhr an jungen,
engagierten Talenten für den Verein dringend erforderlich ist,
damit eine mehr als zehnjährige Vereinstradition nicht sang-
und klanglos in den Archiven der Pétanque-Geschichte verschwindet.
|
| World Day of Boules, Ořech/CZ,
32 Doublettes |
| 08.März
2008 |
Schon deutlich vor dem offiziellen Trainingsauftakt der Chemnitzer
am 30. März auf dem Schloßberg eröffneten die beiden
emsigsten Turnierfahrer des Vereins, Hartmut und Detlef, die Saison
und fuhren auf Einladung von Vladimir Glaser nach Orech, um dort
ihre Kräfte mit einigen der tschechischen Spitzenspieler zu
messen. Leider erlebten sie gleich zu Beginn der zunächst angesetzten
drei Runden Schweizer System ihr Waterloo und unterlagen Jana Bejlová
und Jindrich Kubeš aus Kolová bzw. vom CP VARY mit 7:13.
Gegen die gleichen Gegner hatte es beim Baron Münchhausen-Turnier
im letzten Jahr noch je einen Sieg und eine Niederlage gegeben.
In dieser Partie hatte Detlef Schwierigkeiten, seine Legautomatismen
abzurufen, was dem Gegner wesentlich besser gelang. Hartmut erhöhte
nach durchwachsenem Beginn allmählich seine Schieß-Trefferquote,
konnte aber am Verlust des Spiels nichts mehr rütteln…
Somit war der Weg in die mittleren Bereiche der Ergebnisliste bereits
vorgezeichnet. In der anschließenden Partie gegen ein Damenteam
aus Jablonec steigerten sich die Chemnitzer dann und rissen ein
fast schon verloren geglaubtes Duell durch Kampfgeist und konzentriertes
Auftreten noch aus dem Feuer. In der letzten Aufnahme erreichten
sie die zum Sieg erforderlichen vier Punkte und gewannen mit 13:11.
In beiden Auftaktbegegnungen hatten die Chemnitzer immerhin in
einer Hinsicht die Nase vorn: sie spielten die jeweils längste
Partie. Wer die Chemnitzer schon länger kennt, den wird dieser
Umstand nicht weiter erstaunen, für einige Tschechen muss dies
dann aber wohl doch gewöhnungsbedürftig gewesen sein.
Jedenfalls staunten die Chemnitzer nicht schlecht, als sie nach
dem Spielen auf dem Nebenplatz wieder auf dem Hauptplatz angelangt
waren und feststellen mussten, dass die Spiele der dritten Runde
sich bereits in vollem Gange befanden. Das war jedoch nicht weiter
schlimm, denn der für sie ausgeloste Gegner war aus nicht geklärten
Gründen bereits abgereist, sodass die Chemnitzer einen kampflos
errungenen Sieg auf der Habenseite verbuchen und sich bereits in
die Mittagspause verabschieden konnten…
Das Punktverhältnis reichte dann leider nicht für die
Qualifikation in die Runde der besten acht. Immerhin waren aber
noch die Platzierungen der Ränge 9 bis 12 ausspielen. Diese
zusätzlichen Runden sind für die tschechischen Spieler
höchst bedeutsam, da es für sie auch für untere Platzierungen
noch Ranglistenpunkte gibt. Eigentlich ein Grund für die Chemnitzer
Gäste, die letzten Spiele eher entspannt zu gestalten. Doch
es kam alles ganz anders…
Mitunter unterlaufen selbst großen Boule-Spielern unerklärliche
Blackouts. Über Malte Bergers Missgeschick beim letztjährigen
Großen Preis von Berlin wurde auf dieser Webseite bereits
berichtet. Nun “gelang“ unserem Kranich ein weiterer
Eintrag in diese Pannenstatistik. Hier die Situation: die gegnerische
Legkugel (gespielt von Bernabé Glan, vom Club FRAPEKO) liegt
halblinks versetzt relativ nah vor der Sau. Zwei Detlef-Kugeln liegen
halbrechts vor der Sau, aber im Abstand von etwa zwei Metern. Detlef
entscheidet sich für ein Hochportée mit Aufsatzpunkt
direkt hinter den beiden eigenen Kugeln. Eigentlich eine lösbare
Aufgabe für ihn, zumal er im Training relativ häufig solche
Situationen übt und bewältigt. Nur leider trifft er diesmal
das Donné nicht ganz, d.h. seine Kugel gerät etwas zu
kurz, prallt genau zwischen die eigenen Kugeln, sodass beide, zusammen
mit der geworfenen in unerreichbare Fernen wegstieben. Hartmut erleidet
daraufhin einen Wutanfall, kann sich nicht mehr richtig konzentrieren,
und seine verbleibenden Kugeln landen ebenfalls jenseits von Gut
und Böse. Man kassiert einen Sechser-Pack, das gute Feeling
und die verheißungsvolle 5:3-Führung sind dahin, und
die Partie geht rettungslos mit 7:13 verloren…
Zum Abschluss gab es dann zwar noch ein unangefochtenes 13:1 gegen
ein Team vom PK Osika, das in der Endabrechnung den 11. Platz bedeutete.
Aber so richtig versöhnlich wurde die Stimmung nicht mehr…
|
| Bamboule am Saaleufer, 21
Doublettes, 13 Triplettes |
| 22.- 23.September
2007 |
Bei freundlichem Wetter lud Bamboule Halle zu seiner Traditionsveranstaltung
am Saaleufer, lockte mit für PVT-Verhältnisse stattlichem
Preisgeld und würzte das Ganze mit einem ansprechenden Beiprogramm
aus musikalischen und artistischen Darbietungen. Die Hoffnung auf
eine dem würdigen Rahmen entsprechende Teilnehmerresonanz erfüllte
sich jedoch nicht. Von den im Vorjahr rund vierzig in der Saalemetropole
erschienenen Triplettes, verblieb in diesem Jahr nur noch ein spärlicher
Rest von ganzen dreizehn Formationen…
Nicht wirklich besser erging es dem Doublette-Event am Samstag,
für das sich nur 21 Teams einschrieben. Eines davon kam wie
üblich aus Chemnitz…
In der Vorrunde maßen Hartmut und Detlef ihre Kräfte
gleich zweimal mit einer “B-Vertretung“ aus Nordhausen
(Denis Gorzellik und Annika Frieße). Überließ man
in der ersten Partie dem Gegner noch sieben Punkte, so kannte man
später im Barrage keine Gnade mehr und siegte zu Null. In der
zweiten Vorrundenpartie war man allerdings zuvor noch selbst hoffnungslos
unterlegen gewesen. Gegen hochkarätige Berliner (Christian
Hempel und Matthias Schmitz, 46. und 103. der DPV-Rangliste) kassierte
man mit 2:13 die erwartete Klatsche…
Gegen weniger bekannte, aber durchaus ambitionierte Göttinger
(Sabine Wiggert und Burkhard Heym) erreichte man im Cadrage einen
überzeugenden 13:9-Erfolg. Da träumte man schon von den
Lorbeeren, zumal das Los im Viertelfinale den Chemnitzern die vermeintlich
unschlagbare Konkurrenz vorenthielt…
Schließlich hatte man die Hallenser Bodo Reißig und
Michael Lorenz bei der DM-Quali in Reichenbach noch in die Schranken
verweisen können. So gab es also keinen Grund, nicht guten
Mutes zu sein. Aber wenig später schlichen die Chemnitzer hadernd
vom Platz, denn der vermeintliche “Lieblingsgegner“
konnte diesmal den Spieß umdrehen…
Nichtsdestotrotz versuchten die beiden Chemnitzer im Triplette
am Sonntag wieder
ihr Glück. Als Partner hatten sie sich den “heimbodenerfahrenen“
Bamboulisten Axel Schebitz auserkoren, der in der Tat manchen nützlichen
Rat hinsichtlich des einzuschlagenden Kugelwegs geben konnte. Gegen
die – freilich noch nicht ganz ausgeschlafenen – Turnierfavoriten
und späteren Sieger aus Berlin kam daher in der ersten Partie
ein sensationeller 13:11-Sieg zustande. Auch im nachfolgenden Spiel
der “Todesgruppe“ gegen 2x Goetzke und 1x Balié
aus Braunschweig hielt man sich wacker und unterlag nur knapp. Dann
aber war die Luft raus, nochmal gegen die Berliner zu gewinnen war
schier unmöglich, denn die hatten jetzt Blut geleckt, und ihr
Schießer, Junioren-Auswahlspieler Lars Schirmer, traf hundertprozentig
und ermöglichte die Fanny. Immerhin standen jedoch am Ende
der Gewinn des – freilich nicht gerade überbevölkerten
- B-Turniers und etwas “Kohle“ auf der Habenseite…
Doublette, Endergebnis A-Turnier:
Sieger: Gundolf Henschel/Lars Schirmer (Bamboule Halle/Berlin-Kreuzberg)
Finalisten: Harald Neifeind/Jürgen Oppermann (PC Göttingen)
Dritter Platz: Sebastian Eberhardt/Peter Mehne (Nebenbouler Nordhausen)
Vierter Platz: Michael Lorenz/Bodo Reißig (Bamboule Halle)
Viertelfinalisten:
Stephanie Wicke/Stefan Thies (BC Landau)
Christian Hempel/Matthias Schmitz (CBdB/Berlin-Kreuzberg)
Axel Schebitz/Abdel Chelfi (Bamboule Halle)
Hartmut Lohß/Detlef Schwede (1. Chemnitzer PC)
Cadragisten:
Sabine Wiggert/Burkhard Heym (PC Göttingen)
Rainer Freitag/Karl-Heinz Koch (PC Göttingen)
Rainer Freudenberg/David Freudenberg (PC Göttingen)
Nancy Nebelung/Lars Hartung (Bamboule Halle)
Doublette, B-Turnier:
Sieger:
Ralf Hanak/Christian Puttkammer (BC Landau/Bamboule Halle)
Triplette, Endergebnis A-Turnier:
Sieger:
Christian Hempel/Matthias Schmitz/Lars Schirmer
(Club Bouliste de Berlin/Berlin-Kreuzberg/Berlin-Kreuzberg)
Finalisten:
Stephanie Wicke/Stefan Thies/Abdel Chelfi/Christian Puttkammer*
(Landau/Landau/Halle/Halle)
Dritter Platz:
Thomas Voigt/Jens Riedel/Michael Kitsche
(Pastis Leipzig/Pastis Leipzig/Bamboule Halle)
Vierter Platz:
Richard Wendt/Paul Wendt/Albert Wendt/Florian Kramer*
(Leipzig)
Viertelfinalisten:
Stefan Laude/Konrad Lötzsch/Martin Eschweiler (Dresden/Dresden/Schwarza)
Erhard Bahr/Dao Van Quang/Jürgen Reents (Berlin-Kreuzberg)
Uta Goetzke/Hans-Wilhelm Goetzke/Honore Balié (MB Braunschweig)
Katrin Pfeiffer/Torsten Hubel/Christian Schacke (Nebenbouler Jena)
Triplette, B-Turnier:
Sieger:
Axel Schebitz/Hartmut Lohß/Detlef Schwede (Halle/Chemnitz/Chemnitz)
*Die Teams traten mit jeweils einem Auswechselspieler an, der
allerdings nicht in laufende Begegnungen eingewechselt werden konnte.
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| 7. Freundschaftsbegegnung
Chemnitz - Mulhouse |
| 14.- 16.September
2007 |
“Boule-Turnier in Reichenbrand -
Französische Sportfreunde zu Gast
Seit 1996 ist es eine gute Tradition, dass sich Chemnitzer Boule-Spieler
mit ihren Sportskameraden aus der französischen Partnerstadt
Mulhouse treffen. Alle zwei Jahre treffen sie sich abwechselnd in
ihren Heimatstädten. Am vergangenen Wochenende besuchten 8
Boule-Spieler des USOM-Sportvereins aus Mulhouse Chemnitz. Nach
Begrüßung und gemeinsamem Abendessen im Turmbrauhaus
am Freitag frönten sie am Samstag auf dem “Sportplatz
zur Eiche" in Reichenbrand ihrem Lieblingssport. Anschließend
wurde im Vereinsheim am Ostwaldweg noch gefeiert. Am Sonntag traf
sich die deutsch-französische Sportgruppe noch einmal auf dem
Schloßberg.“
(Bericht entnommen dem WOCHENSPIEGEL vom 19.9.07. Druck-, Rechtschreibe-
sowie zwei sachliche Fehler wurden korrigiert .)
Ergebnis des Supermêlé vom 15.9.07 (20 Teilnehmer,
5 Spielrunden, die acht Franzosen wurden jeweils zwingend mit einem
deutschen Spielpartner zusammengelost):
4 Siege: 1.Jürgen (CPC), 2.Patrick (USOM), 3.Detlef (CPC)
4.Aimé Sr. (USOM)
3 Siege: 5.Pierre (USOM), 6.Hartmut, 7.Peter (beide CPC), 8.Aimé
Jr. (USOM), 9.Achim, 10.Matthias, 11.Birgit, 12.Gerd (alle CPC)
2 Siege: 13.Steffi, 14.Hubert (beide CPC), 15.Gilbert (USOM)
1 Sieg: 16.Huguette (USOM), 17.Petra (CPC), 18.Christiane (USOM),
19.Jochen (CPC)
0 Siege: 20.Marthe (USOM)
Jürgen Kirchhof ist damit gleichzeitig Vereinsmeister 2007!
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| 11. Chemnitzer Stadtmeisterschaft,
22 Doublettes |
| 9.September
2007 |
22 Doublettes fanden an einem weitgehend verregneten Herbstsonntag
den Weg zum Chemnitzer Schloßberg. Unter ihnen befanden sich
allerdings nur 13 “reguläre“ PVT-Teams, darunter
3 vom 1. Chemnitzer PC: Hartmut/Detlef, Jochen/Matthias sowie Petra/Gerd.
“La Boule Rouge“, der neue Club aus Dresden (und voraussichtlich
ab 2008 auch neues PVT-Mitglied!) stellte drei Spieler. Vier Kombinationen
kamen aus Karlovy Vary/CZ und sorgten für internationales Flair.
Hinzu gesellten sich sechs Hobbyspieler aus Chemnitz. Nicht eindeutig
einzuordnen war der Aschaffenburger Dieter Büttner, der in
Dresden trainiert und auch schon für Chemnitz in der PVT-Liga
angetreten ist.
Die Teilnehmer absolvierten ein Mammutprogramm, das – zumindest
im PVT-Bereich – seinesgleichen sucht, denn die Finalisten
des A-Turniers mussten insgesamt sieben Spielrunden absolvieren!
Gespielt wurden zunächst drei Runden Schweizer System, um ein
Ranking zu ermitteln, das nicht nur die Teilnehmer am A-Turnier
ergeben sollte, sondern auch deren Standort innerhalb eines K.O.-Runden-Tableaus.
Überraschend hierbei die Qualifikation der Chemnitzer Hobbyspieler
Sascha Römer und Sven Acevedo (als 11.) sowie Robert Hunger
und Tobias Fischer (als 7.), wobei letztere zwar bereits als Stammgäste
an der Chemnitzer Stadtmeisterschaft anzusehen sind, aber weder
über eigene Kugeln verfügen, noch irgendwann irgendwo
trainieren…
Bibras erfahrenes Duo Mike Hoffmann und Michael Werner biss sich
an diesem unbeschwert aufspielenden Team in der Vorrunde fast die
Zähne aus und konnte nur mit einem knappen 13:12-Vorsprung
den Zielstrich erreichen. Insgesamt kann man aber von einem gelungenen
Herbstsaison-Aufgalopp der Saale-Holzland-Truppe sprechen. Die erwähnten
Mike und Michael wurden am Ende Dritte, übertroffen nur von
den Leipziger Urgesteinen Thomas Voigt und Jens Riedel, sowie von
ihrem eigenen Vereinskameraden Peter Adrian, der an der Seite des
Nordhäusers Sebastian Eberhardt in einem hochklassigen Finale
knapp aber verdient den Chemnitzer Stadtmeistertitel an sich reißen
konnte.
Beste Chemnitzer waren wieder einmal Hartmut und Detlef, die (wie
bereits im Jahr 2002) den vierten Platz belegten. Dabei war diesmal
auch mehr möglich. Im Halbfinale gegen die “Lieblingsrivalen“
aus Leipzig (Jens Riedel und Thomas Voigt) verbissen sie sich nach
verschlafenem 0:6-Auftakt geradezu ins Match und konnten es bis
zum Schluss ausgeglichen gestalten. Die sich nach gegnerischen Fehlleistungen
urplötzlich auftuende Siegchance vergab Hartmut dann leider
durch drei direkt aufeinanderfolgende Fehlschüsse. Ein wenig
demotiviert verlor man das anschließende Spiel um Platz 3
dann auch noch…
Ergebnisse A-Turnier:
(in Klammern die Vorrundenplatzierung)
Achtelfinale:
Voigt/Riedel (Leipzig, 1) – Müller/Lorenz (Leipzig,
16): 13:11
Senger/Maywald (R’bach/Leipzig, 8) – Šimkova/Klimova
(Karlovy Vary, 9): 13:5
Lohß/Schwede (Chemnitz, 6) – Römer/Acevedo (Chemnitz,
22): 13:4
Šimak/Janek (Karlovy Vary, 4) – Kastner/Lissner (Halle,
13): 10:13
Adrian/Eberhardt (Bibra/Nordhausen, 3) – Koncel/Tham (Karlovy
Vary, 14): 13:6
Büttner/Wienrich (Aschaffenburg/Dresden, 5) – Skala/Müller
(Bibra, 12): 13:9
Hunger/Fischer (Chemnitz, 7) – Puttkammer/Chelfi (Halle, 10):
2:13
Hoffmann/Werner (Bibra, 2) – Koncel/Dellingerova (Karlovy
Vary, 15): 13:4
Viertelfinale:
Voigt/Riedel (Leipzig, 1) – Senger/Maywald (Reichenbach/Leipzig,
8): 13:0
Lohß/Schwede (Chemnitz, 6) - Kastner/Lissner (Halle, 13):
13:7
Adrian/Eberhardt (Bibra/N’hausen, 3) - Büttner/Wienrich
(A’burg/D’den, 5): 13:11
Puttkammer/Chelfi (Halle, 10) - Hoffmann/Werner (Bibra, 2): 11:13
Halbfinale:
Voigt/Riedel (Leipzig, 1) – Lohß/Schwede (Chemnitz,
6): 13:10
Adrian/Eberhardt (Bibra/N’hausen, 3) - Hoffmann/Werner (Bibra,
2): 13:9
Spiel um Platz 3:
Lohß/Schwede (Chemnitz, 6) - Hoffmann/Werner (Bibra, 2):
7:13
Finale:
Voigt/Riedel (Leipzig, 1) - Adrian/Eberhardt (Bibra/N’hausen,
3): 12:13
Spiel um Platz 3, B-Turnier:
Patzschke/Patzschke (Halle) – Schwarz/Deutschmann (Chemnitz):
13:8
Finale B-Turnier:
Lauche/Lötzsch (Dresden) – Börner/Groß (Chemnitz):
13:3
Die Ranglistenplatzierungen:
1.Peter Adrian/Sebastian Eberhardt (Bibra/Nordhausen)
2.Thomas Voigt/Jens Riedel (Leipzig)
3.Mike Hoffmann/Michael Werner (Bibra)
4.Hartmut Lohß/Detlef Schwede (Chemnitz)
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| Großer Preis von Berlin,
177 Doublettes, 94 Triplettes |
| 14.-15.Juli
2007 |
177 Doublettes waren am Samstag am Start, darunter viele aus dem
Ausland, hauptsächlich aus Mallorca und Dänemark. Die
Chemnitzer, für die dieses Turnier schon seit Jahren zum “Pflichtprogramm“
gehört, konnten natürlich auch nicht fehlen. Hinzu kamen
aus dem PVT-Bereich je ein Team aus Jena und aus Leipzig.
Von diesen gelang es den Chemnitzern Hartmut und Detlef als einzigen,
bis ins A-Turnier vorzudringen. In den beiden Qualifikationsrunden
siegten sie souverän zu drei und zu fünf gegen Berlin-Bonner
und rein berlinerische Konkurrenz. Im anschließenden Cadrage
zum A-Turnier waren zum x-ten Male die Gebrüder Leblanc die
Kontrahenten und wie gewohnt unterlagen sie den Chemnitzern glatt.*
Im Sechzehntelfinale traf man dann wieder auf richtige Gegner aus
Fleisch und Blut: David Bahri und Sidali Yettou von der BG Bremen.
Diese legten ein Höllentempo vor und lagen mit hundertprozentiger
Schussausbeute nach drei Aufnahmen 5:0 in Front. Erst danach fanden
die Chemnitzer ins Spiel, verkürzten zunächst auf 2:5,
dann, nach den ersten Fehlschüssen Sidalis, gelang der Ausgleich,
und eine Aufnahme später ging man gar mit 6:5 in Führung.
In dieser Phase spielten die Chemnitzer stark, vergaben aber noch
einige Chancen zu einer höheren Punktausbeute. Dann jedoch
kommt wieder einmal eine “genickbrechende“ Aufnahme:
Es gelingt nicht, die Legkugel Davids zu “entsorgen“,
aber immerhin legt man die restlichen eigenen Kugeln “klug
drumherum“ und glaubt, eine erhöhte Punkteinbuße
damit vermieden zu haben… Irrtum! Dem Gegner gelingt es, mit
geschickten Seiteneffekten noch drei weitere Kugeln zu platzieren…
Auf einmal steht es 6:9, und irgendwie steht man unter Schock,
kann die Konstanz nicht mehr halten. In der letzten Aufnahme wirft
der Gegner die Sau auf 9 Meter 95, und Detlef hat es plötzlich
verlernt, seine Kugeln auf eine solche Distanz zu legen. Ein 9:13-Endstand
ist die logische Folge. Immerhin gegen einen starken Gegner, denn
David und Sidali gelingt es, bis ins Halbfinale vorzudringen, wo
sie dann freilich gegen die mallorquinischen Carreau-Könige
Mesquida und Pérez ohne Chance sind…
An nationalen Boule-Cracks hatten die Semifinals ansonsten nur
noch Malte Berger (Düsseldorf sur place) und Bernd Kauhausen
(1. BCK) zu bieten. Dass auch diese mitunter versagen können,
beweist die folgende beinahe unglaubliche Spielszene: Im Duell gegen
die starken Holländer Jan van den Bos und Erwin Verhaaf führen
sie mit 11:7, nach zwischenzeitlichem 5:7-Rückstand. Bernd,
der soeben als Leger eine Kugel “für vier“ weggeschossen
hat und damit nach insgesamt zwei Schüssen eine hundertprozentige
Trefferquote aufweist, steigt selbstbewusst in den Ring. Er legt
– etwa einen Meter zu weit! Der holländische Leger kann
problemlos kontern. Dann legt wieder Bernd, und – unerklärlicherweise
– wieder einen Meter zu weit! Nun will er mit Macht korrigieren,
begeht aber den typischen Anfängerfehler des “Übersteuerns“
und landet fast zwei Meter in umgekehrter Richtung! Die Kugel liegt
direkt im Weg, ein Hochportée scheint angebracht, eigentlich
für einen deutschen Spitzenspieler (Malte ist 96. der aktuellen
DPV-Rangliste!) kein Problem. Doch Malte macht Fehler beim Abwurf,
die erste Kugel landet direkt neben der dritten Legkugel, die zweite
vom Abwurf aus gesehen sogar noch davor! Erst mit der letzten Kugel
und mit veränderter Wurftechnik macht Malte den Punkt. Aber
natürlich ist jetzt alles zu spät, der Holländer
macht ein Carreau, und die weiteren vier zum Sieg benötigten
Punkte stellen auch keine besonderen Anforderungen mehr dar, simple
Halbportée-Würfe, rechts an der dritten gegnerischen
Legkugel vorbei, reichen zum Einzug ins Finale…
Die Chemnitzer blieben über Nacht in Berlin, denn –
anders als sonst – wollten sie diesmal auch noch am Triplette-Wettbewerb
teilnehmen. Dazu verstärkte sie André Starkloff, ein
Wahl-Dresdener mit berlinerischen Wurzeln.
94 Triplettes sind am Start, aber Team Chemnitz/Dresden trifft
in der ersten Runde ausgerechnet auf den Jenaer Torsten Hubel, der
mit zwei Lübeckern zusammenspielte. Kein einfaches Match, aber
am Ende setzt sich C-DD knapp mit 13:9 durch. In der zweiten Runde
geht es dann gegen die starken Polen Dominik Pilarski und Tomasz
Lipczynski, die Prager “Golden Boule“-Sieger von 2006,
die am Vortag im Doublette bis ins Viertelfinale vorgedrungen waren.
Sie hatten sich mit Anna Ciechanowska verstärkt, einer Juniorin,
die beim international besetzten Triplette “Centrope 2007“
in Wroclaw mit einem Damenteam immerhin auf Platz 12 gelandet war.
Nichtsdestotrotz lag das PVT-Team nach zwei Aufnahmen mit 4:0 in
Führung und profitierte dann von einem unglücklichen Fehlschuss
der Polen, sodass es 5:0 stand. Aber nicht nur das Glück war
dafür verantwortlich, dass die drei Deutschen nach acht Aufnahmen
mit 9:3 in Front lagen. Und das, obwohl Milieu André zumindest
am Anfang mit dem Legboden überhaupt nicht zurecht kam und
seine Kugeln oft “kampflos abwarf“! Später steigerte
er sich, aber nun ließen es Hartmut und Detlef an Konstanz
vermissen. Hartmuts berüchtigte Fehlschuss-Serie kam zum denkbar
ungünstigsten Zeitpunkt, während die Polen taktisch umdachten
und Anna, die ebenso wie André mit dem Legboden ihre liebe
Not hatte, auf Milieu stellten und dadurch verlorenes Terrain zurückgewinnen
konnten. Trotz allem war bei einem ausgeglichenen Stand von 9:9
immer noch alles möglich…
Bis dann ein einziger Wurf wahre Jubelarien bei den Polen auslöste.
Anna, die bis dahin eher durch ihr Outfit als durch ihre Legwürfe
optisch überzeugte, hat die letzte Kugel auf der Hand und entscheidet
sich für einen Schuss. Ein Punkt hat ihr Team bisher “im
Säckel“, das kann zu wenig sein. Der Schuss trifft die
in einer Distanz von etwa neun Metern hinter der Sau auf zwei liegende
Kugel der Chemnitz-Dresdener direkt und bleibt “sur place“
liegen. Insgesamt vier Punkte werden auf dem Polen-Konto verbucht,
das ist der Sieg! Die Deutschen schauen etwas bedröppelt, freuen
sich dann aber doch irgendwie, dass sie diesem gegnerischen Glücksmoment
beiwohnen dürfen…
Aber die Luft ist raus, in der Cadrage zum B-Turnier unterliegt
man an sich schlagbaren Berlinern zu neun und leistet sich dabei
unter anderem den Luxus, viermal in Folge auf sechs Meter daneben
zu schießen. Was soll’s, wer will denn schon zum B-Turnier…
* Für alle Nichteingeweihten: “blanc“ heißt
auf deutsch nicht nur “weiß“, sondern auch “frei“!
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| 2.Spieltag, 2. PVT-Liga,
Leipzig, 4 Teams |
| 24.Juni 2007 |
Am zweiten und letzten Spieltag der 2. Verbandsliga präsentierte
sich Chemnitz gegenüber Spieltag 1 mit nur leicht veränderter
Mannschaftsaufstellung. Matthias durfte auf seiner eigenen Geburtstagsfeier
natürlich nicht fehlen, aber er wurde gleich doppelt ersetzt,
wobei Birgit und Achim jedoch de facto nur einen Mitspieler darstellten,
da jeweils einer der beiden den mitgebrachten Hund bei Laune halten
musste…
Gleich die erste Spielrunde war die entscheidende, zumindest auf
dem Papier, denn es ging gegen Jena, das am Ende des ersten Spieltags
mit nur einer weniger gewonnenen Begegnung Chemnitz dicht auf den
Fersen war. Allerdings hatten die Launen des Personalkarussells
den Universitätsstädtern doch arg zugesetzt, mussten sie
doch diesmal auf Torsten und Franziska verzichten. Immerhin war
dafür der in Halle schmerzlich vermisste Tête-Spezialist
Stephan Lenzner wieder mit von der Partie.
Er allein konnte jedoch die klare 5:13-Tripletteniederlage der
Jenaer gegen stark aufspielende Chemnitzer (wie gehabt: Hartmut,
André und Detlef) nicht verhindern. Das neue Dreamteam, das
bei der LM Triplette erstmals zusammen antrat und sich demnächst
beim Großen Preis von Berlin mit der deutschen und internationalen
Elite messen wird, trat in die Pedalen wie die Feuerwehr und lag
schon nach zwei Aufnahmen mit 7:0 in Front. Jena fing sich dann
zwar ein wenig, kam noch auf 4:7 bzw. 5:8 heran, musste dann aber
der Überlegenheit der Chemnitzer Tribut zollen…
Auch wenn zeitgleich das gemischte Triplette klar unterlag, so
war das doch der Grundstein zum Sieg. Die anschließenden Doublettes
wurden sämtlich gewonnen, wobei die Partie der DM-Teilnehmer
Hartmut und Detlef überraschend noch am umkämpftesten
war (13:10).
Nun war der Aufstieg fast sicher erreicht, und es konnte experimentiert
werden. Gegen Reichenbach holten sich Hartmut und Detlef Birgit
ins Boot, während André mit Petra und Jürgen Triplette
spielte. Und Birgit erteilte den in mehr als zehnjähriger Turniererfahrung
gestählten Ur-Chemnitzern eine unerwartete Lektion: dass man
nämlich auch ohne lange Konzentrationsphase und mit unkonventioneller
Handhaltung beim Abwurf punktgenau legen kann!
Die Triplettes wurden gewonnen, da konnte in den Doublettes getrost
geschwächelt werden. Das gelang insbesondere den jetzt etwas
verunsicherten wirkenden Hartmut und Detlef und sie zogen gegen
Jörn und Thomas mit 10:13 den Kürzeren.
Aber wozu noch hadern – 3:2 ist auch gewonnen und der Aufstieg
perfekt! Da geriet das letzte Match gegen Leipzig II zur puren Spaßveranstaltung.
Eine Niederlage gab es noch: das neuformierte Triplette mit Birgit
hatte etwas an Glanz verloren und unterlag knapp. Nach klarem 8:3-Vorsprung
holte man nur noch zwei weitere Punkte und vergeigte. Was vermutlich
an der geballten Autorität der Schiedsrichterin Diana Hellriegel
lag, die im gegnerischen Team die Marschanweisungen gab…
2.Liga Tabellenstand nach dem 2. Spieltag
(Quelle: Maik Kerner, PVT-Ligabeauftragter)
Platz Mannschaft Begegnung Spiel Kugeln
1. Chemnitz 6:0 23:7 +161
2. Jena/Weimar 3:3 17:13 +80
3. Reichenbach 2:4 14:16 -2
4. Leipzig II 1:5 6:24 -239
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| 11.Pastis-Turnier, Leipzig,
23 Doublettes |
| 23.Juni 2007 |
Die einzigen unentwegten Chemnitzer, die ein vollständiges
Wochenende in Leipzig verbringen und außer der Liga auch noch
das Pastisturnier spielen wollten, hießen wieder einmal Hartmut
und Detlef. Eine Beharrlichkeit, die sich auszahlte: Infolge ihrer
nur sporadischen Erfolge in den letzten Jahren innerhalb der PVT-Bouleszene
ein wenig unterschätzt und über die Schulter angesehen,
konnten sie diesmal einen anerkennenswerten Siegeszug aufs Parkett
legen und am Ende sogar ihre ersten PVT-Ranglistenpunkte einheimsen!
Gründe für eine derart unerwartete Steigerung gab es
einige. Der “Kranich“ hatte nach ausgiebigem Studium
der Spielweise von Deutschlands Pétanque-Elite bei der DM
und in der Bundesliga seine charakteristische und ästhetisch
ausgefeilte “Kranichstellung“ weitgehend aufgegeben
und legte seine Kugeln meist unspektakulär aus der Hocke. Diese
neue Technik führte nicht nur zu größerer Sicherheit
und Zielgenauigkeit der Würfe sondern auch zu einer geringeren
Dichte an Missfallensbekundungen Hartmuts, da ja die von ihm stets
geforderte “zwingende Kugel“ nun immer häufiger
kam. Derart zufriedengestellt schoss es sich nun für ihn umso
leichter, und eine stattliche Anzahl gelungener Schussaktionen rundeten
das positive Bild ab.
Somit ergaben sich vier unangefochtene Siege (Ergebnisse: siehe
unten!). Eine Partie jedoch fiel völlig aus dem Rahmen, und
zeigte wieder einmal, dass die Chemnitzer gegen absolute Spitzenkönner
weitgehend hilflos wirken und die zuvor noch deutlich zu Tage tretenden
Tugenden mit einem Mal verflogen sind wie Schall und Rauch…
In der dritten Runde hieß der Gegner nämlich Michael
Kitsche, der unlängst als Neo-Leipziger auch in der Bundesliga
für Furore gesorgt hat, und sich für das Pastis-Turnier
im Lager der Ex-Vereinsfreunde von Bamboule Halle eine Top-Legerin
zur Partnerin erkoren hatte: Nancy Nebelung. Dabei musste Nancy
– jedenfalls im Spiel gegen Chemnitz – nicht einmal
“top legen“, es reichten auch schon halbwegs verwertbare
“Annäherungen“. Denn alles was besser kam, wurde
von Micha nicht nur einfach “entsorgt“, sondern durch
millimetergenaue “Carreau sur Place-Würfe“ sogleich
in einen Vorteil für die eigene Mannschaft umgewandelt. Dieser
gnadenlose Vorgang ließ den Chemnitzern das Herz recht bald
in die Hose rutschen, Hartmut traf nicht mehr viel und Detlef gelang
es kaum noch, “Nancys Legelung“ zu übertreffen…
Nun schienen alle höheren Ambitionen wieder einmal verlustig
gegangen, aber irgendwie kam “Faktor 2“ ins Spiel (und
damit den Chemnitzern zu Hilfe): das unvorhersehbare und manchmal
undurchschaubare System der Spielabfolgen im Schweizer System. Oder,
frei übersetzt, “statt Legung Losung“! So gelang
es den Chemnitzern, weiteren gefürchteten Spitzenteams (Nordhausen
1, Bamboules Abdel und Christian, Leipzigs Jens und Frank) aus dem
Weg zu gehen und trotzdem einen Podiumsplatz zu belegen! Während
diese sich nämlich gegenseitig schlugen, nutzte Chemnitz ohne
zu zögern die sich bietende Chance…
Ergebnisse der Chemnitzer:
gegen Anke Tischer/Steffen Maywald (Nabouleon): 13:4
gegen Karsten Lissner/Heiko Kastner (Bamboule): 13:8
gegen Nancy Nebelung/Michael Kitsche (Bamboule/Pastis): 1:13
gegen Hartmut Klatt/Jörn Maiwald (Bamboule/Nabouleon): 13:3
gegen Diana Hellriegel/Ivo Maywald (Pastis): 13:2
Endergebnis:
1.Nancy Nebelung/Michael Kitsche (Halle) 5 – 17
2.Peter Mehne/Sebastian Eberhardt (Nordhausen) 4 – 15
3.Hartmut Lohß/Detlef Schwede (Chemnitz) 4 – 14
4.Mike Hoffmann/Michael Werner (Bibra-Zwabitz) 4 – 13
5.Abdel Chelfi/Christian Puttkammer (Halle) 3 – 16 –
72
6.Frank Hellriegel/Jens Riedel (Leipzig) 3 – 16 – 64
7.Bodo Reißig/Bastian Pelz (Halle) 3 – 15 -67
8.Jörn Maiwald/Hartmut Klatt (Reichenbach/Halle) 3 –
15 – 66
9.Diana Hellriegel/Ivo Maywald (Leipzig) 3 – 13
10.Ruth Skala/Frank Haase (Bibra-Zwabitz) 3 – 9 – 64
11.Michael (“DXN“) Lorenz/Thomas Senger (Halle/Reichenbach)
3 – 9 – 56
12.Petra K./Jochen L. (Mainz) 2 – 13 – 67
13.Reinhard V./Matthias Wagner (Nordhausen) 2 – 13 –
56
14.Regina Stehr/Diana Scheffler (Leipzig) 2 – 12 – 60
15.Jana G./Mario Oßwald (Gotha) 2 – 12 – 54
16.Christine Hartwig/Rolf Hartwig (Leipzig) 2 – 11 –
64
17.Anke Tischer/Steffen Maywald (Reichenbach) 2 – 11 –
63
18.Christine Patzschke/Fritz Patzschke (Halle) 2 – 9
19.Edeltraud Lorenz/Anne-Katrin Müller (Leipzig) 1 –
12
20.Karsten Lissner/Heiko Kastner (Halle) 1 – 11
21.Frank … /Martin (“Häufchen“) Hauffe (Gotha/Leipzig)
1 – 8
22.Gabi Dieck/Manfred Dieck (Leipzig) 0 - 10
|
| 1.Spieltag, 2. PVT-Liga,
Halle, 4 Teams |
| 3.Juni 2007 |
Am Tag nach der verpassten DM-Quali war für Chemnitz Liga-Alltag
angesagt – nach dem Abstieg im letzten Jahr allerdings leider
nur die 2. Liga…
Hartmut, Detlef und der von Chemnitz assoziierte “La Boule
Rouge Dresden“-Spieler André waren über Nacht
gleich in Halle geblieben, hinzu kamen am Sonntagmorgen Matthias,
Jürgen und Petra, die für die Mixte-Partien dringend benötigte
einzige Frau der Chemnitzer.
Los ging es gleich gegen Jena/Weimar, den ernsthaftesten Konkurrenten
im Kampf um den Aufstieg. In dieser Spielgemeinschaft war Weimar
allerdings nur durch einen Spieler vertreten (Stephan Laudien),
dafür aber konnten die Frauen das Verhältnis zu den Männern
ausgeglichen gestalten und schickten – ganz im Sinne der neuen
DPV-Richtlinien - gleich drei heiße Eisen ins Rennen: Katrin,
Franziska und Manja.
Letztere trat zusammen mit Torsten und “Schack“ (in
der DPV-Lizenz ist der Name “Christian Schache“ eingetragen!)
gegen die eingespielte Herrenformation vom Vortag an. Dabei kamen
den Jenaern die üblichen Anfangsschwierigkeiten der Chemnitzer
entgegen, und sie konnten auf dem harten und glatten Terrain direkt
am Saaleufer zunächst mit 8:3 in Führung gehen. Erst jetzt
erinnerten sich die Chemnitzer an ihr Vorhaben, durch Besetzung
des Triplette 1 mit den vermeintlich stärksten Spielern nach
der ersten Runde zumindest für einen ausgeglichenen Punktestand
zu sorgen, und sie erhöhten Einsatz und Konzentration. Ein
Viererpack in der nächsten Aufnahme war die Folge. Von diesem
Schlag war Jena anscheinend so sehr getroffen, dass sie in den nachfolgenden
drei Aufnahmen keinen Punkt mehr machten und Chemnitz jeweils zwei
Punkte gestatteten…
Kein Glück für das Triplette Mixte, das mit 7:13 unterlag.
Aber der avisierte 1:1-Zwischenstand war immerhin erreicht…
Im ersten Doublette setzte Jena auf geballte Damenpower und schickte
Katrin und Franziska ins Rennen. Vielleicht hofften sie auf den
beinahe schon legendären “Frauenkomplex“ von Hartmut
und Detlef?
Aber der scheint überwunden, die beiden Ur-Chemnitzer boten
ihre beste Leistung an diesem Tag. Auf dem gleichen harten und schnellen
Boden wie zuvor legten sie ihre Kugeln überwiegend in den Saubereich.
Das hatte zwar auch Franziska des öfteren zu bieten, aber Hartmuts
Schüsse entsorgten deren starke Kugeln fast immer, während
sich Katrin bei ihren Schüssen einige Fehler erlaubte. Somit
ist das klare Ergebnis von 13:1 erklärbar…
Petra und Matthias unterlagen im Doublette Mixte gegen Manja und
Schack, wieder zu 7. Also musste das Doublette 2 das Zünglein
an der Waage spielen…
André und Jürgen hatten noch nie zusammen gespielt,
Jürgen aber durch starke Legleistungen im Abschlusstraining
aufhorchen lassen. Er sieht zwar angeblich auf einem Auge fast nichts
mehr, aber das Kugellegen ist durch einen langjährigen Paris-Aufenthalt
in der Vorwendezeit einfach wie automatisiert. Das mussten auch
die Doublette-Gegner Torsten und Stephan bei ihrer 3:13-Niederlage
anerkennen…
Damit konnte die schwierigste Begegnung siegreich gestaltet werden,
was jetzt folgte war nur noch “Training“. Denn Reichenbach
war ein Spieler wegen einer Autopanne abhanden gekommen, sodass
Triplette und Doublette jeweils dezimiert spielen mussten. Unkonzentriertheiten
bei Leger Detlef hatten zur Folge, dass die Reichenbacher (Thomas
und Steffen, sowie Thomas im Alleingang) wenigsten noch insgesamt
zehn Punkte machen konnten…
Aber diesmal gewann auch das Chemnitzer Triplette Mixte (13:6),
nur das Doublette Mixte ging verloren (8:13). Das Doublette mit
André und Jürgen war schon gar nicht mehr entscheidend,
entledigte sich seiner Aufgabe aber souverän mit 13:5…
Und im abschließenden Duell mit Leipzig 2 gab es dann den
absoluten Rekord, 5 Fannys in Folge für Chemnitz! Leider ohne
eine einzige Kugel geworfen zu haben, denn von Leipzig war wegen
Krankheit niemand am Start…
Die Chemnitzer sind also auf Aufstiegskurs, aber noch nicht am
Ziel aller Wünsche. Erst muss am 2. Spieltag auf dem Pastis-Gelände
in Leipzig noch der Rückkampf gegen Jena/Weimar erfolgreich
gestaltet werden, bevor die Sektkorken (vermutlich) knallen können…
2.Liga Tabellenstand nach dem 1. Spieltag
(Quelle: Maik Kerner, PVT-Ligabeauftragter)
Platz/Mannschaft/Begegnung/Spiel/Kugeln
1. Chemnitz 3:0 12:3 +106
2. Jena 2:1 11:4 +90
3. Reichenbach 1:2 7:8 -1
4. Leipzig 0:3 0:15 -195
|
| Landesmeisterschaft Triplettes,
Halle, 10 Triplettes |
| 2.Juni 2007 |
Wie in jedem Jahr ergab sich auch bei der diesjährigen Triplette-Quali
die spannende Frage, wer sich denn diesmal zu Hartmut und Detlef
hinzugesellen und und mit den beiden ein schlagkräftiges Team
bilden sollte. Im eigenen Verein hielt sich die Bereitschaft in
Grenzen, vielen fehlt die nötige Zeit und der Ehrgeiz, um einmal
die Teilnahme an einer DM anzustreben. Diejenigen, die noch am ehesten
in Frage kamen, konnte man leider getrost abhaken: Gerd, Vereinsmeister
und Chemnitz Open-Finalist 2006, ist zurzeit im Krankenhaus, Dieter
auf Geschäftsreise in den USA, Hubert für dieses Jahr
nach Nürnberg übergesiedelt. Und “Come-on-Peter“
fehlt schon seit längerem unentschuldigt auf den Chemnitzer
Boule-Trainingsplätzen…
Zum Glück wurde in Dresden unlängst ein neuer Pétanque-Verein
gegründet, “La Boule Rouge e.V.“. Hartmut gehört
diesem Verein als assoziiertes Mitglied an und trainiert auch regelmäßig
mit den Dresdnern. Somit lag es natürlich nahe, hier auch den
“dritten Mann“ zu suchen, und die Wahl fiel ohne zu
zögern auf André Starkloff, den Vereinsgründer
und “Macher“ von La Boule Rouge, der als Ur-Berliner
natürlich auch ein starkes Interesse daran hatte, sich für
die DM in Kreuzberg zu qualifizieren…
Die Wahrscheinlichkeit der DM-Teilnahme war jedoch von vornherein
stark eingeschränkt. Erstens war die Konkurrenz diesmal stärker
als bei der Doublette-Quali, denn immerhin hatten sich zehn Triplettes
am Saaleufer eingefunden, und davon waren acht “DM-qualifizierungswillig“.
Und zweitens enthielt die Lostrommel diesmal lediglich zwei DM-Startplätze
für den LV Thüringen…
Hinzu kam eine schlechte mentale Vorbereitung auf das Großereignis.
Hatte man doch tatsächlich vergessen, auf den Terminkalender
zu schauen und war irrtümlich davon ausgegangen, am Samstag
würde Liga gespielt, gewissermaßen zum “Erkunden
des Terrains“ und erst am Sonntag die Quali! Ein Anfängerfehler,
der nach über zehnjähriger Turniererfahrung eigentlich
nicht mehr passieren darf…
So kam es dann, Strafe muss sein, auch gleich knüppeldick.
In der ersten Runde trifft man gleich auf die Favoriten aus Nordhausen/Bibra
(Peter Mehne, Sebastian Eberhardt, Peter Adrian) und wird kalt erwischt:
1:6 nach vier Aufnahmen, zwischendurch kämpft man sich zwar
mühsam noch bis zum 6:6 heran, ist dann aber mit dem Latein
vollends am Ende. Noch zwei Aufnahmen und eine bittere Auftaktniederlage
ist perfekt…
Was natürlich die Qualifizierungsaussichten gleich nachhaltig
unterminierte und sich auch fatal auf die Moral auswirkte. Zudem
traf man in der zweiten Runde auf einen nahezu perfekt aufspielenden
Maik Kerner, der seine Bamboule-Kameraden Axel und Jojo mitreißen
konnte und am Ende die Aufgabe, zwei gegnerische Kugeln “für
Schluss“ wegzuräumen, souverän löste…
Nun also ein 5:13, es konnte kaum noch schlechter werden. Aber
wenigstens war der Qualifizierungsdruck verschwunden, man spielte
nur noch “für die Ehre“. Und so konnte man die
“Lieblingsgegner“ Ruth und Ingo aus Bibra (hinzu kam
der ebenfalls stets gern gesehene Helmut aus Leipzig!) dann knapp
mit 13:11 in die Schranken weisen…
Ein weiterer Anreiz waren die Gegner in der nächsten Runde,
Katrin, Torsten und Stephan aus Jena/Weimar, da konnte man wenigstens
schon einmal den Liga-Ernstfall simulieren…
Aber wieder ging es fatal los, 0:7 bereits nach drei Aufnahmen.
Da fielen bereits die ersten verzagten Blicke auf die vorbeifließende
Saale, gerne hätte man sich den Fluten anvertraut und wäre
auf Nimmerwiedersehen dem Ort des Geschehens entschwunden!
Stattdessen ging endlich ein Ruck durch die Mannschaft. Man punktete
erst doppelt, dann vierfach, zog vorbei und dann bis auf 11:7 davon!
Fast hätte man dem Gegner eine “technische Fanny“
verpasst! Aber der kann sich retten, macht noch zwei Punkte und
ist am Ende dann richtig heiß auf eine mögliche Revanche
am Liga-Sonntag… (Fortsetzung folgt!)
Und abschließend gab es sogar noch einen weiteren Sieg für
Chemnitz/Dresden. Der allerdings wurde begünstigt durch die
Tatsache, dass Bamboule-Star Gundolf Henschel von einer Migräne-Attacke
erwischt wurde und seinen Platz kampflos räumen musste. Zum
Glück fand man aber einen zufällig herumstehenden Hobby-Bouler
namens Jan, und der durfte – natürlich mit dem großmütigen
Einverständnis der Chemnitz/Dresdener – den Vakanzplatz
einnehmen. Die Niederlage Bamboules hielt sich somit in Grenzen:
“nur“ 2:13…
Damit insgesamt noch ein versöhnlicher Abschluss für
Hartmut, Detlef und André, auch ohne DM-Qualifikation. Im
nächsten Jahr wird man dann sicher wieder einen neuen Anlauf
unternehmen…
Endergebnis:
1.Peter Mehne/Sebastian Eberhardt/Peter Adrian
(Nordhausen/Nordhausen/Bibra) 5 – 15
2.Michael Kitsche/Hartmut Klatt/Thomas Voigt
(Leipzig/Leipzig/Leipzig) 4 - 13
3.Heiko Kastner/Karsten Lissner/Dieter Kropp
(Halle/Halle/Halle) 3 – 14
4.Mike Hoffmann/Michael Werner/Andrey Kriwoscheew
(Bibra/Bibra/Bibra) 3 – 13
5.Diana Scheffler/Ivo Maywald/Frank Hellriegel
(Leipzig/Leipzig/Leipzig) 3 – 10
6.Hartmut Lohß/Detlef Schwede/André Starkloff
(Chemnitz/Chemnitz/Dresden) 3 – 9
7.Johannes Laurig/Axel Schebitz/Maik Kerner
(Halle/Halle/Halle) 2 - 11
8.Ruth Skala/Ingo Wonsack/Helmut Szyszka
(Bibra/Bibra/Leipzig) 1 – 14
9.Kristina Spannaus/Bodo Reißig/Gundolf Henschel
(Halle/Halle/Halle) 1 – 11
10.Katrin Pfeiffer/Torsten Hubel/Stephan Laudien
(Jena/Jena/Weimar) 0 - 12
(Die Teilnehmer an der DM in Berlin sind fettgedruckt.)
|
| Deutsche Meisterschaft Doublettes,
Saarwellingen, 128 Doublettes |
| 19./20.Mai
2007 |
Plötzlich war aus den “Lieblingschemnitzern“ “Thüringen
1“ geworden, und man hatte nun statt den eigenen Verein den
Landesverband zu vertreten, und das als vermeintlich “stärkstes
Team“…
Aber man stellte sich entschlossen der Herausforderung, begab sich
als erster der insgesamt drei PVT-Vertreter auf die Reise nach Saarwellingen
und konnte sich so bereits am Freitagabend über den Zustand
der Plätze informieren. Da auf den Hauptplätzen bereits
intensiv trainiert wurde, begaben sie sich auf einen der Außenschauplätze,
eine von Grasnarben bedeckte Stadionlaufbahn, deren äußerst
elastischer Boden für den Leger eine ausgefeilte Dreiviertel-
bis Hochportéetechnik sowie Eisenschüsse für den
Tireur erforderlich machte.
Erstaunlicherweise kamen die Chemnitzer mit diesen ungewöhnlichen
Bodenverhältnissen nach kurzer Eingewohnungsphase relativ gut
zurecht und dominierten anschließend in einem Probematch eine
Berliner Juniorenformation klar. In einem weiteren “Funspiel“
wurde dann NRW 24 kalt erwischt. Die Düsseldorfer verfluchten
den “einer DM unwürdigen Boden“, und ehe sie sich
versahen war aus “Fun“ “Fanny“ geworden.
Das Revanchespiel verloren die Chemnitzer dann gegen besser eingestellte
Gegner zwar knapp, aber immerhin hatten sie etwas Selbstvertrauen
getankt und das Gefühl gewonnen, zumindest mit einigen der
Elitespielern wenigstens ansatzweise mithalten zu können.
Aber als es dann am nächsten Tag ernst wurde, wurde “Thüringen
1“ auf ein relativ “normales“ (also “DM-würdiges“)
Terrain gelost und gleich war der Respekt vor dieser Großveranstaltung
wiederhergestellt. Gegen Baden Württemberg 36 (Sabbir Akbaraly
und Ismet Adrovic von La Fanny Joyeuse Tübingen) klappte am
Anfang recht wenig, und nach vier Aufnahmen lag man bereits mit
0:8 hinten. Verantwortlich hierfür war La Fanny-Schießer
Sabbir, der bis zu diesem Zeitpunkt hundertprozentig traf. Dann
erst kamen die ersten Fehlschüsse, auch Leger Ismet begann
zu schwächeln. Und so war diesmal Nomen eben nicht Omen: den
Chemnitzern gelang es eindrucksvoll, die Fanny zu vermieden, und
man unterlag “nur“ mit 6:13.
Was natürlich trotzdem nicht gerade Freudenfontänen auslöste.
Aber im nächsten Spiel kam dann die unerwartete Steigerung:
gegen Rheinland-Pfalz 5 (Klos/Straßer vom TV Waldmohr) lag
man zwar auch schnell mit 0:5 hinten, kämpfte sich dann aber
über 1:5, 3:5 und 4:6 heran und konnte anschließend zum
6:6 ausgleichen. Ausschlaggebend für die Steigerung war sicherlich
die Tatsache, dass die eine Längsseite des Spielfeldes durchaus
“ungewöhnlich“ zu nennen war. Sie bestand nämlich
aus einem breiten Grasstreifen, in dem die Hochportéewürfe
förmlich steckenblieben. Hier hatte der gegnerische Leger (der
Junior Daniel Klos, der sich mit dem erfahrenen Boulerecken Berthold
Straßer zu einem Team zusammengefunden hatte) so seine Probleme,
und ehe man sich versah, hatten die erfahrenen Chemnitzer diese
Situation für sich ausgenutzt und gingen zunächst mit
9:6 in Führung, und drei Aufnahmen später stand es dann
sogar 12:8…
Langsam macht es keinen Spaß mehr, über die Chemnitzer
Begegnungen zu berichten, denn stets passiert das Gleiche: Der Gegner
ist kugellos, Chemnitz hat aber noch drei Spielgeräte auf der
Hand. Das Cochonnet liegt zwar zehn Meter entfernt, aber es gibt
ungefähr 30 cm Platz zum Legen. Hartmut legt zweimal –
vergeblich. Die letzte Kugel von Detlef scheint zu kommen, freudetrunken
setzt er bereits an zum Jubelschrei. Dann aber macht die Kugel mit
letzter Anstrengung noch eine halbe Umdrehung und schießt
um eine Fingerbreite über das Ziel hinaus. Vorbei…
Vorbei, denn die üblichen Spielregeln der Psychologie setzen
nun unerbittlich ein. Infolge des eigenen Versagens wird der Gegner
gestärkt und bekommt wieder Oberwasser. Man selbst traut sich
nichts mehr zu. Noch zwei Aufnahmen, und das “Lieblingsergebnis“
der Chemnitzer ist wieder einmal erreicht…
“Thüringen 2“ (Heiko Kastner und Karsten Lissner)
und “Thüringen 3“ (Maik Kerner und Dieter Kropp,
alle vier von Bamboule Halle) schieden ebenfalls in der ersten Poule-Runde
ohne Barragespiel aus. Und somit konnten die Chemnitzer am nächsten
Tag wenigstens die Heimreise in dem Bewusstsein antreten, den Titel
“Thüringen 1“ bei dieser DM nicht verloren zu haben…
Erst aber ging es ins B-Turnier, wo man mit Hilfe eines Freiloses
sogar eine Runde überstehen konnte. Dann war der Gegner Hessen
9 (Heiko Diehl und Stefan Bonifer aus Dieburg), und der kaufte den
Chemnitzern durch überragende Legleistungen gleich zu Beginn
den Schneid ab. Es ergab sich ein unangefochtenes 6:13, und für
dieses Jahr war der DM-Auftritt der Chemnitzer beendet.
Über den weiteren Verlauf der DM könnt ihr euch auf http://www.petanque-dpv.de/
ausgiebig informieren.
Link zu einem Videoclip mit Impressionen von einem der Spitzenmatches:
http://www.youtube.com/watch?v=UvPnqcv2BDI
|
| Landesmeisterschaft Doublettes,
Reichenbach/Oberlausitz, 8 Doublettes |
| 6.Mai 2007 |
Da auch am Tag nach dem Via-Regia-Cup die meisten heimischen Boule-Cracks
an allen nur vorstellbaren Orten des PVT-Verbreitungsgebietes anzutreffen
waren, nur nicht auf dem Terrain der Thüringer Landesmeisterschaft
in Reichenbach, hatte das “Traditionsteam“ der Chemnitzer
die historische Chance, sich zum zweiten Mal in Folge für eine
Doublette-DM zu qualifizieren. Es musste dazu sage und schreibe
zwei Mannschaften hinter sich lassen, denn drei der acht Teilnehmerteams
hatten von vornherein ihr Desinteresse an einer Fahrt nach Saarwellingen
erklärt.
Zu den DM-Verweigerern gehörten auch leistungsstarke Doublettes
wie die Ex-Bambouler Michael Kitsche und Hartmut Klatt. Sie wurden
den Chemnitzern bereits in der ersten Runde zugelost und erwiesen
sich wieder einmal als eine zu hohe Hürde. Immerhin hatte sich
aber Detlef endlich besser auf den Boden eingestellt und eine passendere
Legtechnik mit höheren Portées gewählt und einigermaßen
erfolgreich auch angewendet, sodass sich die Niederlage mit 6:13
(nach 4:0 und 6:1-Führung!) in erträglichen Grenzen hielt.
In der nächsten Runde dann das “Schlüsselmatch“
für die Chemnitzer. Wieder ging es gegen Anke Tischer und Steffen
Maywald. Und wieder wurden einige Aufnahmen vollständig “vergeigt“:
0:3 stand es gleich am Anfang, dann ließ man beim Stand von
7:5 einen Viererpack zu, und es stand plötzlich 7:9...
Von einer weiteren Niederlage hätte man sich wohl nicht mehr
erholt. Und in der nächsten Aufnahme kam es sogar noch schlimmer:
Statt eines möglichen “Sixpacks“, das den sofortigen
Sieg bedeutet hätte, verschaffte man dem Gegner durch einen
unglücklichen “Sauzug“ einen weiteren Punkt, zum
7:10…
Dann doch noch das Aufbäumen, man wollte eben unbedingt nach
Saarwellingen. Erst 8:10, dann 9:10, und dann gleich noch unerklärliche
Legschwächen der Lokalmatadoren ausgenutzt und einen Viererpack
gemacht. Zunächst mal ist Aufatmen angesagt…
Nun war der Grundstein gelegt. In der nächsten Runde gegen
Bodo Reißig und Michael Lorenz aus Halle wurde die Leistung
konsolidiert, und man setzte sich knapp aber verdient durch. Wieder
lautete das Ergebnis 13:10…
Weitere Bamboule-Spieler folgten: Karsten Lissner und Heiko Kastner.
Diese hatten in der vorhergehenden Runde für ein Husarenstück
gesorgt und die favorisierten, aber in diesem Spiel zunächst
nachlässig, dann unglücklich agierenden Nordhäuser
(immerhin die Via-Regia-Cup-Gewinner vom Vortag!) klar mit 13:2
vom Platz gefegt und sie damit gleichzeitig ihrer Qualifikationschance
beraubt.
Aber vielleicht ließen Karsten und Heiko im Hochgefühl
des unerwarteten Sieges nun unbewusst die Zügel etwas schleifen.
Hinzu kamen zwei plötzliche Handy-Anrufe für Heiko, die
offensichtlich die Konzentration beider Spieler kurzzeitig beeinträchtigten.
Diese kleinen Schwächemomente nutzten die erfahrenen Chemnitzer
aus und stachen erbarmungslos in die sich auftuenden Wunden des
Gegners. Dabei war die Partie lange Zeit eng: Von 3:0 ging es über
3:6 auf einen fast schon vorentscheidenden Stand von 4:8. Aber man
“biss“ jetzt, benötigte zwar noch sieben weitere
Aufnahmen, hatte aber am Ende wieder das Standardergebnis eingefahren:
13:10…
Damit hätte man sich gegen Dieter Kropp und Maik Kerner auch
eine Niederlage erlauben können und wäre trotzdem ins
Saarland gefahren. Doch das wusste man während der Spielrunde
noch nicht so genau und leistete daher entschlossen Widerstand.
Es blieb lange Zeit knapp, am Ende aber hatten die Chemnitzer wieder
die Nase vorn: 13:11 diesmal…
Somit ist das Unglaubliche möglich geworden. Nicht nur dürfen
sich Hartmut und Detlef jetzt “Vizelandesmeister“ nennen.
Nein, sie vertreten zudem auch noch den PVT bei der DM. Und das
sogar als “Thüringen 1“…
Endergebnis:
1.Michael Kitsche/Hartmut Klatt (Leipziger PC “Pastis“)
4 - 15
2.Hartmut Lohß/Detlef Schwede (1. Chemnitzer PC)
4 – 12
3.Heiko Kastner/Karsten Lissner (Bamboule Halle)
3 – 14
4.Dieter Kropp/Maik Kerner (Bamboule Halle) 3 –
12
5.Peter Mehne/Sebastian Eberhardt (Nebenbouler Nordhausen) 3 –
11
6.Bodo Reißig/Michael Lorenz (Bamboule Halle) 2 – 12
7.Ivo Maywald/Thomas Senger (Nabouleon Reichenbach) 1 – 11
8.Anke Tischer/Steffen Maywald (Nabouleon Reichenbach) 0 - 13
(Die Teilnehmer an der DM in Saarwellingen sind fettgedruckt.)
|
| 5.Via-Regia-Cup, Reichenbach/Oberlausitz,
12 Doublettes |
| 5.Mai 2007 |
Reichenbach lud ein zu einem langen Boule-Wochenende, aber aus
Chemnitz waren es wieder einmal nur die beiden Unentwegten, die
bereit waren, sich auf den langen Weg bis kurz vor die polnische
Grenze zu begeben. Damit zählten sie zu den Ausnahmeerscheinungen
in unserem Verband, denn insgesamt scheint hier das Interesse am
Boule-Sport Region eher nachzulassen als zuzunehmen. Es überraschte
somit nicht wirklich, dass auch der Via-Regia-Cup von massivem Teilnehmerschwund
betroffen war: von 21 Doublettes im Vorjahr ging es dramatisch runter
bis auf 12. Dabei hatte der Veranstalter wieder einmal für
ein überragendes Kultur-Rahmenprogramm gesorgt, inclusive Nachtführung
durch die faszinierende Görlitzer Altstadt. Aber ausschlaggebend
für die Nichtteilnahme vieler erfahrener PVT-Boulerecken wird
wohl – neben den gängigen beruflichen oder privaten Unabkömmlichkeiten
einiger oder dem beliebten Argument des weiten Anfahrtsweges –
die Tatsache gewesen sein, dass am nächsten Tag “nur“
noch die Doublette-Quali anstand, zu der die Teilnahme niemandem
zwingend vorgeschrieben ist, und nicht, wie im Vorjahr, ein Liga-Spieltag,
zu dem die besten PVT-Boulespieler anreisen “mussten“…
Aber wirklichen “Hardcore-Boulisten“ ist kein Weg zu
weit und kein zeitlicher oder finanzieller Aufwand zu gr0ß,
um ihre Spielkünste mit Gleichgesinnten anderer Vereine zu
messen. Und so trafen unsere reisewilligen Chemnitzer immerhin noch
auf Gegner aus Nordhausen, Halle, Leipzig und dem gastgebenden Reichenbach.
Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl wurde der Spielmodus leicht
abgeändert und zugunsten einer K.O.-Runde der besten vier auf
eine der fünf vorgesehenen Schweizer Runden verzichtet. Auftaktgegner
der Chemnitzer waren Heiko Kastner und Carsten Lissner aus Halle,
und obwohl Detlef mit dem anspruchsvollen Legboden seine liebe Mühe
hatte, gewann man dank einiger tödlicher Carreau-Schüsse
Hartmuts letztlich unangefochten mit 13:9.
In der zweiten Runde ging es gegen lokale Konkurrenz (Anke Tischer
und Steffen Maywald), aber der Boden war unterdessen natürlich
nicht einfacher geworden. Insbesondere eine durch Sand aufgefüllte
Rille inmitten einer durchweg harten Umgebung bereitete Probleme:
lag das Donnée innerhalb dieser Rille, konnte es passieren,
dass die Kugel dort regelrecht versackte, spielte man über
die Rille hinaus, passierte oft das Gegenteil und die Kugel wurde
zu schnell. Detlef hatte immer noch kein rechtes Rezept für
diesen Boden gefunden und stellte die Geduld von “El Presidente“
auf eine harte Probe. Es kam, wie es kommen musste: immer mehr laute
Missfallensbekundungen mischten sich unter die anfänglichen
Aufmunterungsversuche, sodass der Kranich zunehmend verunsichert
wurde und am Ende gar nicht mehr wusste, wie er spielen sollte.
In gleichem Maße wuchs das Selbstvertrauen des Gegners, denn
Legerin Anke hatte das probate Mittel für dieses Terrain gefunden.
Da konnten auch Hartmuts weitgehend erfolgreichen Schüsse nichts
mehr bewirken, und man verlor das Match mit 6:13.
Es gab dann zwar noch einen Sieg (13:8 gegen Maik Kerner und Dieter
Kropp aus Halle), aber für das Halbfinale kamen die Chemnitzer
schon nicht mehr in Frage, zumal in der letzten Runde die Turnierfavoriten
Michael Kitsche und Hartmut Klatt auf sie warteten. Hier konnte
man in den ersten Aufnahmen noch dagegenhalten, dann setzte dich
die Klasse der Neo-Leipziger unbarmherzig durch, und eine verdiente
3:13-Klatsche war die Folge…
Das Halbfinale erlebten die Chemnitzer also nur noch als interessierte
Zuschauer und hier sahen sie, dass gegen Micha und Hartmut eben
doch ein Kraut gewachsen ist. Die erfolgreichen “Gartenbauer“
kamen aus Nordhausen und setzten sich im anschließenden Finale
auch gegen Leipzig-Stadtmeister Abdel Chelfi und seinen Partner
Christian Puttkammer deutlich durch.
Ein ausführlicher Spielbericht zum Finale findet sich auf
http://petanqueverband-thueringen.de/pvt/index.html (News vom 8.
Mai 2007). Wer zusätzlich auf visuelle Reize Wert legt, dem
sei ein viereinhalbminütiger Video-Zusammenschnitt empfohlen,
auf dem auch die originellen Preise bewundert werden können:
http://www.youtube.com/watch?v=R-xjZl7W1Gg
Für die Gestaltung der Siegestrophäen hatten sich die
Reichenbacher nämlich wieder etwas Besonderes einfallen lassen:
Spiegel mit den Inschriften „So sehen 1. (2., 3.) Sieger aus!“.
Ob die Sieger von heute dort aber auch nach der morgigen DM-Quali
noch hineinschauen mögen? Fortsetzung folgt…
Die besten vier Doublettes:
Sieger: Peter Mehne/Sebastian Eberhardt (Nebenbouler Nordhausen)
Finalisten: Abdel Chelfi/Christian Puttkammer (Bamboule Halle)
Dritter Platz: Michael Kitsche/Hartmut Klatt (Leipziger PC “Pastis“)
Vierter Platz: Diana Hellriegel/Ivo Maywald (Leipziger PC “Pastis“)
|
| Turniere in Orech/CZ: 11.Prvomájové
koule Barona Prášil (80 Doublettes), O Cop Barona Prášila
(24 Doublettes), Prístavní turnaj piráta morgana
(20 Doublettes) |
| 28./29.April
2007 |
Zum achten Mal in Folge vertraten Hartmut und Detlef die Chemnitzer
Farben bei den Orecher Turniertagen, aber zum ersten Mal war es
ihnen vergönnt, in Vladimir Glasers Pension zu übernachten,
direkt neben dem Boulodrom. Mitgekommen waren die Hallenser Gundolf,
Bodo, Kristina und Jojo, letzterer der einzige Orech-Neuling. Nicht
dabei sein konnten diesmal die Boulefreunde aus Leipzig, die in
diesem Jahr in der neugegründeten Pétanque-Bundesliga
vertreten sind und zum ersten Spieltag nach Hannover reisen mussten.
Leider konnte man den ersten Turniertag aufgrund mangelhafter logistischer
Vorbereitung komplett abhaken. Kristina und Jojo würden erst
zu später Stunde eintreffen, soviel war klar. Aber die anderen
vier hatten sich rechtzeitig um 15.30 Uhr in Dresden auf den Weg
gemacht, mit dem Ziel, die Prager Trabantenstadt bis spätestens
zum Einschreibschluss des “Kleinen Bierturniers“ um
18 Uhr zu erreichen. Dabei hatte man diesmal eine neue Fahrtroute
ausgewählt, um von der Erweiterung der Autobahnverbindung Dresden-Prag
zu profitieren. Auf dem Weg geriet man jedoch immer wieder in Staus,
insbesondere in Prag selbst, und hatte zudem Probleme, die zuvor
eilig von Google heruntergeladene Karte korrekt zu interpretieren.
Schließlich musste man gar mit Schrecken feststellen, dass
man sich bereits wieder um vierzig Kilometer von der tschechischen
Metropole entfernt hatte! Die Ankunft in Orech erfolgte dementsprechend
erst um 19.30 Uhr, und zu dem Zeitpunkt war das Turnier wie nicht
anders zu erwarten bereits in seine zweite Phase getreten und an
eine Teilnahme nicht mehr zu denken. Man beschränkte sich notgedrungen
auf einige “Fun-Spiele“ nach dem Modus “jeder
gegen jeden“…
Am nächsten Tag fehlte es zwar nicht an Sonne und für
die Jahreszeit ungewöhnlich hohen Temperaturen, dafür
aber an der für ein solch herausragendes Turnierereignis erforderlichen
Tagesform. Somit fand die Hauptrunde der mit 79 Doublettes besetzten
11. Ausgabe des “Prvomájové koule Barona Prášila“
diesmal komplett ohne PVT-Teams statt. Gundolf und Jojo verloren
dabei ihre ersten beiden Poule-Spiele, die anderen machten es etwas
spannender, wobei Hartmut und Detlef sich nach klarem Auftaktsieg
gegen Karlovy Vary anschließend gegen eine ausgezeichnete
Besetzung aus Schweden nach 0:10-Rückstand noch herankämpften
und nur knapp mit 12:13 unterlagen. Dabei hatte man sich aber wohl
zu sehr verausgabt, denn in der Barrage ging man gegen den selben
Gegner aus Karlovy Vary jetzt sang und klanglos unter…
Im Trostturnier “O Cop Barona Prášila“
gab es zum Auftakt zwar einen klaren 13:2-Erfolg gegen die Prager
Schwestern Petra und Margita Malá, in der nächsten Runde
dann aber einen alten Angstgegner als Kontrahenten: die Lapihuska-Zwillinge
von HEJ RUP Roudnice, gegen die man erst einmal gewonnen, aber schon
drei empfindliche Niederlagen kassiert hatte, zwei davon beim “Tlusta
Berta“, die letzte beim Golden Boule 2005, als die Zwillinge
durch ihren Vater verstärkt wurden. Und auch jetzt liefen die
Kugeln “komisch“, die Lapihuska-Schüsse kamen zu
Beginn fast zu 100 Prozent, hinzu kamen einige geglückte “Sauzieh-Aktionen“.
Erst bei 0:11 drehte sich das Blatt, Chemnitz kämpfte sich
heran, um im Endspurt doch mit 11:13 zu unterliegen. Da war dann
allen Durchhalteparolen zum Trotz doch die Luft raus und selbst
gegen die “Wüstenbouler“ vom SK SAHARA Vedomice,
Katerina Hocková und Luboš Hrabánek, in der tschechischen
Rangliste ganz unten auf den Plätzen 247 und 402 zu finden,
hatte man keine Siegchance mehr: 6:13…
Den Boulefreunden aus Halle erging es nicht wesentlich besser,
und so hatte man
wenigstens ausgiebig Gelegenheit, sich am Abend von der tschechischen
Gastronomie verwöhnen zu lassen…
Das muss Wunder gewirkt haben, denn beim “Pirat Morgan-Turnier“
am nächsten Morgen fand die PVT-Flotte endlich den Weg zurück
in erfolgreiche Fahrwasser. Es ging wieder über drei Schweizer
Runden, danach waren Halbfinale für die besten vier sowie Platzierungsrunden
für alle anderen vorgesehen. Gundolf und Bodo scheiterten mit
2:1 Siegen knapp und lagen nur auf Platz 5, während Kristina
und Jojo sowie Hartmut und Detlef sich mit jeweils drei Siegen für
das Halbfinale qualifizierten, letztere sogar mit dem besten Punktverhältnis.
Für die besten drei gab es attraktive Preise zu gewinnen,
nämlich auf Wandtafeln angebrachte Piraten-Modellschiffe. Hartmut
und Detlef verfügten in ihrer Pokalsammlung zwar schon über
allerlei Kurioses, wie etwa über durchgesägte Baumstämme
mit Boulekugel-Dekorierung oder original Baron Münchhausen-Zöpfe,
aber ein derartiges Kleinod fehlte ihnen noch.
Den dazu erforderlichen einen Sieg hätte man um ein Haar schon
in der Halbfinalbegegnung erreicht. Hier traf man auf große
Kaliber: Milan Hašek und Romana Vokrouhlíková,
die Nummern drei und zehn der tschechischen Rangliste. Doch gleich
zu Beginn fehlte es an Konzentration, und obwohl man auf dem selben
Platz spielte, auf dem man zuvor die Gegner klar dominiert hatte,
klappte plötzlich nichts mehr und man lag nach der ersten Aufnahme
bereits mit 0:5 hinten.
Doch dann dachte man wieder an das Piratenschiff, riss sich zusammen
und steigerte sich zu einer großen Leistung. Die nächsten
fünf Aufnahmen wurden gewonnen, der Spielstand entwickelte
sich über 3:5, 6:5, 8:5, 11:5 zu einem vorentscheidenden 12:5.
In der letzten Aufnahme hatte Detlef zudem sogar zwei Legkugeln
in der Hand, mit der er den Sack hätte zubinden können…
Die hätte er mal besser genutzt. In der übernächsten
Aufnahme, nachdem Milan und Romana auf 6:12 verkürzt hatten,
breitete sich dann urplötzlich wieder der alte Bazillus aus
und führte zu kollektivem Versagen. Milan und Romana belegten
die sich um das Cochonnet auftuenden leeren Flächen problemlos
mit ihren Kugeln und glichen zum 12:12 aus…
Und doch war das Spiel noch nicht vollständig verloren. In
der allerletzten Aufnahme gelang es dem tschechischen Paar erst
mit der letzten Kugel, den Chemnitzer Vorteil zu beseitigen. Und
Hartmut hatte noch zwei Schusskugeln…
Doch er berührte die gegnerische Kugel nur unwesentlich, legte
sie seitlich neben das Cochonnet. Immerhin hatte Detlef, der die
allerletzte Kugel in der Hand hatte, jetzt einen freien Schuss…
Er konzentriert sich aufs Äußerste, schließlich
geht es um das Piratenschiff. Die Kugel schwirrt durch die Luft
und setzt neben dem Zielpunkt auf. Zwischen dem Cochonnet und der
gegnerischen Kugel geht sie hindurch, den tschechischen Spitzenspielern
fallen ganze Steinladungen vom Herzen…
Auch Kristina und Jojo verlieren ihr Halbfinale, etwas eindeutiger,
gegen tschechische Konkurrenz. Es folgt das Spiel um Platz 3, und
eine Sache ist immerhin sicher: je ein Piratenschiff geht zum PVT.
Nach wechselvollem Verlauf haben die Hallenser am Ende die Nase
mit 13:10 vorn und können die ersehnte Trophäe aus den
Händen von Turnierleiter Vladimir Glaser in Empfang nehmen…
Links zu den Ergebnissen:
http://petanque.cstv.cz/tur_2007/tur_7015.html (11. Barona Prášila)
http://petanque.cstv.cz/tur_2007/tur_7016.html (O Cop Barona Prášila)
http://petanque.cstv.cz/tur_2007/tur_7018.html (Prístavní
turnaj Piráta Morgana)
Videolink zum Piratenschiff: http://www.youtube.com/watch?v=TLpX4A5GMbM
|
| 7. Stadtmeisterschaft, Leipzig,
23 Doublettes |
| 21.April
2007 |
Statt wechselhaftem Aprilwetter wie noch im letzten Jahr gab es
in der Pastis-Arena diesmal herrlichen Sonnenschein bei allerdings
noch etwas kühlen Temperaturen. Dennoch hatte sich die Teilnehmerzahl
mit 23 gegenüber 2006 um ein Doublette verringert. Das lag
einerseits daran, dass die “Stars“ von außerhalb
durch Abwesenheit glänzten und somit die Veranstaltung zur
PVT-internen Angelegenheit degradierten. Zum andern fehlten aber
auch einige der Spitzenspieler aus unseren Breiten, wenn auch begründet
infolge beruflicher Verpflichtungen. Für Chemnitz waren wie
gehabt Hartmut und Detlef am Start, hinzu kam Dieter, der für
Chemnitz Liga spielt, aber zugleich auch Mitglied des neugegründeten
Vereins La Boule Rouge Dresden ist und dort regelmäßig
trainiert. Er spielte zusammen mit seinem dortigen Vereinskameraden
André Starkloff.
Zu den Favoriten zählten natürlich die Vorjahressieger
und Lokalmatadoren Jens und Thomas. Ärgste Konkurrenten sollten
laut Prognose die für die Bundesligamannschaft des PC Pastis
neuverpflichteten Ex-Bamboule-Größen Micha und Hartmut
(Klatt) sein.
Doch der Turnierverlauf folgte einer eigentümlichen Dramaturgie.
Zunächst sorgte die Auslosung für den ersten Knaller,
nämlich für das Aufeinandertreffen der oben genannten
Favoriten gleich im ersten Poule-Match. Hier gewannen Micha und
Hartmut, was Jens und Thomas aber relativ unaufgeregt zur Kenntnis
nehmen konnten, folgten doch als nächste Konkurrenten die sogenannten
“Lieblings-Chemnitzer“ (Hartmut und Detlef), gegen die
man in diesem Jahrtausend noch keine einzige Pflichtbegegnung verloren
hatte…
Und diese waren zudem nach einer kassierten Fanny gegen die Bibraer
Uwe und Andrey im Auftaktmatch extrem verunsichert und eigentlich
schon “auf B programmiert“…
7:1 und 9:4 lauteten bald die Spielstände, alles verlief für
die Pastis-Riesen wie gehabt nach Plan. Aber dann kippte plötzlich
das Spiel: Jens’ Schüsse trafen einige Male unglücklich
und verschlechterten eher die Situation statt sie zu verbessern.
Thomas, der zu Beginn gut vorgelegt hatte, fehlte es mit einem Mal
an Konstanz. In gleichem Maße steigerte sich der “Kranich“
und legte mehrmals die von Hartmut geforderte “perfekte erste
Kugel“. Dessen gelungene Schüsse rundeten das veränderte
Bild noch zusätzlich ab. So geschah das Unglaubliche: Die Chemnitzer
machten neun Punkte in Folge und stießen die für unschlagbar
gehaltenen Gegner in die Tiefen des B-Turniers…
Dieser unerwartete Erfolg verlieh Flügel, und so gelang in
der Barrage die Revanche gegen Uwe und Müller. Immer noch war
es aber ein hartes Match und bedurfte am Ende eines überragenden
Hochportées von Detlef über mehr als zehn Meter, um
mit der letzten Kugel den Sieg einzufahren: 13:10.
Die Chemnitzer konnten ihr hohes Spielniveau auch noch über
eine weitere Runde retten und besiegten die Gothaer Matthias und
Jörg in der Cadrage mit 13:8. Anschließend ging es ohne
Pause sofort weiter, Viertelfinale gegen Abdel und Heiko aus Halle…
Hier erfolgte dann wieder einmal der fast schon obligatorische
Einbruch. Insbesonders legtechnisch ging wenig, wahrscheinlich leidet
der “Kranich“ an Konditionsproblemen und kann sich über
mehrere unmittelbar hintereinander gespielte Matches nicht konstant
konzentrieren. Vielleicht lag es aber auch an der Sonne, die unerbittlich
auf die Spieler herabbrannte…
Jedenfalls gab es wieder eine Fanny. Das trübt natürlich
das Leistungsbild der Chemnitzer. Als Fazit des Turniertags muss
man aber festhalten, dass trotzdem mit ihnen in dieser Saison zu
rechnen sein sollte, zumindest in einzelnen Spielen…
Dieter und André hatten sich gegen die gleichen Gegner schon
eine Runde zuvor verabschiedet, immerhin dabei aber vier Punkte
erzielt…
Ein Bericht aus neutraler Sicht mit einer ausführlichen Beschreibung
des Finalverlaufs befindet sich auf:
http://petanqueverband-thueringen.de/pvt/index.html
Endergebnis A-Turnier:
Sieger: Abdel Chelfi/Heiko Kastner (Bamboule Halle)
Finalisten: Michael Kitsche/Hartmut Klatt (Leipziger PC “Pastis“)
Dritter Platz: Diana Scheffler/Regina Stehr (Leipziger PC “Pastis“)
Vierter Platz: Ruth Skala/Ingo Wonsack (SC Bibra/Zwabitz)
Viertelfinalisten:
Hartmut Lohß/Detlef Schwede (1. Chemnitzer PC)
Peter Mehne/Sebastian Eberhardt (Nebenbouler Nordhausen)
Nancy Nebelung/Christian Kuba (Bamboule Halle)
Matthias Wagner/Denis Gorzellik (Nebenbouler Nordhausen)
Cadragisten:
André Starkloff/Dieter Büttner (Dresden/Chemnitz)
Peter Adrian/Volker Drusche (Bibra/Weimar)
Matthias Grolmuß/Jörg Steinbrecher (1. Gothaer PC)
Christine Patzschke/Fritz Patzschke (Bamboule Halle)
Endergebnis B-Turnier:
Sieger: Jens Riedel/Thomas Voigt (Leipziger PC “Pastis“)
Finalisten: Diana Hellriegel/Jens Hellriegel (Leipziger PC “Pastis“)
Dritter Platz: Anne-Katrin Müller/Ivo Maywald (Leipzig/Reichenbach)
Vierter Platz: Mario Oßwald/Gerrit Hildebrand (1. Gothaer
PC)
Viertelfinalisten:
Uwe Müller/Andrey Kriwoscheew (SC Bibra/Zwabitz)
Karsten Lissner/Dieter Kropp (Bamboule Halle)
Sandra Föckel/Anja Föckel (Bamboule Halle)
Christine Hartwig/Rolf Hartwig (Leipzig)
Cadragisten:
Dieter Stehr/Edeltraud Lorenz (Leipziger PC “Pastis“)
Gabi Diecke/Manfred Diecke (Leipziger PC “Pastis“)
Alexander Kopos/Stephan Laudien (Boule- und Pétanquefreunde
Weimar)
|
| Beaujolais-Cup, Berlin-Tegel,
102 Doublettes |
| 18.November
2006 |
Zum Abschluss eines trotz der erstmaligen DM-Teilnahme leistungsmäßig
eher durchwachsenen Jahres wollten unsere “Lieblingschemnitzer“
ausgerechnet in Berlin noch eine Duftmarke setzen. Man hoffte dabei
natürlich auch auf eine günstige Auslosung, denn unter
102 teilnehmenden Doublettes würde schon der eine oder andere
“schlagbare“ Gegner dabei sein…
Im Auftaktduell traf man auf Luigi Marinelli und Anton Solic vom
gastgebenden Club Bouliste de Berlin. Zwei lokale “Urgesteine“
also, die den ebenfalls nicht unbetagten Chemnitzern in ihrer langen
Laufbahn allerdings noch nie über den Weg gelaufen waren...
Auf einem der unebenen Außenplätze legte man los wie
die Feuerwehr, ließ den Gegner nicht ins Spiel kommen und
legte rasch ein 10:0 vor. Dann aber, wie üblich, der Bruch,
es ist einfach in dieser Saison unmöglich, ein Spiel souverän
nach Hause zu fahren. Geradezu sinnbildlich für die sich plötzlich
breit machende Verunsicherung war eine Aufnahme, in der das Schwein
auf einem “schmalen Grat“ thronte und Detlef seine drei
Legkugeln jeweils links vorbei in den Abgrund semmelte. Der Gegner
wurde stark gemacht und erreichte nach und nach sechs Punkte. Dann
aber rissen die Chemnitzer sich doch noch am Riemen, oder zumindest
setzte deren Leger eine letzte Kugel so zielnah, dass der Gegner
sich daran die noch verbliebenen Zähne ausbiss…
Dann war aber Schluss, nicht mit lustig, sondern mit “schlagbaren
Gegnern“, denn in der nächsten Runde hatten die Chemnitzer
es mit keinen Geringeren als mit Jan Garner (Odin Hannover, zweimaliger
deutscher Meister und derzeit auf Platz 8 der DPV-Rangliste) und
Martin Kuball (HRC Boule Hamburg, Platz 1 der Rangliste Nord) zu
tun. Sie machten aber nicht nur gute Miene zum bitteren Spiel, sondern
gewannen sogar einen Punkt! Hätte Hartmut nicht einmal unglücklich
geschossen, wären sogar drei oder vier Punkte im Bereich des
Möglichen gewesen. Ansonsten konnte man sich dann nur noch
an den Schuss- und Hochportéekünsten der Gegner berauschen
und wurde Zeuge von einigen gewollten Retros Jan Garners auf zu
weit gelegte Kugeln von Detlef, die dann zwar jeweils den Punkt
machten, aber leider doch nicht ganz punktgenau am Schwein landeten…
Im Cadrage zum B hatten die Chemnitzer dann Freilos, bevor dann
im Achtelfinale bei plötzlich einsetzender Dunkelheit die Leggenauigkeit
nachließ und man sich nach 5:0-Führung gegen die Lübecker
Mauricio Stooß und Reinhard Schwertfeger noch mit 7:13 geschlagen
geben musste. Damit war für sie ein Turnier beendet, das nicht
zu den denkwürdigen Beaujolais-Jahrgängen zählte.
Zwar schnitt man besser ab als 2005, als man in der ersten Runde
des C-Turniers scheiterte, aber eindeutig schlechter als 2004, wo
erst im Achtelfinale des A-Turniers Endstation war.
Über das (durchaus erfolgreiche) Abschneiden der anderen Teams
aus unserem Verband erfahrt ihr Näheres, wenn ihr dem PVT-Link
folgt. Einige Namen könnt ihr aber immerhin auch schon auf
der nachfolgenden Ergebnistafel entdecken:
A-Turnier:
1. Boris Tsuroupa / Kader Tahar-Mansour (CBdBerlin / CBdBerlin)
2. Chaaban Ramadan / Rolf Lichtenstein (z.Z. kein Verein)
3. Hannes Bloch / Frederik Baumann (BC Berlin / BC Berlin)
3. Nikolas Tsimiatona / Dominique Lecuvier (z.Z. kein Verein)
5. Philipp Tran / Werner Bauer (BC Kreuzberg / BC Kreuzberg)
5. Jürgen Keller / Carsten O. (BC Kreuzberg / BC Kreuzberg)
5. Alexander Richter / Maghsoud Fallahi (z.Z. kein Verein)
5. Heiko Kastner / Carsten Lissner (Bamboule Halle / Bamboule Halle)
B- Turnier
1. Jens Riedel / Thomas Voigt (Leipzig / Leipzig)
2. Son van Tran / Jörg Gehl (BC Kreuzberg / BC Kreuzberg)
3. Mauricio Stooß / Reinhard Schwertfeger (CdB Lübeck
/ CdB Lübeck)
3. Patrick Clérin / Laurent Brizard (CBdBerlin / CBdBerlin)
C-Turnier
1. René Fitsche / Heidi Schallmo-Reinprecht (BC Kreuzberg
/ BC Kreuzberg)
2. Dao Van Quang / Vladimir Kostic (BC Kreuzberg / CBdBerlin)
D- Turnier
1. Sybille Brengel / Marleus Kalytta (BC Berlin / BC Berlin)
(Ergebnisquelle: Clemens Bauer)
|
| 11. Vereinsmeisterschaft
des 1. CPC, Chemnitz, 5 Teilnehmer |
| 10.September
2006 |
Zu den Vereinsmeisterschaften des 1.CPC am Sonntag auf dem Schloßberg
gab sich die unglaubliche Zahl von fünf (!) Boulisten ein Stelldichein.
Das ist die niedrigste Teilnehmerzahl der Vereinsgeschichte, und
es stellt sich tatsächlich die Frage, ob der dritte und letzte
Teil der großen CPC-Vereinschronik nicht den Titel “Der
Untergang“ tragen wird…
Mit dabei waren natürlich Hartmut, der fünfmalige Vereinsmeister
und Vorjahressieger, sowie Detlef, der den Pokal bislang zweimal
gewann. Die weiteren Teilnehmer: Gerd, Matthias und Hubert, alle
bisher ohne Titelgewinn…
Somit ergab sich der Modus von selbst: Es wurde “jeder gegen
jeden“ gespielt. Dabei ergaben sich einige Konstanten und
eine absolute Neuheit: Die Konstanten: Detlef kann gegen Matthias
einfach nicht gewinnen, Matthias wiederum wird regelmäßig
von Hartmut “geputzt“. Das Novum: “Nachwuchsstar“
Gerd Beyer, der, nachdem er inzwischen schon auf der PVT-Rangliste
mit drei Punkten geführt wird und damit allen anderen CPC-Spielern
überlegen ist, nun auch ungeschlagen die höchste Vereinstrophäe
an sich riss…
Ergebnisse:
1.Runde:
Hartmut-Matthias: 13:1
Gerd-Hubert: 13:4
2.Runde:
Hartmut-Hubert: 13:8
Matthias-Detlef: 13:5
3.Runde:
Detlef-Hubert: 13:8
Gerd-Hartmut: 13:11
4.Runde:
Gerd-Detlef: 13:9
Hubert-Matthias: 13:12
5.Runde:
Hartmut-Detlef: 13:3
Gerd-Matthias: 13:10
Tabelle:
1.Gerd 4 +18
2.Hartmut 3 +25
3.Matthias 2 -8
4.Detlef 2 -17
5.Hubert 2 -18
|
| 10. Stadtmeisterschaft: "10
Jahre 1. CPC", Chemnitz, 23 Doublettes |
| 26.August
2006 |
Nach Leipzig war nun also Chemnitz an der Reihe mit seinem Jubiläumsturnier.
Obwohl in Sachsen immer
immer noch Schulferien sind, folgten 23 Doublettes der Einladung,
eine für Chemnitz stolze Zahl, die nur einmal in der Geschichte
der Stadtmeisterschaft übertroffen worden war: 2003, als 26
Teams den Weg auf den Schloßberg fanden.
Dank der Teilnahme von vier Formationen aus Karlovy Vary/CZ erhielt
die Veranstaltung wiederum internationalen Anstrich. Weitere Teams
waren aus Halle (3), Leipzig (2), Reichenbach, Nordhausen, Kahla,
Dresden, Gotha, Weimar und Hof angereist. Die Hausherren aus Chemnitz
stellten so viele Teilnehmer wie lange nicht mehr, nämlich
genau 6½. Außer den altgedienten CPC-Recken wie Hartmut,
Detlef, Gerd, Hubert, Peter und Matthias waren auch einige neue
Spieler am Start bzw. solche, deren Namen in der sächsisch-thüringischen
Bouleszene noch relativ ungeläufig sind: Gert Schwarz, Gabi
Pache, Jan Kircheis, Robert Hunger, Tobias Fischer sowie Roberto
Weske und Eike Becker. Als besonderer Farbtupfer konnte der mehrfache
DM-Endrundenspieler Hans-Jürgen Schneider aus dem südbadischen
Denzlingen gewonnen werden, der zufällig gerade auf Urlaub
im Raum Chemnitz/Dresden weilte.
Zu Beginn des Turniers übergab PVT-Vize Jens Riedel dem Chemnitzer
Verein als Anerkennung für zehn verdienstvolle Jahre im Namen
der Verbreitung des Pétanque-Sports in Sachsen und Umgebung
ein Präsent. Die CPC-Führung revanchierte sich wiederum
durch die Ausgabe einer speziell für das Turnier auf DVD angefertigten
Vereinschronik an alle Teilnehmer. Aufgrund des umfangreich vorhandenen
Materials umfasst der 70-minütige Film “Gründerjahre“
allerdings nur die ersten vier Jahre der Vereinsgeschichte (1996-2000).
Die weiteren Folgen der Trilogie sollen dann bei den Stadtmeisterschaften
2007 und 2008 ausgegeben werden.
Das Turnier wurde zum dritten Mal in Folge nach dem in PVT-Kreisen
unter dem Namen “Chemnitzer System“ bekannten Modus
ausgetragen: 3 Platzierungsrunden im Schweizer System, dann Aufteilung
in A- und B-Turnier mit KO-Runden. Um zu gewährleisten, dass
das B-Turnier nicht länger dauerte als das A, entschied man
sich kurzfristig dafür, im A-Turnier mit dem Achtelfinale zu
beginnen, wofür man freilich bei der Teilnehmerzahl von 23
ein auf nur 7 Mannschaften begrenztes B-Turnier in Kauf nehmen musste.
Im Play-Off wurde, auch bei schon feststehender Qualifikation,
bis zum Schluss erbittert gekämpft, denn die Platzierung der
ersten 16 stellte gleichzeitig die Setzliste für das Achtelfinale
dar. Jens Riedel und Thomas Voigt aus Leipzig erwiesen sich hier
als die besten, gefolgt von Hans-Jürgen Schneider, dem als
Partner der Chemnitzer Gerd Beyer zugeteilt worden war. Auf Platz
drei folgten die Lokalmatadoren Hartmut Lohß und Detlef Schwede,
die in der dritten Runde überraschend die Hallenser Mitfavoriten
Michael Kitsche und Hartmut Klatt besiegt hatten.
Dass die gute Ausgangsposition aber nicht gleichbedeutend mit einem
erfolgreichen Turnierabschneiden sein musste, bewiesen die Chemnitzer
im Achtelfinale, als sie gegen die eigenen Vereinskameraden Hubert
Wege und Peter Borchers, die sich mühsam mit nur einem Sieg
als 14. überhaupt für das A-Turnier qualifiziert hatten,
nach 4:0-Führung unerklärlicherweise einen Gang runterschalteten,
gegen die “Zehn-Meter-Legkünste“ des Gegners plötzlich
nichts mehr ausrichten konnten und sogar noch eine “technische
Fanny“ kassierten…
Alle anderen Favoriten setzten sich hingegen erwartungsgemäß
durch, und diese Tendenz hatte auch im Viertelfinale weitgehend
Bestand. Nur die Chemnitzer Underdogs Hubert und Peter sorgten wiederum
für die Ausnahme, als sie mit der selben “Schwein auf
zehn Meter-Taktik“ auch das erfolggewohnte Hallenser Mixté-Doublette
Tanja Richter und Maik Kerner entzaubern konnten.
Und fast hätten es diese Nobodies auch bis ins Endspiel geschafft.
Das Halbfinale gegen Hans-Jürgen und Gerd war hart umkämpft,
und nur mit Mühe gewannen die Favoriten mit 13:12. In der anderen
Begegnung, eigentlich ein “vorweggenommenes Endspiel“
setzten sich Michael Kitsche und Hartmut Klatt, vor allem dank der
wiedergewonnen Legstärke des letzteren, mit 13:9 gegen Jens
und Thomas durch.
Auch im Finale hielt die gute Form der Bamboule-Spieler an. Diesmal
waren es die überragenden Schüsse von Michael, die die
Zuschauer begeisterten und alle gutgemeinten Legbemühungen
von Hans-Jürgen und Gerd zunichte machten. Somit geht der Jubiläumstitel
verdient nach Halle.
Endergebnis A-Turnier:
Sieger: Michael Kitsche/Hartmut Klatt (Bamboule Halle)
Finalisten: Hans-Jürgen Schneider/Gerd Beyer (Boule 95 Denzlingen/1.
CPC)
Dritter Platz: Jens Riedel/Thomas Voigt (Leipziger PC “Pastis“)
Vierter Platz: Hubert Wege/Peter Borchers (1. Chemnitzer PC)
Viertelfinalisten:
5.Tanja Richter/Maik Kerner (Bamboule Halle)
6.Thomas Senger/Maik Weise (Nabouleon Reichenbach)
7.Matthias Grolmuß/Jörg Steinbrecher (1. Gothaer PC)
8.Tita Vecile/Michael Lau (FT Hof)
Achtelfinalisten:
9.Hartmut Lohß/Detlef Schwede (1. Chemnitzer PC)
10.Jirí Fürst/Petr Šimek (CP Karlovy Vary)
11.Gerrit Hildebrand/Volker Drusche (Gotha/Weimar)
12.Matthias Groß/Gert Schwarz (1. Chemnitzer PC)
13.Peter Mehne/Sebastian Eberhardt (Nebenbouler Nordhausen)
14.Oloda Moticka/Mera Janek (CP Karlovy Vary)
15.Petr Koncel/Jan Koncel (CP Karlovy Vary)
16.Roberto Weske/Eike Becker (Chemnitz)
Endergebnis B-Turnier:
Sieger: Dita Šimkova/Dana Klimova (CP Karlovy Vary)
Finalisten: Nancy Nebelung/Bodo Reißig (Bamboule Halle)
Dritter Platz: Ruth Skala/Uwe Müller (SC “Bibra/Zwanitz“
Kahla)
Vierter Platz: Anne-Katrin Müller/Edeltraud Lorenz (Leipziger
PC “Pastis“)
Viertelfinalisten:
5.Geraldo Adler/Jörg Kriebel (Dresden)
6.Robert Hunger/Tobias Fischer (Chemnitz)
7.Gabi Pache/Jan Kircheis (Chemnitz)
Erklärung: Die Platzierung der Viertel- und Achtelfinalisten
erfolgt aufgrund der Platzierung im Play-Off.
|
| Pastisturnier "10 Jahre
LPC", Leipzig, 23 Doublettes |
| 24.Juni 2006 |
Bereits zum zehnten Mal seit seiner Vereinsgründung lud der
Leipziger PC “Pastis“ 1996 zu seinem Turnier. Der Tradition
entsprechend nahmen auch Chemnitzer wieder an ihm teil, wenn auch
diesmal nur mit einem Doublette: den DM-Teilnehmern Hartmut und
Detlef.
Hartmut hatte zunächst jedoch noch eine andere Aufgabe wahrzunehmen
als mit Kugeln um sich zu werfen: In seiner Eigenschaft als Verbandspräsident
überreichte er den Turnierveranstaltern als Anerkennung für
zehn Jahre Verdienste um die Verbreitung des Pétanque-Sports
in Sachsen und Umgebung einen Strauß Blumen.
Die 23 teilnehmenden Doublettes hatten sich in der Vorrunde auf
sechs Poules verteilt, und die Chemnitzer erwischte eine wahre “Hammergruppe“,
denn zu den Gegnern gehörte das Leipziger Top-Team an diesem
Tag, Diana und Jens, sowie die starken Braunschweiger Hans-Martin
Zill und Hans-Wilhelm Götzke.
Hinzu kamen Jana und Jörg aus Gotha, die Auftaktgegner. Jana
war mit Baby Lukas angereist, und die aus dieser “Unternehmung“
resultierende fehlende Spielpraxis in den letzten Monaten war dann
wohl auch mit ausschlaggebend für die kassierte “Fast-Fanny“.
Also kein Grund für die Chemnitzer, das klare 13:1 zu überschätzen…
In der umkämpften Parallelbegegnung mussten sich Diana und
Jens den Braunschweigern knapp geschlagen geben. Hartmut und Detlef
trafen in der zweiten Begegnung also auf Hans-Martin und Hans-Wilhelm
und gerieten schnell mit 2:7 in Rückstand. Danach spielten
die Chemnitzer jedoch überlegen, und waren insbesondere schießtechnisch
nahezu unfehlbar. Herausragend hierbei (und vielleicht ausschlaggebend
für die Aufholjagd) war ein sensationeller Sauschuss des Legers
Detlef, der das Spielgeschehen verlagerte und auf einen Schlag vier
Punkte sicherte. Die Braunschweiger machten anschließend keinen
Stich mehr und gingen mit 7:13 unter…
Allerdings ging in der anschließenden langen Unterbrechung
die gute Form der Chemnitzer verloren. Keine Barrage, keine Cadrage,
nicht einmal “Fun-Spiele“, das war eindeutig die falsche
Vorbereitung für das Viertelfinale gegen die Angstgegner aus
Nordhausen. Sebastian und Peter ließen Hartmut und Detlef
nie ernsthaft ins Spiel kommen und beherrschten sie bis zum Ende
klar…
Somit war für die Chemnitzer das Turnier, das doch so verheißungsvoll
begonnen und für höchste Träume Anlass gegeben hatte,
nach insgesamt nur drei Partien bereits wieder beendet…
Immerhin hatten sie damit besser abgeschnitten als die Leipziger,
die (nachdem Diana und Jens auch die Barrage gegen Braunschweig
verloren hatten!) im Viertelfinale durch Abwesenheit glänzten
– ein absolutes Novum auf PVT-Veranstaltungen seit der Verbandsgründung!
Sieger wurden am Ende die Nordhäuser, die im Finale das Überraschungsteam
Volker Drusche/Gerrit Hildebrand (Weimar/Gotha) problemlos besiegen
konnten.
Endergebnis A-Turnier:
Sieger: Sebastian Eberhardt/Peter Mehne (Nordhausen)
Finalisten: Volker Drusche/Gerrit Hildebrand (Weimar/Gotha)
Dritter Platz: Hans-Martin Zill/Hans-Wilhelm Götzke (TuRa Braunschweig)
Vierter Platz: Peter Adrian/Andrey Kriwoscheew (Bibra)
Viertelfinalisten:
Hartmut Lohß/Detlef Schwede (1. Chemnitzer PC)
Wanja Dziony/Johann Volkmar (AA Hannover/Braunschweig)
Christian Puttkammer/Stephan Lenzner (Halle/Jena)
Michael Kitsche/Hartmut Klatt (Bamboule Halle)
|
| Deutsche Meisterschaft Doublette,
Rastatt, 128 qualifizierte Doublettes |
| 20.-21.Mai
2006 |
Rastatt wurde Zeuge des bisher absoluten Highlights in der Chemnitzer
Boulegeschichte: der erstmaligen Teilnahme eines CPC-Teams an einer
DM!
Um diesen Höhepunkt zu erreichen, war zwei Wochen zuvor eine
Qualifikationsrunde zu durchlaufen, und die fand glücklicherweise
auf dem heimischen Chemnitzer Schlossberg statt. Außer dem
CPC-Top-Team (den in der regionalen Bouleszene auch als angebliche
“Lieblingschemnitzer“ bekannten oder berüchtigten
Hartmut und Detlef!) traten noch zwei weitere Vereinsteams an: CPC
2 (Peter und Hubert) sowie CPC 3 (Petra und Dieter).
Dabei hätte CPC 3 CPC 1 fast die Teilnahme vermasselt: In
einem erbarmungslosen “Bruderkampf“ wehrten Petra und
Dieter sich, obwohl selbst bereits ohne Chance auf die DM-Teilnahme,
bis zur letzten Kugel und unterlagen nur knapp mit 12:13…
Danach schien der Weg für CPC 1 geebnet, ein Sieg gegen Jena
(Torsten und Stephan) folgte, die anschließende Niederlage
gegen das PVT-Dream-Team (Jens und Micha) war einkalkuliert. Es
folgte ein fieberhaftes Rechnen, und es stellte sich heraus, dass
die Chemnitzer um zwei Feinbuchholzpunkte von Nordhausen (Peter
und Sebastian) überboten worden waren und nur auf Platz 4 gelandet
waren.
Das reichte aber dennoch zur Teilnahme an der DM, und gedankt sei
es Frank und Ivo, den Zweitplatzierten dieser Quali, die auch gleichzeitig
Thüringen-Landesmeisterschaft war. Diese beiden Boulisten aus
Leipzig und Reichenbach, inzwischen als “Fatman und Robbe“
in ganz Sachsen bekannt, hatten von vornherein auf eine mögliche
Ausweitung ihres Ruhms auf ganz Bundes-Deutschland verzichtet, sodass
die Chemnitzer als Nachrückerteam an ihre Stelle treten konnten.
Das hatte immerhin den Vorteil, dass “El Presidente“
höchstpersönlich zu diesem hochrangigen Ereignis fahren
durfte…
In der “Präsi-Karosse“ ging es dann am Freitagnachmittag
auch los, wobei der erste Teil der Reise eine Art “Rundfahrt
durch PVT-Lande“ darstellte, denn im Ballungsraum Leipzig/Halle
musste zunächst Team Thüringen 1 eingesammelt werden.
Weiter ging es Richtung Karlsruhe, von dort aber erst einmal ins
rheinland-pfälzische Landau, wo sich Jens und Micha bei den
Ex-Nordhäusern Ralf und Steffi einquartiert hatten. Gegen Mitternacht
erreichten Hartmut und Detlef Rastatt und fielen ermüdet in
die Betten ihrer Pension, wohingegen Thüringen 1 in Landau
unter Flutlicht noch gegen die dortigen Cracks einen Boulewettkampf
absolvierten!
Am nächsten Morgen traf sich die PVT-Abordnung, inzwischen
durch Peter und einen etwas verschnupften Sebastian auf sechs Mann
erweitert, auf dem Rastatter Boulodrom und erlebte das Eröffnungsprogramm.
Nach einer eindrucksvollen Darbietung der “Rastätter
Fahnenschwinger“ erfolgten Grußworte durch den Rastätter
Bürgermeister und DPV-Offizielle.
Im ersten Poule wurden Thüringen 1-3 von sogenannten “Hammer-Losen“
zwar verschont, hatten aber an der Qualität der Spielgegner
dennoch ganz schön zu beißen. Hinzu kam ein gehöriger
Schuss Nervosität, und der machte sich ganz besonders bei unseren
DM-Neulingen aus Chemnitz bemerkbar. Gegen an und für sich
nicht unbesiegbare Gegner (NRW 21: Oliver Schönfeld und Markus
Vormann vom PCB Coesfeld sowie Bayern 4: Verena Daschner und Markus
Ilg aus Furth im Wald) brachte man einfach nicht die für eine
DM erforderliche Tagesform und unterlag zweimal klar (zu sechs und
zu zwei). Natürlich erschwerten Nieselregen und Wind das Schießen,
und sorgten das steinübersäte Terrain für Unwägbarkeiten
beim Legen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass die
Konkurrenz an diesem Tag einfach einen deutlichen Tick stärker
war.
Nordhausen bzw. Thüringen 2 machte es insofern besser, als
man gegen die starke Konkurrenz aus Berlin (Sandra Walls und Mahmut
Tufan, 3:13) und Baden-Württemberg (Hilmar Lißner und
Patrick Abdelhak aus Konstanz, im Barrage: 0:13) zwar klar unterlag,
zwischendurch aber immerhin den “machbaren“ NRW-Gegner
(Hans Schmitt und Bernd Matz vom PBC Witten) bezwingen konnte, und
das gleich deutlich mit 13:3.
Dieses insgesamt eher mäßige Abschneiden von Thüringen
2 und 3 war aber erwartet worden, denn der Qualitätsabstand
zu Thüringen 1 ist einfach zu groß. Somit setzte man
die Erwartungen jetzt konzentriert auf Jens und Micha, die im Vorjahr
erst im Barrage der zweiten Poule-Runde gescheitert waren.
Diesen gelang zum Auftakt ein Sieg gegen Hessen 11 (Thierry Silberreiss
und Marcus Faltermann), mussten sich dann aber gegen starke NRW-Nachwuchspieler
(Marius Schilling sowie Laura Makowski von Düsseldorf sur place)
nach hartem Kampf mit 7:13 geschlagen geben. Aber im Barrage gelang,
wiederum gegen Hessen 11, ein wenn auch umkämpfter Sieg (13:10).
Im zweiten Poule sorgte das Los dann für einen Knaller, denn
man traf auf niemand anderen als die “lebenden Legenden“
Jan Garner und Sascha von Pless. Und hier übertrafen Jens und
Micha sich selbst, die Begegnung der beiden Spitzenteams aus Thüringen
und Niedersachsen verlief lange Zeit ausgeglichen, erst am Ende
musste man sich knapp mit 9:13 geschlagen geben.
Die gute Form des PVT-Teams hielt an, Fahreddin Hass und Stephane
Héroux (Hessen 10) wurden anschließend klar beherrscht
und mit 13:4 nach Hause geschickt. Aber dann wurde es allmählich
Abend, das Wetter blieb weiterhin ungemütlich nass, und im
Barrageduell gegen Baden-Württemberg 9 (Philipp Geis und Michel
Lauer) fehlte zu Beginn die geistige Frische. Eine der Aufnahmen
verlief zudem extrem unglücklich: Jens entsorgte mit seinem
letzten Schuss aus Versehen die einzige eigene in Nähe des
Cochonnets liegende Kugel, es entstand Platz, und der Gegner kam
viel zu leicht zu einem Sechserpack. Nun stand es plötzlich
0:10, eigentlich schien bereits alles verloren, doch jetzt endlich
besann sich Thüringen 1 auf die bekannten Tugenden und kämpfte
sich heran. Schnell machte man acht Punkte gut, der Gegner wirkte
angeknockt, das Blatt schien sich zu wenden. Dann jedoch setzte
ein Regenguss ein, und irgendwie brachte dieser Jens und Micha aus
dem Rhythmus. Sie vergeigten die nächste Aufnahme, und Baden-Württemberg
9 nutzte die Schwäche gnadenlos aus und legte die zum Sieg
notwendigen Punkte.
Damit war auch die Zuschauerrolle der Chemnitzer beendet, und sie
konnten gut ausgeruht am nächsten Morgen zusammen mit Thüringen
1 die Heimreise antreten. Ein wenig Wehmut machte sich breit: einmal
an einer DM teilzunehmen, das war immer ihr Traum gewesen, und die
Ziellinie war nun unwiderruflich durchschritten. War das nun schon
alles gewesen? Oder sollte das frühe Ausscheiden nicht vielmehr
neuen Ehrgeiz wecken, um die Ziele der nächsten Jahre neu abzustecken?
|
| Turniere in Orech/CZ: Malý
nocní pivní turnaj (16 Triplettes), 10.Prvomájové
koule Barona Prášil (102 Doublettes), Prístavní
turnaj piráta morgana (26 Doublettes) |
| 28.-30.April
2006 |
Zu den Turniertagen in Orech waren außer den beiden “unvermeidlichen“
Chemnitzern Hartmut und Detlef auch diesmal wieder viele PVT-Spieler/-innen
angereist. Sechs davon kamen aus Leipzig angereist, zuzüglich
des “Wahl-Leipzigers“ Ivo Maywald. Halle steuerte ebenfalls
sechs Turnierteilnehmer bei, einer von ihnen, Christian Puttkammer,
hatte einen auswärtigen Spieler als Partner engagiert: den
“Saujäger“ Stefan Thies aus Landau.
Zum Auftakt sorgten aber die Chemnitzer für Furore. Im “Kleinen
Bierturnier“, einer Triplette-Veranstaltung, war es ihnen
gelungen, mit Turnierorganisator Vladimir Glaser einen schlagkräftigen
“dritten Mann“ zu verpflichten. Dieser übernahm,
nach der Auftaktniederlage gegen Kacerovský, Imlauf und Ondryáš,
erfolgreich die Rolle des Vorlegers, und in den anschließenden
beiden Runden wurde die jeweils dänische Konkurrenz klar in
die Schranken gewiesen. Das reichte, wenn auch knapp, zur Qualifikation
für das Halbfinale. Hier allerdings war man gegen starke Belgier
chancenlos und verlor mit 2:13. Und auch das Spiel um Platz drei
wurde verloren, es gab keine Bierpreise, und so erreichten die Chemnitzer
weit nach Mitternacht nicht nur müde sondern auch relativ langgesichtig
die einige Kilometer entfernt gelegene Pension “Brcalnik“…
Am nächsten Tag startete die zehnte Ausgabe des “Münchhausen-Turniers“
mit einigen Paukenschlägen. Vladimir hatte sämtliche ehemaligen
Sieger herbeizitiert, und nur eine Berliner und eine israelische
Kombination waren der Einladung nicht gefolgt. Die anderen, unter
ihnen unsere Leipziger Thomas Voigt und Jens Riedel, wurden noch
einmal speziell geehrt und konnten ein mit den Turnierdaten bedrucktes
T-Shirt in Empfang nehmen.
Überwältigend war auch die Anzahl der gemeldeten Mannschaften:
Es kamen 102 Doublettes aus acht Ländern, somit mussten zum
ersten Mal einige der Pool-Runden in einem benachbarten Ort ausgetragen
werden!
Trotz regnerischen, kalten Wetters schlugen sich alle acht gemeldeten
Teams mit PVT-Beteiligung beachtlich, nur eines fand sich im B-Turnier
wieder. Nach der Cadrage hatte sich die PVT-Flotte dann zwar halbiert,
immerhin vier Teams steuerten aber noch durch die nun von nur noch
32 stolzen Yachten befahrenen Gewässer. Auch die Chemnitzer
dachten noch nicht ans Absaufen, im Gegenteil, sie nutzten die widerwärtigen
Winde zu ihrem Vorteil und versetzten der favorisierten tschechischen
Juniorenmeisterin Hana Šrubarová (und ihrem Partner
Petr Jakubek, beide von Carreau Brno) auf dem durch Dauerregen aufgeweichten
und pfützenübersäten Terrain den Knockout!
Damit hatte man leider das Pulver auch schon verschossen, und nach
der Regenpause war das Chemnitzer Team auf leidlich trockenem und
wesentlich härterem Untergrund ihren neuen tschechischen Kontrahenten
Jirí Koreš Senior (PC Ceské Budejovice) und Michal
Habásko (AURA Havlíckuv Brod) nicht gewachsen und
unterlag klar.
Nun in die Zuschauerrolle gedrängt, konnten sie die weiteren
Seeschlachten der PVT-Armada verfolgen. Zwei Kanonenboote waren
noch im Rennen, und diese trafen sich im Achtelfinale zum Bruderkampf.
Wie es sich zeigte, “mochten“ sich die Spielgegner zu
sehr, keiner wollte so recht gewinnen. Frank Hellriegel, der letzte
verbliebene Leipziger, hatte an dieser Bürde augenscheinlich
schwer zu tragen, denn er vergab mehrere “Schüsse für
Schluss“. Erst als das Hallenser Duo Gundolf Henschel / Sebastian
Fuchs in der nächsten Aufnahme klarste Legchancen nicht verwertete,
gelangte Frank, ohne noch viel dafür tun zu müssen, doch
noch ans ersehnte Ziel und zog zusammen mit seinem Partner Bodo
Reißig (Halle) ins Viertelfinale ein.
Dort befand man sich in illustrer Gesellschaft, unter anderem waren
die tschechische Ranglistenerste Romana Vokrouhlíková
mit ihrem Dauerpartner Milan Hašek (Platz 3 der Rangliste)
noch unter den möglichen Gegnern. Doch das Los führte
Frank und Bodo mit den selben Belgiern zusammen, die zuvor schon
Christian und Stefan eliminiert hatten und später das Turnier
gewinnen sollten. Sie unterlagen relativ glatt, freuten sich aber
über die Tatsache, nicht nur das beste PVT-Team gewesen zu
sein, sondern zugleich die besten Deutschen der Veranstaltung, und
das ist bei einigen teilnehmenden Ranglistenspielern aus Baden-Württemberg
keine gering einzuschätzende Leistung.
Damit war die Seefahrt der PVT-Flotte aber noch nicht beendet,
denn am nächsten Tag ging es noch auf die Jagd nach Piratenschiffen.
Im zu Ehren des Piraten Morgan neugeschaffenen Turnier “Prístavní
turnaj Piráta Morgana“ lieferten die Orecher Organisatoren
nämlich einen weiteren Beweis für ihre nie erlahmende
Kreativität und boten statt der ständig gleichförmigen
(und allmählich langweilig werdenden!) Pokalen mit Boulespielern
oder –kugeln attraktive Schiffsmodelle an! Gelegentliche Auftritte
von Vladimir im Piratenkostüm sorgten dann noch zusätzlich
für Stimmung.
Natürlich weckte das den Ehrgeiz so manchen Spielers. Aber
traditionsgemäß steht bei diesem letzten Orecher Turnier
auch der Spaß im Vordergrund und unkonventionelle Partnertauschaktionen
sind an der Tagesordnung. So ließen sich diesmal Thomas und
Ivo mit den Pastis-Neulingen Anne und Traudel verkuppeln und errangen
immerhin zwei von fünf möglichen Siegen.
Die Chemnitzer, die sich an der “Tauschbörse“
nicht beteiligten kamen auch auf keine höhere Quote. Das lag
einmal an der starken Gegnerschaft (Christian und Stefan), dann
am offenbar wieder aufflackernden “Frauenkomplex“ (2:13
gegen die Newcomerinnen Veronika Otýpková und Kamila
Pospíšilová vom neugegründeten Club EPEC
Brünn, die in der tschechischen Rangliste nur die Plätze
244 und 325 belegen!), und auch noch gegen zwei Dänen, Max
und Stig, die man mit 11:5 eigentlich schon “im Sack“
hatte…
Erwähnung verdient aber noch das Duell gegen Christian und
Stefan in der zweiten Runde. Hier spielten die Chemnitzer nämlich
gar nicht einmal schlecht, und es eröffneten sich nach Legfehlern
von Christian mehrmals Chancen, ordentlich viele Punkte zu machen.
Aber hier trat dann jeweils der “Saujäger“ Stefan
in Aktion, beförderte das Cochonnet rechtzeitig ins Aus und
die Gesichter der Chemnitzer in die Vertikale. Von diesen Schocks
erholten sie sich dann nicht mehr…
Eine Taktik, die Stefan übrigens auch in einer späteren
Runde gegen die Belgier noch erfolgreich anwandte, als diese schon
geglaubt hatten, das Spiel gewonnen zu haben. Aber nichts wurde
es mit einer Turniersiegwiederholung, am Ende hatten Christian und
Stefan alle ihre Seegefechte gewonnen und konnten stolz ihr Siegesschiff
in Empfang nehmen.
Die Chemnitzer hingegen überlegten, ob sie in Zukunft nicht
verstärkt “Sauschießen“ in ihr Trainingsprogramm
aufnehmen sollten…
Die Turnierergebnisse, wenn auch mit einigen Schreibfehlern behaftet
(z.B. wurde Ivo Maywald kurzerhand in “Ivo Muhlstein“
umgetauft und soll angeblich mit einem Phantomwesen namens “Regina
Voigt“ zusammen Doublette gespielt haben!) findet ihr unter
den folgenden Links:
http://petanque.cstv.cz/tur_2006/tur_6014.html (Bierturnier)
http://petanque.cstv.cz/tur_2006/tur_6017.html (Baron Prášila)
http://petanque.cstv.cz/tur_2006/tur_6018.html (Piráta Morgana)
Videolinks:
http://www.youtube.com/watch?v=tZ3HvezeKO4 (Präsentation der
historischen Sieger)
http://www.youtube.com/watch?v=0tv8WuigPGo (Achtelfinale: Frank/Bodo
gegen Gundel/Sebastian)
http://www.youtube.com/watch?v=5yDrqWop3k8 (2 Viertelfinalbegegnungen,
mit Frank/Bodo)
http://www.youtube.com/watch?v=2N4j37RT5xY (Pirata Morgana, Siegerehrung)
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| 6. Stadtmeisterschaft, Leipzig,
24 Doublettes |
| 22.April
2006 |
24 Teams hatten sich bei wechselhaftem Aprilwetter in die Boule-Arena
der sächsischen Metropole begeben, um den Auftakt der PVT-Turniersaison
zu erleben. Leipzig und Halle stellten das Gros der Teilnehmer,
außerdem waren aus Sachsen Reichenbach und Chemnitz am Start,
sowie aus Thüringen Bibra, Nordhausen und Jena. Nicht erschienen
waren Gotha, Weimar und Reinstädt, die verwaisten Plätze
wurden eingenommen durch einige auswärtige Teams, je eines
aus Berlin und Braunschweig, sowie eine Hof-Hessen Kombination,
wobei es sich bei dem vermeintlichen “Hessen“ allerdings
um den Ex-Leipziger Lokalmatador Matthias Saddei handelte.
Chemnitz hatte außer der Standardbesetzung Hartmut/Detlef
auch noch den Peter an den Start geschickt. Und das vereinseigene
“enfant terrible“ fand auch diesmal wieder einen Weg,
um auf sich aufmerksam zu machen: Infolge eines Motorschadens an
seinem Wohnwagen erreichte er das Ziel (und seinen Spielpartner
Thomas aus Reichenbach) mit reichlicher Verspätung. Sportlich
gesehen verlief seine Turnierteilnahme dann eher diskret…
Hartmut (neuerdings: “El Presidente“) und Detlef (wie
immer: “der Kranich“) hatten zum Auftakt eine wahre
“Hammergruppe“ erwischt, und so war es nicht selbstverständlich,
dass sie sich nach Siegen gegen Jena (Bärbel und Christian)
und im Barrage gegen Ivo und Frank (Nabouleon/Pastis) für das
Cadrage qualifizierten. Nur gegen die “ewigen Angstleipziger“
Thomas und Jens hatte es die übliche Niederlage gegeben. Dabei
war man diesmal sogar mit 6:1 in Führung gegangen…
Im Cadrage ging es gegen die als stark eingeschätzten Berliner
Peter Troschert und Thomas Ehrlichmann. Aber die Chemnitzer hatten
die Platzwahl gewonnen und lockten ihre Gegner auf ihre Lieblingszahl,
die 13, ein tiefes Terrain, mit dem die Berliner nicht zurechtkamen
und klar mit 5:13 ins Hintertreffen gerieten…
Auffällig war die Dominanz der Hallenser Mannschaften, von
denen im Viertelfinale des A-Turniers noch drei am Start waren.
Aber für die Chemnitzer ging es gegen Nordhausen, einen weiteren
Angstgegner. Wieder auf Platz 13, und das beflügelte nicht
nur den Kranich, denn man zog schnell auf 7:0 davon! Dann aber fanden
Peter und Sebastian zur Normalform und konnten ausgleichen. Doch
Chemnitz hielt dagegen, ging mit 11:9 in Führung, und dann
hatte der “Präsi“ sogar einen “Schuss für
Schluss“…
Aber Hartmut gelang es lediglich, die elf Meter entfernte gegnerische
Kugel leicht zu touchieren, die Nordhäuser lagen weiterhin
auf Punkt. Detlef traute sich einen solchen Fernschuss nicht zu,
legte aber wenigstens den Punkt. Man hatte das gefürchete “12er-Loch
erreicht…
Dann das dramatische Ende: Es stand 12:10, aber Chemnitz hatte
seine Kugeln gespielt, und der Gegner lag auf Punkt. Der Weg zur
Sau war weit, fast zehn Meter, und schien versperrt. Doch jetzt
kam die Stunde des Sebastian Eberhardt: zwei fantastische Hochportées
kamen zielgenau, die Chemnitzer konnten nur noch staunend applaudieren…
Nach einem zwischenzeitigen Wolkenbruch, der eine Flucht unter
die am Morgen mühsam errichteten Zeltdächer dringend erforderlich
machte, standen nur noch die Vorschlussrunde und das Finale auf
dem Programm. Überraschungen gab es keine mehr: Nordhausen
unterlag Leipzig, und im Bamboule-Duell setzten sich Micha und Hartmut
Klatt durch. Für diese wiederum setzte es im Finale eine klare
5:13-Niederlage gegen unser PVT-“Dream Team“.
Ergebnis A-Turnier:
1.Jens Riedel/Thomas Voigt (Leipziger PC “Pastis“)
2.Michael Kitsche/Hartmut Klatt (Bamboule Halle)
3.Sebastian Eberhardt/Peter Mehne (Nordhäuser Nebenbouler)
4.Gundolf Henschel/Sebastian Fuchs (Bamboule Halle)
Ergebnis B-Turnier:
1.Heiko Kastner/Abdel Chelfi (Bamboule Halle)
2.Peter Troschert/Thomas Ehrlichmann (1. BCK/Cb de Berlin)
3.Christa Balié/Honoré Balié (Magni-Bouler
Braunschweig)
4.Regina Stehr/Diana Scheffler (Leipziger PC “Pastis“)
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| 4. Golden Boule Hallenturnier,
Prag/CZ, 65 Triplettes |
| 21. Januar
2006 |
An der vierten Ausgabe des Prager Golden Boule Turniers, das wie
immer in der Reithalle auf der Moldauinsel Cisarsky stattfand, nahmen
diesmal 65 Triplettes teil, die Vereinen aus der Tschechischen Republik,
der Slowakei, Polen, Slowenien und Deutschland angehörten.
Chemnitz war wie immer durch Hartmut und Detlef vertreten, die traditionsgemäß
durch den Hallenser Maik Kerner ergänzt wurden. Außerdem
präsentierten den PVT die Leipzig-Hallenser Kombination Thomas
Voigt / Jens Riedel / Micha Kitsche, die zum zweiten Mal zu diesem
Event angereist waren.
Gespielt wurde zunächst in Poule-Gruppen, die aus drei bzw.
vier Teams bestanden. Die PVT-Teams spielten in Dreiergruppen, in
denen jedoch nicht, wie aus deutschen Turnieren gewohnt, jeder gegen
jeden antreten musste, sondern es wurde wie in Vierergruppen gewertet,
d.h. die jeweils spielfreie Mannschaft, spielte eigentlich gegen
ein nicht vorhandenes viertes Team und kassierte dafür automatisch
einen Siegpunkt. Compris?
So kam es, dass Leipzig-Halle zweimal gegen den gleichen Gegner
antreten musste: eine Kombination der Teams FRAPECO/PC Sokol Lipník
mit Jaroslav Cermák als Top-Spieler, der Nummer 36 der tschechischen
Rangliste. Dass unser PVT-Aushängeschild in der ersten Begegnung
überraschend mit 7:13 unterlegen war, hatte jedoch einen konkreten
Grund: Aufgrund von “Navigationsschwierigkeiten“ waren
sie erst knapp zu Turnierbeginn eingetroffen und konnten sich auf
dem ungewohnten Sandboden nicht ausreichend einspielen. In der Barrage
spielte dieses Manko dann aber keine Rolle mehr, und man setzte
sich souverän durch.
Die andere PVT-Mannschaft ging gegen drei Brünner Mädchen
zunächst mit 7:1 in Führung. Der Gegner zeigte Klasse,
aber die Aufstellung der Chemnitz-Hallenser mit Detlef als erstem
Leger, Maik als Schießer und Hartmut als Milieu funktionierte,
die Legwürfe, die auf diesem Boden zwangsläufig Halb-
bis Hochportées sein mussten, kamen präzise, von den
Schüssen traf zumindest jeder zweite. Dann aber riss mit einem
Mal der Faden, verursacht womöglich durch einen psychologischen
Faktor: Inzwischen hatte Detlef nach einem Gespräch mit Franck
Ferlay, dem Franzosen von Carreau Brno, erfahren, dass es sich bei
dessen Teamkolleginnen um die tschechischen Jugendmeister und gleichzeitig
Teilnehmerin bei der Jugend-WM handelte! Die Nachricht machte die
Runde, man erstarrte unwillkürlich ein wenig in Ehrfurcht.
Trotzdem verlor man dann lediglich wegen Überschreitens des
Time-Limits: 8:10.
Nach problemloser Überwindung des nicht angetretenen “Phantomgegners“
traf Team PVT 2 dann in der Barrage wieder auf Jugendliche, die
wieder aus Brünn kamen. Während die drei Mädchen
von der Begegnung zuvor aber dem jugendlichen Alter fast schon entwachsen
waren, betrug das Durchschnittsalter der jetzigen Gegner gerade
einmal fünfzehn Jahre! Nichtsdestotrotz steht der beste von
ihnen, Jan Michálek, in der tschechischen Rangliste aller
Spieler auf Rang 39! Aber auch seine Mitspieler Rolf Steiner (Rang
78) und Sylvie Haraštová (Rang 58) brauchen sich vor
ihm in keiner Weise zu verstecken. Das sind beeindruckende Zahlen,
die den PVT-Spielern gleichzeitig schmerzhaft aufzeigten, dass im
eigenen Verband auf der Jugendebene noch ein weiter Weg zurückzulegen
ist.
Vielleicht immer noch stark beeindruckt, lag man gegen diesen Gegner
schnell mit 4:10 im Rückstand. Erst ein Weckruf von Maik, der
Detlef zu konzentrierterem Legen aufforderte, bewirkte die Wende.
Fortan lag die eigene erste Kugel immer präzise am Schwein,
sodass der Gegner massiv unter Druck geriet und das Spiel noch mit
10:13 abgab…
Auf dem Weg ins A-Turnier musste aber immer noch ein Play-Off absolviert
werden. Hier konnte Chemnitz-Halle das gute Niveau nicht mehr halten
und unterlag gegen souverän aufspielende slowenische Gegner
(Team Rode/Kokalj/Brodnik) deutlich mit 3:13. Im anschließenden
B-Turnier war dann unnötigerweise gleich der Auftaktgegner
die Endstation. Eine Damenmannschaft vom SK Sahara Vedomice, deren
abgrundtiefe Ranglistenplatzierungen (zwischen 193 und 345!) eigentlich
keinen Anlass zur Besorgnis gaben, löste unentschuldbare Konzentrationsschwächen
bei den bereits über eine mögliche “technische Fanny“
spekulierenden PVT-Männern aus. Nachdem sie schon mit 8:1 geführt
hatten, ließen sie erst den 9:9-Ausgleich zu, um dann in der
letzten Aufnahme regelrecht “Selbstmord“ zu begehen:
Man hatte zwischen den eigenen fünf Kugeln und dem Schwein
relativ viel Platz gelassen, und die Damen hatten noch vier Kugeln
auf der Hand. Maik stand somit mit seiner letzten Kugel unter Druck
und musste unbedingt möglichst nah ans Ziel legen. Er entschloss
sich zu einem verzweifelten Hochporteewurf, und in der Tat, das
Unmögliche gelang: Die Kugel gelangte nicht nur ans Ziel, sondern
sogar aufs Ziel, das Schweinchen spritzte ins Aus, und das Spiel
war verloren…
Mehr Erfolg hatte das Team Leipzig-Halle, das nach einem hartumkämpften
Achtelfinalsieg gegen ein Multi-Ethno-Team von POP Praha (Rubi López
Gorroño/ Herinirina Razafindrainibe/Jaroslav Hlavacek) erst
im Viertelfinale des A-Turniers seinen Bezwinger fand: Pavel Vlk
und Vera Vokrouhlíková, ebenfalls von POP Praha, sowie
Alice Hancová vom 1. KPK Vrchlabí.
Sieger des Golden Boule wurde aber keines der bisher genannten
Teams. Auch nicht das einzig andere deutsche Team, die Münchner
Pektor, Tanneur und Lirsch, die ebenso wie die besten PVT-Männer
im Viertelfinale ausschieden. Zum ersten Mal konnte sich ein polnisches
Team in die Siegerliste der Veranstaltung eintragen: Dominik Pilarski,
Tomasz Lipczynski und Lukasz Kudla.
Kommen da nicht ein paar Namen ein wenig bekannt vor? Tatsächlich:
Die ersten beiden waren noch vor einem Jahr im D-Finale des Golden
Boule unseren Pétanque-Freunden aus Chemnitz und Halle unterlegen.
Wie schnell sich die Boule-Landschaft doch verändern kann!
Das komplette Endergebnis kann unter http://petanque.cstv.cz/tur_2006/tur_6001.html
abgerufen werden.
|
| 11. Turnier "Primrzlé
koulé", Orech/CZ, 21 Doublettes |
| 3. Dezember
2005 |
Zum Abschluss des Pétanque-Jahrs sorgten die Chemnitzer
“Underdogs“ doch noch für einen Paukenschlag. Bei
der elften Ausgabe von “Primrzlé koule“ (“Gefrorene
Kugeln“) im tschechischen Orech sorgten sie (in der üblichen
Besetzung: Hartmut und Detlef) als einzige aus dem benachbarten
Ausland angereiste Mannschaft unter 21 teilnehmenden Doublettes
nicht nur für internationales Flair, sondern im stark besetzen
Turnier (die Nummern 1 und 2 der tschechischen Rangliste, Milan
Hašek und Romana Vokrouhlíková waren anwesend!)
gleich auch noch für einen nie für möglich gehaltenen
Sieg!
Dabei spielten die Chemnitzer zeitweise wie im Rausch. In der ersten
Partie, in der immerhin Vera Vokrouhlíková (20. der
Rangliste) eine der Gegnerinnen war, legte Detlef wie in beinahe
schon vergessenen Zeiten und Hartmuts Schüsse erledigten das
Übrige: 13:0 in lediglich vier Aufnahmen! Nach einer kurzen
“Auszeit“ in der zweiten Runde, in der man gegen Konkurrenz
aus Karlovy Vary zunächst 3:11 in Rückstand geriet, kämpfte
man sich aber rechtzeitig wieder zurück ins Spiel, erzielte
die folgenden zehn Punkte und gab anschließend in Spielrunde
3 auch Turnierorganisator Vladimir Glaser mitsamt Gattin klar das
Nachsehen.
Damit hatte man sich als bestes Team der Vorrunde bereits für
das Halbfinale qualifiziert, in dem auch die Gegner aus Osika klar
besiegt wurden. Nun erwartete man illusionslos das Meisterpaar Milan
und Romana, bis völlig unerwartet die Kunde kam, dass diese
im anderen Halbfinale an den Außenseitern Miroslav Neoral
und Alena Jelínková von KLIP Litovel (81. und 82.
der Rangliste) gescheitert waren!
Der Chemnitzer Boom konnte somit auch im Finale anhalten. Schnell
führte man mit 12:4 und ließ sich dann nur kurzzeitig
durch die Erreichung jenes berühmten “Frustloches“
schocken, das Hartmut und Detlef in der Vergangenheit oft um die
Früchte ihrer Bemühungen gebracht hatte. Der Gegner schöpfte
neue Hoffnung, spekulierte vielleicht auch auf eine veränderte
Bodenbeschaffenheit infolge eines plötzlichen Wintereinbruchs
und kam bis auf 8:12 heran, wobei es ihm immer wieder gelang, die
stets neu hingelegte dreizehnte Kugel unschädlich zu machen.
Aber irgendwann hatten sie ihr Pulver verschossen und Detlef noch
zwei Kugeln auf der Hand. Ein letztes Aufflackern der Konzentration
reichte: Unerbittlich legte er press rechts neben die vorher von
Miroslav knapp links vom Schwein gelegte Kugel…
Für diesen geradezu sensationellen Turniersieg (die beiden
Chemnitzer haben in der aktuellen Jahresrangliste des PVT gerade
mal einen respektive null Punkte aufzuweisen!) konnte man schöne
Preise in Empfang nehmen: Je eine “gefrorene Boulekugel“
aus Glas als Pokale, 1000 tschechische Kronen, sowie Wein und T-Shirts
als Mitbringsel der Glasers vom letzten Frankreichurlaub.
Die letzte Herausforderung war dann nur noch die Heimfahrt über
frisch verschneite tschechische Straßen, auf denen sich zahlreiche
sommerbereifte Verkehrsteilnehmer als Bremsklötze betätigten.
Aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch, und beflügelt
vom Sieg gelang es Hartmut, alle Hindernissen umsichtig zu umsteuern
und schadlos den Zielhafen zu erreichen…
|
| 6. Begegnung Chemnitz - Mulhouse |
| 30. September
- 3. Oktober 2005 |
Nach 1997 und 2001 begab sich bereits zum dritten Mal eine Abordnung
des 1. Chemnitzer Pétanque-Vereins zum freundschaftlichen
Treffen mit dem Partnerverein USOM nach Mulhouse. Wie immer standen
hierbei weniger der Erwerb neuer sportlicher Meriten im Vordergrund
als vielmehr die Pflege der Völkerverständigung mit unseren
französischen Nachbarn.
Die Chemnitzer Gruppe bestand aus Hartmut, der erstmalig als Präsident
in Mulhouse antrat, Carola, Detlef, Hubert, Jürgen, Petra,
Matthias und Steffi. Am ersten Abend wurde man auf dem USOM-Vereinsgelände
zu einem ausgiebigen und vom Verein spendierten Abendessen erwartet.
Doch das war nur der Anfang, auch das köstliche Essen an den
folgenden Tagen konnte man gratis genießen! Und die Übernachtungen
im Sporthotel wurden von der Stadt Mulhouse gesponsort…
Aber selbst das war noch nicht der Gipfel der Gastfreundschaft.
Aimé Senior ließ es sich nämlich nicht nehmen,
seine Goldene Hochzeit zusammen mit den Chemnitzern nachzufeiern,
und er lud alle Sportfreunde zu einem Aperitif in sein Gartenhaus
ein! Wobei die Bezeichnung “Aperitif“ den aufgetischten
Mengen an Snacks und Getränken sicher nicht gerecht wurde…
Bei dem am Samstag ausgetragenen Turnier wurde, wie es bereits
Tradition ist, den Chemnitzern im Supermêlée über
fünf Runden jeweils ein Franzose bzw. eine Französin zugelost.
Auf diese Weise gedieh natürlich der Kontakt untereinander,
aber es konnten auch bouletechnisch gesehen einige Lernerfolge verbucht
werden…
Hartmut zeigte jedoch, dass man ihm zumindest im Pétanque
kaum noch etwas vormachen kann. Souverän spielte er seinen
Stiefel herunter, egal welchen Partner die Glücksfee für
ihn auserkoren hatte. Freudestrahlend konnte er am Abend aus den
Händen von USOM-Präsident Gilbert den Siegespokal in Empfang
nehmen…
Aber auch für die anderen Chemnitzer gab es zahlreiche Preise,
nicht nur materieller Art. Allein die Freude, Teilnehmer an dieser
rundweg gelungenen internationalen Sportbegegnung gewesen zu sein,
entschädigte für die Mühsal der weiten Anreise. Dem
nächste Treffen, 2007 in Chemnitz, darf bereits entgegengefiebert
werden…
|
| 10. Vereinsmeisterschaft
des 1. Chemnitzer P.C. |
| 11. September
2005 |
Zum zehnten Mal wurde die Vereinsmeisterschaft des traditionsreichsten
Pétanque Clubs Sachsens ausgetragen, und zum Jubiläum
war die erstaunliche Zahl von 8 Spielern (Peter, Matthias, Jürgen,
Hubert, Dieter, Gerd, Hartmut und Detlef) und einer Spielerin (Petra)
angetreten. Das war immerhin mehr als in vergangenen Jahren. Sollte
das etwa ein Anzeichen für eine neue Blütezeit des Vereins
sein?
Peter, offensichtlich von der Fuß- und Rückenmalaise
genesen, die ihn daran gehindert hatte, die Vereinsinteressen beim
Ligaspieltag zu unterstützen, machte einen hochmotivierten
Eindruck. Gleich im ersten Spiel kam es für ihn gegen Titelverteidiger
Detlef zu einer Nagelprobe, und er tat gut daran, zunächst
einmal die Platzwahl zu gewinnen. Als Terrain wählte er die
Schräglage gleich am Eingang des Schlossparks. Wie jedermann
weiß, der einmal in Chemnitz gespielt hat, kommt es an dieser
Stelle nicht nur auf spielerisches Können an (die Verwendung
eines passenden Drives oder Dralls) sondern auch auf pures Glück:
Hier gewinnt derjenige, dessen Kugel zufällig auf ein günstig
im Weg gelegenes Steinchen auftrifft, das sie am Absturz in die
Tiefe hindert…
Auf diesem Lotterieboden erwies sich Peter insgesamt als der Glücklichere
(oder Geschicktere) und gewann mit 13:12. Damit waren dem Kranich
die Flügel gestutzt, und er verlor noch eine weitere Begegnung
mit diesem Alptraumergebnis: gegen Angstgegner Matthias. Da konnte
dann auch ein zwischenzeitlicher Sieg gegen Jürgen den Abflug
nicht verhindern…
In der anderen Gruppe setzten sich souverän Rekord-Vereinsmeister
Hartmut sowie als Zweiter Geheimfavorit Gerd durch, der Dieter mit
13:2 entzauberte und den Vereins-Newcomer damit nach seinem Liga-Höhenflug
wieder unsanft auf den harten Pétanque-Boden der Tatsachen
zurückbeförderte…
Im Halbfinale konnte Matthias seine zuvor gezeigten Leistungen
nicht bestätigen. Gegen Detlef hatte er hauptsächlich
wegen seiner gelungenen Schüsse die Nase vorn gehabt, nun traf
er plötzlich nicht mehr. Hartmut genügte eine durchschnittliche
Leistung, um sich mit 13:3 klar durchzusetzen…
Spannender ging es im zweiten Halbfinale zwischen Peter und Gerd
zu. Peter, der die Platzwahl diesmal verloren hatte, versuchte nach
gewonnen Aufnahmen immer wieder, das Schwein in Richtung seiner
geliebten Schräge zu werfen, und es gelang ihm, sich Schritt
um Schritt voranzukämpfen. Gerd hielt dagegen, so gut er konnte,
gewann verlorenes Terrain immer wieder zurück. Doch am Ende
war alles Kämpfen vergeblich, er unterlag Peter mit 10:13…
Im Finale sorgte dann ein wolkenbruchartiger Niederschlag für
eine unerwartete Störung. Doch ließen sich die wettererprobten
CPC-Spieler hiervon nicht im Geringsten beeindrucken. Hartmut hatte
die Platzwahl gewonnen und verlegte das Spiel auf eine fast ebene
Fläche oberhalb der Treppe, was Peter eine Wanderung zu seinem
Lieblingsterrain unmöglich machte. Dementsprechend musste der
Favorit nicht einmal zu großer Form auflaufen, um unangefochten
mit 13:9 zu siegen. Nach drei Jahren Pause war Hartmut wieder Vereinsmeister
geworden, zum insgesamt fünften Mal…
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| 2. PVT-Ligaspieltag, Nordhausen |
| 4. September
2005 |
Nachdem Peter sich fußkrank abgemeldet hatte und auch Jürgen
aufgrund eines Paris-Urlaubs nicht teilnehmen konnte, bekamen die
Chemnitzer nur mit Mühe die erforderlichen sechs Spieler(-innen)
für den Ligaspieltag zusammen. Das Triplette musste komplett
neu formiert werden und setzte sich aus Petra, Gerd und Matthias
zusammen, wobei letzterer nach ausgedehntem Spezialtraining den
Part des Schießers übernahm. Wie gehabt stellten Hartmut
und Dieter das Doublette, und Detlef spielte Tête-à-Tête.
Zusätzlich erschwert wurde der Abstiegskampf durch anfängliche
Orientierungsschwierigkeiten: Das nagelneue Route Finding System,
mit dem Matthias sein Auto ausgestattet hatte, versagte seinen Dienst
und lotste die Chemnitzer über unwegsame und kurvenreiche Gebirgspfade
ans Ziel! So erreichten sie nach Überquerung des Kyffhäuser
Bergrückens Nordhausen erst mit Verspätung, und es war
an ein geordnetes Einspielen nicht mehr zu denken…
Somit verwunderte die klare 0:3-Klatsche im ersten Spiel gegen
Halle 2 niemanden ernsthaft. In der folgenden Partie gegen Leipzig
konnte dann aber immerhin das Tête aufgrund einer “Selbstmordattacke“
von Frank Hellriegel in der letzten Aufnahme knapp mit 13:12 gewonnen
werden. (Er hatte vergebens auf einen erfolgreichen Carreau-Schuss
mit der letzten Kugel spekuliert!) Aber Doublette und Triplette
gingen verloren, und so stand man in der dritten Runde gegen Jena
mit dem Rücken zur Wand…
Da Jena die ersten Begegnungen ebenfalls verloren hatte, konnte
hier bereits eine Vorentscheidung gegen den Abstieg fallen. Jena
musste unbedingt geschlagen werden, dann wäre eine weitere
Niederlage (im letzten Spiel gegen Gastgeber Nordhausen) unter Umständen
zu verschmerzen…
Aber der Auftakt war nicht gerade verheißungsvoll. Detlef,
der mit dem unebenen Nordhäuser Geläuf nicht klarkam und
ungewohnterweise aus der Hockstellung heraus legte, ließ sich
wiederum von Stefan Leisner den Schneid abkaufen und unterlag mit
9:13. Somit lagen alle Hoffnungen auf dem Doublette und dem Triplette…
Hier entwickelten sich unglaublich dramatische Kämpfe, bei
denen Chemnitz am Ende jeweils knapp die Nase vorn hatte. Dabei
schien insbesondere das Doublette bereits klar verloren. Hartmut
und Dieter lagen bereits klar mit 8:12 zurück. Doch anschließend
versagten Jena die Nerven, und sie verlegten in Serie. Die Chemnitzer
konnten immerhin zwei ihrer Kugeln besser platzieren, und sie holten
langsam auf…
In der nächsten Aufnahme gelingt Hartmut ein erfolgreicher
Schuss, der allerdings die eigene, günstig gelegene Kugel mit
wegräumt. Dieters anschließender Legwurf landet einen
halben Meter hinter dem Schwein. Alles scheint verloren, denn Jena
hat noch zwei Kugeln, Chemnitz nur noch eine…
Aber Torsten Hubel übertrifft Dieters Kugel nur knapp. Dieter
behält bei seinem letzten Wurf die Nerven und legt knapp an
die Sau. Nun kann Torsten mit seinem letzten Schuss den Sieg für
Jena klarmachen…
Und er trifft! Aber leider räumt auch er die eigene Legkugel
mit fort, sodass Dieters Halb-Meter-Kugel am Ende doch den Punkt
macht. Es steht 11:12…
In der nächsten Aufnahme legt Jena knapp neben die Sau, aber
Hartmuts Schuss kommt sauber und lässt die hinter dem Ziel
befindliche eigene Kugel im Spiel. Jenas Leger gelingt es nicht,
erneut den Punkt zu machen, und auch der Schießer versagt.
Die anschließenden Legversuche scheitern ebenfalls. Nun hat
es Chemnitz selbst in der Hand, das Match zu entscheiden…
Und gleich mit der nächsten Kugel beweist Dieter Nervenstärke
und macht den dreizehnten Punkt. Jena ist besiegt und Chemnitz –
wie sich anschließend herausstellt – gerettet. Selbst
eine klare Niederlage gegen Nordhausen kann daran nichts mehr ändern.
Den abschließenden Abstiegsthriller tragen Nordhausen und
Jena aus, während Chemnitz sich bereits siegestrunken auf dem
Heimweg befindet...
Die Abschlusstabellen der PVT-Ligen:
1. Liga:
1.Halle 2 6-2 17-7 +76
2.Leipzig 6-2 16-8 +51
3.Nordhausen 3-5 10-14 -11
4.Chemnitz 3-5 8-16 -73
5.Jena 2-6 9-15 -41
2. Liga:
1.Bibra 4-2 11-7 +18
2.Halle 1 3-3 10-8 +17
3.Weimar 3-3 8-10 -6
4.Reichenbach 2-4 7-11 -29
Halle 2 nimmt an der Deutschen Vereinsmeisterschaftsendrunde teil,
Jena steigt ab in Liga 2, Bibra steigt in die 1. Liga auf.
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| 18. Herbstturnier, Hof, 21
Doublettes |
| 3. September
2005 |
Endlich war die Zugvogel-Saison beendet und der Kranich ins heimische
Nest geflogen, sodass die altbewährte (oder doch eher nur alte?)
Chemnitzer Lieblingsformation sich einer neuen Herausforderung stellen
konnte…
Als weiteres Mitglied aus dem aufstrebenden PVT-Verband war Ruth
aus Reinstädt nach Hof gereist und verbündete sich dort
mit der Lokalmatadorin Lore Vecile. Alle anderen Stars und kleinere
Sternchen aus dem Südosten der Republik hatten sich zur Harzer
Trophee nach Nordhausen begeben bzw. glänzten auch dort durch
Abwesenheit…
(Spielbericht “Harzer Trophee“: http://www.leipzigboule.de/news.htm)
Weiterhin waren aufgrund innerfränkischer Animositäten
auch keine Spitzenspieler aus Nürnberg und Schweinfurt am Start,
sodass das Teilnehmerfeld sich auf überschaubare 21 Doublettes
beschränkte, für die nicht weniger als 19 Pokale bereitstanden:
je 8 für A- und B-Turnier (für alle Halbfinalteilnehmer),
sowie weitere drei für den unvermeidlichen Legewettbewerb…
Unter den Startern befanden sich auch einige Boule-Anfänger
bzw. Fast-Neulinge, und eigentümlicherweise waren solche auch
die Gruppengegner von Hartmut und Detlef im Poule. So traf man zunächst
auf zwei Vertreter einer neugegründeten Spielgruppe aus dem
nahegelegenen Wunsiedel, dann auf zwei junge Hofer, Jasmin und Tom,
wobei sich letzterer als gebürtiger Chemnitzer entpuppte…
(Was Hartmut gleich zu einem – leider erfolglosen –
Abwerbungsversuch veranlasste…)
Diese Gegner wurden klar in die Schranken verwiesen, beim zweiten
Mal sogar mit Fanny, und so konnte man sich die Barrage sparen.
Das war ein Glück, den hier wäre man auf ein vor Motivation
sprühendes Kinderteam getroffen! So beschränkte sich der
Kontakt mit diesem auf Gespräche in den Spielpausen, in denen
die beiden Naseweise erstaunlicherweise wissen wollten, ob es sich
bei den Chemnitzern eventuell um die Turnierfavoriten handelte…
Zu diesem Zeitpunkt fand man die Frage noch lustig, etwas später
sollte sich jedoch überraschenderweise zeigen, dass die Kids
mit ihrer Annahme nicht einmal so völlig unrecht hatten…
Um den Cadrage-Gegner, das erfahrene Boule-Ehepaar Rolf und Brigitte
Matthes aus Hof (die Chemnitz-Open-Finalisten von 2004!) in Schach
zu halten, benötigte man allerdings noch einen strategischen
Trick: Man hatte die Kontrahenten während ihrer Barrage-Begegnung
ausgiebig studiert und festgestellt, dass Schießer Rolf die
“Schrappeltechnik“ bevorzugt. So lockte man die Konkurrenz
nach gewonnener Platzwahl kurzerhand in ein unwegsames Waldgebiet,
in dem Schrappelschüsse nicht zum Tragen kamen und gewann klar
mit 13:5…
Im Viertelfinale benötigte man dann keine Tricks mehr. Der
gegnerische Schießer, Uwe Großberger aus Augsburg, immerhin
auf Platz 21 in der bayrischen Rangliste, erledigte alles selbst,
denn erst in der letzten Aufnahme traf er die erste Kugel! Da war
bereits alles zu spät, das Chemnitzer Doublette durch ein klares
13:2 ins Halbfinale eingezogen…
Hier traf man dann auf die wahren und unwidersprochenen Turnierfavoriten:
Tita Vecile (Hof) und Daniel Wissmann (Furth im Wald). Nun war wieder
taktisches Kalkül gefragt. So wählte man als Terrain ein
mit größeren Steinen übersätes Areal aus und
hoffte, dadurch den gegnerischen Leger ausgeschaltet zu haben. Und
in der Tat, Daniel begann schon bald zu fluchen, während die
Chemnitzer sich nicht schocken ließen und bis auf 12:7 davonzogen…
Nun war man nur noch eine Handbreit vom Finale entfernt, nur eine
einzige zwingend gelegte Kugel konnte jetzt die Entscheidung bringen.
Aber plötzlich flatterten beim Kranich nicht nur die Flügel,
sondern auch die Nerven, und auch Hartmut konnte nichts mehr ausbügeln.
Man kassierte einen bitteren Fünfer-Pack, und verlor dann auch
noch die letzte Aufnahme…
Immerhin, man hatte zwei der riesigen Pokale an Land gezogen und
der umfangreichen Sammlung hinzufügen können. Trotzdem
verfolgte man das Endspiel mit doch recht langen Gesichtern. Die
Finalgegner, die um ein Haar die eigenen gewesen wären, der
altbekannte Michael Hahn, Ex-Leipziger und Neu-Further, und sein
Partner Hanns Sack aus Hof, die in der Vorschlussrunde Ruth und
Lore besiegt hatten, erwischten diesmal einen etwas schwächeren
Moment und unterlagen Tita und Daniel klar mit 4:13.
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| 11me Concours de Doublettes
Trinational, Görlitz, 38 Doublettes |
| 2. Juli 2005 |
Unter den anwesenden Doublettes waren elf polnische und immerhin
auch zwei französische (aus Amiens) vertreten, und so konnte
sich das Görlitzer Traditions-Turnier auch diesmal wieder voller
Stolz “Trinational“ nennen…
Also kamen die restlichen 25 Mannschaften aus Deutschland, einige
davon aus Berlin, die meisten aber aus dem PVT-Bereich. Halle, Leipzig
und Reichenbach stellten das Gros der Teilnehmer, aber auch Chemnitz
hatte diesmal immerhin zwei Doublettes am Start…
Nachdem sie beim Leipziger Pastis-Turnier zumindest phasenweise
stark gespielt und sich am Ende nach zwei unglücklich in der
jeweiligen Schlussphase erfolgten Auftaktniederlagen noch auf Platz
8 vorgekämpft hatten (Turnierbericht und –ergebnis Pastis:
http://www.leipzigboule.de/news.htm), rauften sich Hartmut und Detlef
auch für Görlitz wieder zusammen und stellten das Team
Chemnitz I. Peter und Dieter hingegen, die erstmals bei einem Turnier
zusammenspielten, versuchten als Chemnitz II ihr Glück.
Die Losfee meinte es gut mit Chemnitz I und stellte als Auftaktgegner
ein deutsch-polnisches Pärchen bereit, Hans und Malgorzata.
Zumindest letztere erwies sich als blutige Anfängerin, teilweise
mussten ihr sogar die Regeln erklärt werden. Hartmut erwähnte
sogleich, dass man bereits “seit einigen Jahren“ Boule
spiele, und fortan galt man als “Profis“. Aber auch
als solche leistete man sich die eine oder andere Schwäche
und ließ immerhin sechs Punkte zu…
Die nächsten Gegner waren von anderem Kaliber: Diana aus Leipzig
hatte sich mit dem Reichenbacher Ivo zu einer, allein schon rein
optisch beeindruckenden Power-Kombination zusammengefunden…
Warum aber wollten sie ausgerechnet auf einem steinübersäten
Hang spielen? Da hatten sie zuvor ihr Spiel gegen ein polnisches
Duo zwar gewonnen, aber, wie sie selbst zugaben, “nur durch
Glück“…
Hartmut und Detlef hingegen merkten recht bald, dass man diesem
Terrain durch überlegtes taktisches Spiel durchaus beikommen
konnte. Eine besondere Rolle kam hierbei dem perfekten Schweinchenwurf
zu. Hartmut beförderte das Borstentier so geschickt auf einen
ausgesuchten Punkt, dass der Kranich nur noch das vorprogrammierte
Donné genau treffen musste, um ein Höchstmaß an
Präzision zu erreichen. Da konnte der Gegner nur Beifall klatschen,
Fehlschüsse von Ivo taten ein übriges, und ein ungefährdeter
13:5-Sieg war in chemnitzunüblicher Zeit die unvermeidbare
Folge…
Damit hatte man sich eine Pause verdient, die dann aber durch eine
frühe Cadrage-Einteilung bei noch nicht beendeten Barrages
jäh unterbrochen wurde. Man vermied so zwar ein Freilos, hatte
aber auch einen Nachteil gegenüber den meisten Barrage-Gewinnern,
die direkt ins Achtelfinale vorstießen.
Die einzigen Barragisten, die dennoch ins Cadrage mussten, waren
Sandra und Veikko, die Newcomer aus Halle. Ausgerechnet sie trafen
auf die Chemnitzer, die ihren Lauf ungebremst fortsetzten und klar
mit 13:3 dominierten…
Dann aber kam doch wieder, wie zuletzt in beinahe jedem Turnier,
ganz zuverlässig der Absturz. Im Achtelfinale ging es gegen
Berliner, Ilona Schmerbach und Andreas Moritz. Diese waren den Chemnitzern
bislang zwar unbekannt, hatten aber beim letztjährigen Großen
Preis von Berlin immerhin das Viertelfinale erreicht…
Nicht die Tatsache, dass verloren wurde, sondern die Art und Weise
stimmt betrüblich. Hatte man bis zum 1:4 noch einigermaßen
mithalten können und sogar einige Chancen gehabt, das Punktkonto
noch zu erhöhen, so brachen hinterher sämtliche Dämme.
Man fühlte sich leg- und schusstechnisch dem Gegner einfach
nicht mehr gewachsen, kassierte nacheinander einen Dreier- und Viererpack,
und am Ende stand es 1:13…
Chemnitz II war unterdessen schon fertig, Peter und Dieter hatten
ihr Cadrage verloren. Mariola und Wladyslaw, eine Kombination aus
Dzierzoniow, dem polnischen Reichenbach, waren die Endstation…
Diese wiederum scheiterten im Achtelfinale an den Leipzigern Thomas
und Jens. Im Viertelfinale nahmen die “Lieblings-Leipziger“
es dann noch einmal mit Chemnitz-Bezwingern auf und forderten Andreas
und Ilona. Wie diese und die anderen Partien der noch im Turnier
befindlichen PVT-Spieler aus Leipzig, Halle und Reichenbach ausgingen,
wollten die Chemnitzer dann nicht mehr miterleben und fuhren kleinlaut
nach Hause…
Was sie nicht erfuhren, kann aber unter http://www.leipzigboule.de/news.htm
nachgelesen werden. Es lohnt sich!
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| 1. PVT-Ligaspieltag, Halle |
| 12. Juni
2005 |
|
Da einige der Entscheidungsträger des Thüringen-Verbandes
den Turnierkalender als zu aufgebläht erachteten, beschlossen
sie kurzerhand, das Jahrespensum um einen Ligaspieltag zu kürzen,
was eine Zweiteilung der Liga zur Folge hatte. Für Chemnitz
hätte sich dies beinahe fatal ausgewirkt, hatte man doch die
Vorjahressaison nur auf Platz 6 (unter 10 Mannschaften) beendet.
Zum Glück zogen die besser platzierten Reinstädter ihre
Mannschaft zurück, somit rutschte Chemnitz noch gerade so hinein
in Liga 1…
Hier galt man dann freilich als Abstiegskandidat Nummer 1 und wurde
sogar als “Luschenteam“ verunglimpft. Und dieser Weg
schien nach der deutlichen Auftaktschlappe gegen Halle II auch klar
vorgezeichnet…
Trotzdem hielt man an der vereinbarten Startaufstellung fest, und
siehe da, es erfolgte ein kaum für möglich gehaltener
Aufschwung. Gegner in der zweiten Runde war Leipzig, der Klassenprimus
des letzten Jahres, der aber schmerzliche Verluste hatte hinnehmen
müssen, denn die “Gastspieler“ aus Halle, Christian
und Micha, verstärkten nun wieder ihre Heimmannschaft…
Somit stellte Leipzig nur eine “Bank“, die Doublette-Könige
Thomas und Jens, die dem neuformierten Chemnitz-Duo Hartmut und
Dieter auch eine klare 13:3 Niederlage verpassten. Damit hatten
sie ihr Pulver jedoch schon verschossen und mussten sich nun damit
begnügen, auf anderen Plätzen zu kiebitzen. Beim Tête
à Tête kamen sie gerade rechtzeitig, um die entscheidenden
Würfe mitzuerleben, denn zwischen Detlef und Frank stand es
12:12. Detlef befand sich gerade mitten in der Konzentrationsphase,
um die erste Kugel zu legen, da holte Thomas zum psychologischen
Tiefschlag aus: Er verkündete laut das Doublette-Ergebnis und
berichtete außerdem von einem für Chemnitz vernichtenden
Zwischenstand im Triplette…
Das war genau die falsche Taktik: Der Kranich fühlte sich
nun erst recht angestachelt und legte seine Kugel direkt neben die
Sau. Frank reagierte mit Fehlschüssen, und somit stand es im
sächsischen Städtevergleich 1:1…
Sollte dieser knappe Tête-Erfolg der Grundstein zum Sieg
in der Begegnung sein? Mit gemischten Gefühlen schlich Detlef
zum Triplette-Schauplatz, konnte sich dann aber dort gleich davon
überzeugen, dass Thomas nur geblufft hatte: Die aus Peter,
Petra und Jürgen gebildete Chemnitzer Mannschaft steuerte einem
unglaublichen 13:1-Erfolg entgegen. Damit war die Sensation erreicht,
der Champion entthront!
Trotzdem wurden die Chemnitzer von ihrem nächsten Gegner,
den Nordhäusern, immer noch verächtlich über die
Schulter angesehen. Sie hatten aber jetzt Lunte geleckt und vor
allem viel Selbstvertrauen getankt. Insbesondere der Kranich, der
dem DM-Tête-Endrunden-Teilnehmer Peter Mehne eine historische
13:0-Schlappe verpasste. Spannend machte es diesmal das Triplette,
das einen Rückstand noch umbog und dank einer “Wunderkugel“
von Jürgen 13:12 siegte. Da konnte dann auch die zuvor erlittene
Niederlage des Doublettes (gegen Stefanie und Sebastian) nicht mehr
schmerzen…
Nun war das Unglaubliche möglich geworden und man träumte
bereits von der Tabellenführung. Dazu musste freilich zunächst
noch Jena aus dem Weg geräumt werden…
Detlef ging voller Zuversicht ins Tête, zumal er erfahren
hatte, dass sein Gegenspieler Stefan Lenzner bisher sieglos geblieben
war und anscheinend mit dem harten Legboden am Saaleufer nicht zurechtkam.
Ein gewonnener Dreierpack gleich in der ersten Aufnahme schien ihn
zu bestätigen…
Dann allerdings musste er erfahren, dass sich Geschichte einfach
nicht wiederholen lässt. Obwohl er auf dem gleichen Platz spielte
wie zuvor gegen Peter und auch die gleiche Taktik anwandte, kamen
seine Kugeln diesmal nicht halb so gut. Sein Gegner spielte zwar
auch nicht überragend, aber seine Leistung war ausreichend,
und so kam Stefan am Ende zu einem 13:10-Erfolg…
Auch das Triplette verlor diesmal, dafür gelang es Hartmut
und Dieter (nach einem taktischen Wechsel: Hartmut hatte den Part
des Schießers übernommen) endlich, ihr erstes Match zu
gewinnen. Alles in allem stand aber am Ende eine Niederlage auf
dem Spielberichtsbogen, und so nimmt Chemnitz nach dem ersten Spieltag
doch nur den vorletzten Platz ein, knapp vor Überraschungs-Schlusslicht
Nordhausen…
1.Runde:
Chemnitz-Halle II: 0:3
Nordhausen- Leipzig: 0:3
spielfrei: Jena
2.Runde:
Chemnitz-Leipzig: 2:1
Jena-Halle II: 2:1
spielfrei: Nordhausen
3.Runde:
Jena-Nordhausen: 1:2
Leipzig-Halle II: 1:2
spielfrei: Chemnitz
4.Runde:
Leipzig-Jena: 2:1
Chemnitz-Nordhausen: 2:1
spielfrei: Halle II
5.Runde:
Chemnitz-Jena: 1:2
Nordhausen-Halle II: 0:3
spielfrei: Leipzig
Tabelle:
G V S N Ergebnis Diff.
1. Halle II 3 1 9 3 140:108 +32
2. Leipzig 2 2 7 5 128:119 +9
3. Jena 2 2 6 6 131:127 +4
4. Chemnitz 2 2 5 7 107:125 -18
5. Nordhausen 1 3 3 9 118:144 -26
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| 5. Concours de Pétanque,
Weimar, 24 Teams |
| 21. Mai 2005 |
|
Der “Concours de Pétanque“ war wiederum als
Spaßturnier konzipiert, anders als in vergangenen Jahren gab
es aber diesmal kein Mêlée, stattdessen konnte man
wahlweise als Doublette oder Triplette melden…
Die Chemnitzer zauberten Gerd aus dem Hut und meldeten überraschenderweise
als Triplette. Sie hatten somit de facto zwei Leger und einen Schießer,
aber keinen klassischen Milieu…
Natürlich sollte der Spaß im Vordergrund stehen, und
man wollte möglichst relaxed spielen, aber alle guten Vorsätze
waren schnell über den Haufen geworfen, denn gegen die starken
Auftaktgegner, Stefanie und Ralf, wollte man naturgemäß
möglichst gut abschneiden…
Das gelang freilich nur am Anfang: Die Nordhäuser, die gerade
erst aus dem Auto gestiegen waren, ließen eine Chemnitzer
8:0-Führung zu, bevor sie endlich aufwachten und ihrem Gegner
eine technische Fanny verpassten…
Das war entmutigend, aber im nächsten Spiel gegen die Hummelshainerinnen
Rebecca und Tina konnte man dann endlich entspannt aufspielen und
trotzdem klar gewinnen…
Gegen die Gegner der dritten Runde war dies dann nicht mehr möglich.
Volker Drusche und Peter Adrion, die Weimar-Bibraer Spielgemeinschaft,
legten ein Höllentempo vor und lagen nach zwei Aufnahmen bereits
8:0 in Front. Detlef und Gerd ließen sich derart schocken,
dass sie vor Schreck beinahe alle ihre Kugeln verlegten. Hartmut,
der als einziger Normalform erreichte, konnte mit seinen zwei Kugeln
auch nicht mehr viel retten, und so stand nach nur fünf Aufnahmen
ein betrübliches 1:13 in den Chemnitzer Annalen…
Nun wollte man sich gegen relativ unbekannte Jenaer wieder aufbauen,
aber auch das war kein Selbstgänger. Bärbel ließ
beim Legen zwar meistens relativ viel Platz, aber ihr Mitspieler
sorgte durch mindestens eine perfekte Kugel pro Aufnahme für
erbitterten Widerstand…
Wer war eigentlich dieser Mitspieler? Laut Weimarer “Ergebnisdienst
Presse“ heißt er “Jaque“, könnte also
korrekterweise auch “Jacques“ heißen. Auf der
Rückseite seines Trikots war jedoch, unterhalb der Glücksnummer
13, die verdeutschende Form “Schack“ aufgedruckt…
Trotz des Widerstandes und eines zwischenzeitlichen 5:9-Rückstands
hatte Chemnitz in den letzten Aufnahmen wiederholt die Chance, den
Sack zuzumachen, aber hier betätigte sich diesmal Hartmut als
Erfolgsbremser. So kam es, wie es kommen musste: Nach 12:9-Führung
kassierte man einen Dreierpack. In der absolut letzten Aufnahme
legte Gerd eine “zwingende 13“. Doch Schack/Jaque/Jacques
gelang anschließend ein lupenreines Carreau. Die folgenden
Schüsse von Hartmut verfehlten ihr Ziel. Detlef gelang es dann
zwar noch, die Kugel ein wenig zu drücken, doch der anschließende
Legwurf verfehlte um einige Millimeter das Ziel. Das war Glück
für Jena, denn wie Schack… anschließend zugab,
hätte er sich einen weiteren Wurf aufgrund der großen
Nervenanspannung nicht mehr zugetraut…
Somit hatte man wenigstens ein spannendes Spiel an diesem Tag erlebt.
Das abschließende, gegen Bernd aus Bibra und einen Franzosen
aus Jena namens Simon, verlief dann wieder recht einseitig, diesmal
allerdings hatte Chemnitz mit 13:2 die Nase vorn…
Man konnte also relativ zeitig nach Hause fahren, während
das Turnier nach den fünf Schweizer Runden noch ins Halbfinale
ging. Hier das offizielle Ergebnis, übermittelt von Volker:
1 Reiner Pfeifer/Reinhard Mielchen (Krofdorf/Ehringshausen)
2 Katrin Pfeiffer/Christian Puttkammer (Jena/Halle)
3 Jürgen Wobser/Christian Hendrich (Weimar)
3 Marco Staudt/Uwe Pfeiffer (Krofdorf)
5 Norbert/Dieter (Halle)
5 Niklas/Thorsten (Jena)
7 Tom/Axel (Weimar/Halle)
8 Stefanie/Ralf (Nordhausen)
9 Peter M./Sebastian (Nordhausen)
10 Peter A./Volker (Bibra/ Weimar)
11 Bärbel/Jaque (Jena)
12 Ruth/Ingo (Reinstädt)
13 Thomas/Jens (Hummelhain/Bibra)
14 Maik/Hartmut/Gundolf (Halle)
15 Hartmut/Detlef/Gerd (Chemnitz)
|
| DM Qualifikation, Reichenbach/Oberlausitz,
11 Doublettes |
| 7. Mai 2005 |
|
Parallel zur Quali fand der Via-Regia-Cup statt, den Hartmut und
Detlef vor zwei Jahren gewonnen hatten, und bei dem Hartmut im letzten
Jahr zusammen mit Micha immerhin Dritter wurde. Sollte man die gute
Tradition nicht fortsetzen?
Aber die Unvernunft setzte sich durch, man meldete zur Quali. In
irgendwelchen hinteren Gehirnwindungen hatte sich womöglich
der Gedanke festgesetzt, man könne, bei optimalem Verlauf,
eventuell den zweiten Platz schaffen. Der erste schien ja bereits
vergeben, denn mit Jens und Micha hatten sich die derzeit besten
PVT-Spieler zu einer unschlagbaren Power-Kombination zusammengefunden…
Offiziell hieß es dann allerdings: „Wir wollen die
starken Gegner nur etwas ärgern!“ Dieser Vorsatz ging
allerdings schon in der ersten Partie vollkommen in die Hose. Maik
und Gundolf warfen beim ersten zaghaften Vorstoß einiger Sonnenstrahlen
sogleich ihre Winterkleidung ab, und hervor kamen nagelneue, strahlend-blitzende
Polizeihemden. Die Chemnitzer waren geschockt und ließen sich
willenlos abführen…
Der Schockzustand setzte sich fort, als in der nächsten Partie
gegen Wilfried und Uwe in der ersten Aufnahme gleich ein möglicher
Sechserpack verpasst wurde. Hartmut brachte einige gegnerische Kugeln
wieder ins Spiel, und so sprangen nur magere zwei Pluspunkte heraus.
Danach wurden die Bibraer stärker, während die Chemnitzer
deutlich nachließen. Kurz vor Schluss gelang dann zwar noch
einmal ein Fünferpack, aber dieses letzte Aufbäumen konnte
die 11:13-Niederlage letztlich nicht mehr verhindern…
Damit waren die absurden Qualifizierungswünsche endgültig
ad acta gelegt. Aber eigentümlicherweise zeigten die Chemnitzer
ausgerechnet jetzt ihr bestes Boule. Gegen die amtierenden Chemnitz
Open Champions Stefanie und Ralf (Nordhausen) gelang es ihnen endlich
zu “beißen“. Besonders Hartmut lief zu großer
Form auf und räumte Stefanies noch so gut gemeinten Legversuche
unerbittlich aus dem Weg. So gelang ein 13:9 gegen einen starken,
am Ende sehr enttäuscht dreinblickenden Gegner…
Nun folgte gleich noch ein weiterer Siegpunkt, denn man erhielt
ein Freilos. Anschließend wurde den Chemnitzern dann aber
gnadenlos der derzeit herrschende Leistungsunterschied aufgezeigt.
Man wurde hochgelost und bekam es mit niemand anderem als den bis
dahin ungeschlagenen Jens und Micha zu tun. Diese hatten nur in
der Partie gegen die Nordhäuser Peter und Sebastian eine Zeitlang
geschwächelt, ansonsten aber einen so souveränen Durchmarsch
hingelegt, dass selbst die Polizei nichts gegen sie ausrichten konnte.
Und nachdem die Chemnitzer in der ersten Aufnahme drei mögliche
Punkte durch schwache Schüsse liegengelassen hatten, ging auch
für sie “Land unter“. Mit Mühe konnten sie
noch die Fanny verhindern, das war’s auch schon, und es ging
schnell heimwärts…
Da es am Ende dann doch nur einen Startplatz für den PVT-Verband
gab (im letzten Jahr waren beide Doublettes bei der DM in der ersten
Runde rausgeflogen), werden in diesem Jahr also nur Jens und Micha
unseren Verband vertreten. Maik und Gundolf wurden zwar Zweite,
schauen aber dennoch in die Röhre. Stattdessen werden 154 Baden-Württemberg-Doublettes
an der DM teilnehmen (oder so ähnlich). Na klar, in BW kennt
ja auch niemand den Pétanque-Sport, da ist Promotion dringend
erforderlich…
|
| 4 Turniere in Orech/CZ: Malý
nocní pivní turnaj, 9.Prvomájové koule
Barona Prášil, O cop Barona Prášila, Májové
prasátko. Oder: "Die Jagd nach den Zöpfen" |
| 29. April
- 1. Mai 2005 |
|
Wieder waren Hartmut und Detlef als einzige Chemnitzer angereist,
hinzu kamen jede Menge Hallenser und Leipziger…
Die Leipziger drückten dann auch der Auftaktveranstaltung
am Freitag, dem “kleinen Bierturnier“, ihren Stempel
auf. Das von Jens, Thomas und Frank gebildete Triplette gewann unangefochten
und konnte im Bier baden. Hartmut und Detlef verstärkten sich
durch Helmut, einen weiteren Leipziger, belegten einen achtbaren
neunten Platz, der sie nur knapp vom Viertelfinale ausschloss, gratulierten
höflich den Siegern und durften anschließend mitfeiern…
Der nächste Tag sollte auch für sie Erfolge bringen.
Das auf 96 Doublettes limitierte 9. Baron Münchhausen-Turnier
war wieder gut besetzt, die gesamte tschechische Elite war am Start,
dazu einige Dänen, Schweizer, in Tschechien lebende Franzosen,
sowie aus Deutschland die bereits erwähnten PVT-Spieler.
Und die Chemnitzer wollten es diesmal wissen. Gleich zum Auftakt
besiegten sie die Tête de Série ihrer Gruppe, Miroslav
Muík und Iva Valenzová aus Karlovy Vary, die
in der tschechischen Rangliste die Plätze 12 und 20 belegen.
Ein zweiter Sieg folgte, diesmal gegen eine Studentenmannschaft,
dann allerdings gab es zwei knappe Niederlagen: zunächst 10:13
gegen Jirí Vašícek und Julie Vašícková
vom PC Kolová und anschließend 12:13 in einem denkwürdigen
Match gegen Rubi Gorrono Lopéz (POP Praha), der sich diesmal
mit Blanka Doubravová verstärkt hatte und auf Revanche
für die erlittene Niederlage im Golden Boule Turnier brannte.
Dennoch hatte man noch die Chance, sich im Play-Off doch noch fürs
A-Turnier zu qualifizieren, aber auch hier unterlag man knapp, 10:13
gegen Milan und Filip Bayer vom PC Austerlitz 1805…
Also spielte man B, dachte man zumindest, doch eigentlich war es
ja ein ganz neues Turnier: “O cop Barona Prášila“,
in dem es für die Sieger jeweils einen auf eine Siegestafel
angebrachten Zopf des Baron Münchhausen zu gewinnen gab. Dieses
Turnier hatten die Chemnitzer im Vorjahr gewonnen, dann allerdings
waren ihnen die Zopf-Trophäen mitsamt Auto gestohlen worden,
ihr erinnert euch sicher noch…
Die Chemnitzer hatten den entgangenenen Siegespreisen ein Jahr
lang nachgetrauert, ihr Verlust wog schwerer als der von Hartmuts
Auto oder von Detlefs Filmkamera. Doch dann hellten sich ihre Mienen
schlagartig auf, als nämlich Turnierorganisator Vladimir Glaser
plötzlich eine Nachbildung der verlorenen Tafeln vor ihre verdutzten
Augen hielt. Damit hatte man den ersten Pokal schon gewonnen, und
die Moral stieg spürbar. Jetzt wollte man auch noch den zweiten
Zopf!
Zuvor hatten die Götter den Chemnitzern allerdings Helmut
und Frank in den Weg gestellt. Diese erwiesen sich als die erwartet
starken Gegner und hatten eigentlich auch schon fast gewonnen, bevor
in einer unglaublichen Energieleistung das Blatt noch gewendet werden
und ein knapper 13:12-Sieg auf die eigenen Fahnen geschrieben werden
konnte…
Gespielt wurden drei Runden Schweizer System, und nur die besten
vier qualifizierten sich für die Endrunde. Die Chemnitzer wussten
also, dass sie Außergewöhnliches bieten mussten, sollte
der Zopfraub ein zweites Mal gelingen…
Im nächsten Spiel ging es gegen eine Zufallskombination, David
Ouedraogo von POP Praha, dessen Vater Afrikaner ist, sowie gegen
den Schweizer Luciano vom PC Raperswill. Dieser hatte sich am Morgen
mit seinem Partner Rolf Straumann dermaßen gestritten, dass
der den Bouleplatz kurzerhand verlassen hatte und Luciano mit drei
Kugeln weiterspielen ließ…
Das erinnerte Detlef an vergleichbare Gedankenspiele, aber diesmal
bestand für einen Streit mit Hartmut absolut kein Anlass. Denn
Hartmut wuchs über sich hinaus, schoss plötzlich drei
Carreaus hintereinander. Das inspirierte auch Detlef, er legte in
dieser Partie immer häufiger die von Hartmut geforderte “zwingende
Kugel“. Das Ergebnis war ein unangefochtener 13:2-Erfolg…
Und auch gegen die Lokalmatadoren Leander Leisky und Patrik Fuksa
hielt der Erfolgsrausch an und man siegte unangefochten mit 13:6.
Man lag nun auf Platz 2 der Zwischenwertung und hatte das Halbfinale
erreicht…
Nun fehlte nur noch ein kleiner Schritt bis zum ersehnten Zopf.
Zunächst jedoch gab es einen empfindlichen Rückschlag:
gegen Vladimir Husák und Pavel Hodbod’ von Carreau
Brno hatte man nicht den Hauch einer Chance: 2:13…
Deswegen musste man jedoch noch nicht zopflos aus dem Turnier gehen.
Es ging ins Spiel um Platz 3, und nur der Sieger würde ein
Haarteil mit nach Hause nehmen können. Die Gegner waren wieder
Kores und Kores, Jirí senior und Jirí junior, gegen
die man in Loket knapp mit 12:13 verloren hatte…
Es wurde ein hartes Match. Der kleine Jirí, dessen Schusstechnik
auffallend der unseres PVT-Micha ähnelt, traf fast immer und
glich damit die eher durchwachsene Legleistung seines Vaters aus.
Doch die Sehnsucht nach dem Zopf verlieh ungeahnte Kräfte.
Am Ende erwiesen sich die Chemnitzer als nervenstärker, gewannen
mit 13:9 und nahmen jubelnd die Preise entgegen. Sie hatten zwei
Zöpfe an einem Tag gewonnen, eine in der Pétanque-Geschichte
sicher einmalige Ausbeute…
Damit war die Flasche aber auch schon leer. Am nächsten Tag,
beim “Májové prasátko“-Turnier,
zu dem sich 29 Doublettes eingefunden hatten, konnte der Hebel nicht
wieder umgelegt werden. Dabei sah es im ersten Spiel lange gut aus.
Man führte klar mit 11:7, aber dann gelang dem Gegner ein Sechserpack.
Das war’s. Den anschließenden Gegnern, durchweg PVT-Spieler,
gewährte man großzügig “Aufbauhilfe“
und belegte am Ende einen nicht erwähnenswerten Platz…
|
| 4. Leipziger Stadtmeisterschaft,
28 Doublettes |
| 23. April
2005 |
War die Hofer Stadtmeisterschaften noch zu einem eindrucksvollen Beweis
der neugewonnenen Stärke des PVT-Verbandes geraten, so verhielt
es sich diesmal genau umgekehrt: Das bajuwarische Imperium schlug
zurück! Die erfolgsgewohnten Leipziger Thomas und Jens konnten
gerade noch die Siegprämie für das B-Turnier abstauben,
und das war’s dann auch schon mit der vermeintlichen sächsisch-thüringischen
Vorherrschaft…
Der Überraschungs-Coup gelang den BPV-Spielern durch das Ausspielen
einer gänzlich neuen Trumpfkarte: Zwei Schweinfurter namens
Ludwig, die bisher, jedenfalls von den Chemnitzern, noch bei keinem
Turnier gesichtet worden waren und auch in keiner Rangliste zu finden
sind, spielten alles in Grund und Boden und entschieden das innerfränkische
Finalduell im A-Turnier gegen Tita und Torsten aus Hof…
Unterdessen setzte der sportliche Abstieg der Chemnitzer sich fort.
Hatten sie im letzten Jahr noch das B-Turnier gewonnen, so reichte
es diesmal nur zu Platz drei in selbigem Turnier, wodurch eine Prämie
von sage und schreibe zehn Euro abgefasst werden konnte. Thomas
und Jens waren im Halbfinale unüberwindbar und zeigten Hartmut
und Detlef ihre derzeit klar erkennbaren Grenzen auf…
Deren Gesamtbilanz: 4 Siege (davon ein äußerst knapper
und lange nicht für möglich gehaltener im Spiel um Platz
3 des B-Turniers gegen die Hallenser Dieter Kropp und Anja Föckel)
und 3 Niederlagen, zwei davon in der Vorrunde: die erste gegen die
Hallenser Nachwuchsspieler Marius und Fabian, die erstaunlich gut
mit dem für sie ungewohnten weichen Terrain zurecht kamen,
auf das Detlef sie nach der Platzwahl gelockt hatte, die zweite
dann gegen zwei alte Haudegen aus Leipzig: Dieter Stehr und Rolf
Hartwig. Da war man doch etwas enttäuscht, denn nach dem souveränen
Auftaktsieg, immerhin gegen Lore Vecile und deren Partner Dieter
Büttner (Aschaffenburg) hatte man sich eigentlich zumindest
die Teilnahme am A-Turnier ausgerechnet…
Wenigstens an der Verhandlungsfront konnte noch ein Erfolg verbucht
werden: Oben erwähnter Dieter Büttner, der im Tal der
Boule-Ahnungslosen (Dresden!) wohnt, wird demnächst in der
Liga für Chemnitz an den Start gehen!
|
| Turnier "O Tlustou Bertu",
Loket/CZ, 51 Doublettes |
| 16. April
2005 |
Zum dritten Mal hintereinander fand dieses vom CP Vary ausgetragene
Turnier vor der atemberaubenden Kulisse der auf einem spektakulären
Felsmassiv stehenden mittelalterlichen Burg Loket (Ellbogen) statt.
Wieder hatte sich ein Großteil der tschechischen Elite zum Wettkampf
eingefunden und wieder sorgten die beiden Chemnitzer Hartmut und Detlef
für das internationale Flair…
Die Partien der Vorrunde fanden für die Chemnitzer auf hartem
Terrain auf den Uferwegen entlang der Eger statt. Dabei traf man zunächst
auf einen weiteren Vertreter aus dem “Valenz-Imperium“,
mit dem man sich in der Vergangenheit schon einige harte Duelle geliefert
hatte: Katarina Valenzova, die Nummer 5 der tschechischen Rangliste.
Sie hatte sich diesmal mit Hana Vachovková verbündet,
die 2004 beim MDZ Open in Orech an der Seite von Katarinas Vater Pavel
im Halbfinale gegen die Chemnitzer unterlegen war…
Das schien ein gutes Omen zu sein, und in der Tat hatte Hana mit dem
Legen wiederholt Probleme, sodass die Chemnitzer sich in aussichtsreiche
Positionen bringen konnten. Hinzu kam, dass Katarinas Schüsse
überraschend ihr Ziel fast durchweg verfehlten. Aber dafür
waren ihre Legwürfe sensationell, zogen teilweise die Sau hin
zu den weit nach vorn gelegten Legkugeln ihrer Partnerin, sodass die
Chemnitzer wiederholt keine Antwort wussten und die Partie mit 8:13
abgaben…
Die nachfolgenden Partien zeigten dann einen deutlichen Formanstieg.
Detlef fand sich zunehmend besser auf dem Legboden zurecht, Hartmuts
Schüsse trafen wiederholt. Die Gegner, zunächst zwar nur
bessere Hobbyspieler aus Karlovy Vary, dann aber auch eine nicht einmal
schwache Kombination aus Cheb, wurden mit 13:1 und 13:5 klar in die
Schranken verwiesen. Damit hatten die Chemnitzer bei fünf Teilnahmen
zum fünften Mal das A-Turnier des Tlusta Berta-Turniers erreicht…
Würde nun aber endlich auch mal ein “großer Wurf“
gelingen? Die Top-Platzierung war bisher ein 5. Rang 2001 gewesen,
damals noch auf dem Vorplatz des Hotel Imperial in Karlovy Vary…
Verheißungsvoll ging es weiter. Hartmut hatte die Gegner des
Sechzehntelfinales (Karel und Pavel Kresák aus Zavlekov) auf
den selben Platz gelockt, auf dem man sich hinreichend eingespielt
hatte. Detlef legte sensationell, was einmal sogar ein Schulterklopfen
des Gegners zur Folge hatte. In der nächsten Aufnahme zog er
sich dann jedoch den Zorn seines Mitspielers zu, als er eine Chance
für Schluss leichtfertig verschenkte: Statt den riesigen, durch
Hartmuts Gesten klar angezeigten Raum auf der linken Seite zu nutzen,
steuerte er unerklärlicherweise das Ziel durch die Mitte an und
brachte dadurch dadurch eine gegnerische Kugel wieder ins Spiel. Aber
auch trotz dieser Verzögerung sprang schließlich ein unangefochtener
13:2-Sieg heraus...
Das gab Anlass für höchste Träume. Doch dann kam wieder
einmal alles anders als gedacht…
Im Achtelfinale drehten die Gegner nämlich den Spieß um
und lockten ihrerseits die Chemnitzer auf “ihr“ Terrain.
Das befand sich an einem Steilhang, am Rande des Felsmassivs, und
war über und über mit Steinen übersät. Dennoch
war Hartmut hoffnungsvoll gestimmt. Er vertraute seinem Leger, denn
dieser sollte hier seine immer wieder geübten Hochportée-Würfe
doch wohl effektiv einsetzen können…
Im Hintergrund setzten gerade einige Kletterspezialisten dazu an,
eine nahezu senkrechte Felswand zu erklimmen. Das schien ein äußerst
gefährliches Unterfangen zu sein, mit unsicheren Erfolgsaussichten.
Doch am Ende ereilte der Absturz nicht sie, sondern die Chemnitzer…
Möglicherweise verursacht durch unglücklich herumliegende
Steine misslangen Detlef einige Würfe, und er begann sich zu
fragen, ob die Hochportée-Technik hier überhaupt angebracht
war. Vielleicht hatte er aber auch zu lange auf dem harten, flachen
Terrain gespielt, dass er den technischen Ablauf der Würfe schlichtweg
vergessen hatte. Wie dem auch sei, die Folge waren einige Aufnahmen,
bei denen keine seiner Kugeln an den gewünschten Stellen liegenblieb.
Hartmut nahm dies zornesrot zur Kenntnis, tanzte wie ein HB-Männchen
feixend durch die Luft, und brachte dadurch seinen Adrenalinspiegel
so sehr in Wallung, dass auch er mindestens seine nächsten beiden
Kugeln verlegte. Mit einer solchen unterirdischen Leistung war natürlich
kein Blumentopf zu gewinnen, geschweige denn ein Pokal, und so unterlag
man den Gegnern (Jirí Vašícek und Václav
Chalupecký vom PC Kolová) folgerichtig klar mit 2:13…
Bei jedem anderen Turnier wäre man jetzt kleinlaut nach Hause
gefahren, hier jedoch waren noch die Play-Offs für den neunten
Platz zu bestreiten. Aber es war schwierig, sich jetzt wieder auf
die neue Aufgabe zu konzentrieren, obwohl man jetzt erneut auf dem
gewünschten Platz am Flussufer spielen konnte. Erst nachdem es
4:12 für den Gegner stand (Jirí Koreš, Senior und
Junior, vom PC Ceské Budejovice), riss man sich endlich zusammen
und kämpfte sich Punkt um Punkt heran. Dann die vorentscheidende
Aufnahme, Spielstand ist inzwischen 11:12: Detlef legt die Kugel an
die Sau, der Gegner schafft es dann, zwei seiner Kugeln ebenfalls
an die Sau zu legen, aber nur Detlefs Kugel liegt press. Es bietet
sich somit ein “Atomziel“ von drei fetten und breiten
Kugeln mitsamt Sau, die auch der blindeste Schütze problemlos
wegräumen müsste, um so das Spiel zu entscheiden. Aber irgendwie
schafft es Hartmut dann doch, dreimal das Ziel zu umgehen. Es bleibt
somit beim Spielstand von 12:12. Wutschnaubend übernimmt Hartmut
die Verantwortung für die sich abzeichnende Niederlage. Das allerdings
will Detlef nicht zulassen: er verlegt anschließend seine Kugeln
und ermöglicht so dem Gegner einen nicht mehr für möglich
gehaltenen Sieg...
Mit einem 13. Platz im Gepäck, dazu mit einem wertvollen Schatz
an neuen Erfahrungen, verabschiedeten die beiden Chemnitzer sich also
von dem Panorama der hoch über ihnen thronenden Burg. Vielleicht
wird es ihnen ja dann im nächsten Jahr endlich gelingen, sie
zu erklimmen… |
| 9. Hofer Stadtmeisterschaft,
27 Doublettes |
| 10. April
2005 |
Die 9. Hofer Stadtmeisterschaft geriet für den PVT-Verband zu
einer eindrucksvollen Demonstration der Stärke. Dazu konnten
sogar die Chemnitzer ihren Teil beitragen, wenn auch, wie fast schon
die Regel, nur durch einige Siege im B-Turnier…
Dabei wäre die Teilnahme am A-Turnier durchaus möglich gewesen.
Schon im Auftaktspiel gegen Tita und Lore waren Hartmut und Detlef
nicht chancenlos. Auf dem Chemnitzer Lieblingsterrain im Wald verdankten
die Hofer ihren Sieg hauptsächlich einem nach gelungenem Sauschuss
von Tita erzieltem 5er-Pack und gewannen dennoch mit 13:9 relativ
knapp…
Das nächste Spiel gewannen die Chemnitzer gegen das Ehepaar Springer
aus Ansbach klar mit 13:3 und hofften nun, sich in der Barrage gegen
Tita und Lore revanchieren zu können. Stattdessen trafen sie
zu ihrer Überraschung auf “Standardgegner“ Michael
Semineth aus Schweinfurt (Platz 20 der BPV-Rangliste), der sich diesmal
mit Heidrun Karpinski (PCNC Nürnberg, Platz 37) verbündet
hatte. Wie schon auf vorangegangenen Hofer Turnieren entwickelte sich
ein begeisterndes, an Dramatik kaum zu überbietendes Match. In
den ersten fünf Aufnahmen konnte jeweils nur ein Punkt erzielt
werden, und die Franken gingen mit 3:2 in Führung. Dann allerdings
nahmen die Westsachsen fast schon gewohnheitsmäßig eine
“Auszeit“, und die Franken zogen unerbittlich auf 10:3
davon. Doch plötzlich schwächelten auch sie und verlegten
auf dem unberechenbaren Boden neben dem Sportplatz eine komplette
Aufnahme. Den Chemnitzern, die schlagartig ihre Konzentration wiedergefunden
hatten, gelang ein 5er-Pack, und sie kamen auf 8:10 heran. Dann ein
3er-Pack, plötzlich stand es 11:10. Jetzt endlich rissen sich
Michael und Heidrun wieder zusammen: 11:11. Doch Chemnitz wollte es
wissen: 12:11 in der nächsten Aufnahme. Das war’s jedoch,
ein 2er-Pack gegen sie besiegelte die unglückliche Niederlage,
und es ging doch wieder ins B-Turnier…
Wenn die Chemnitzer nun dachten, sie könnten nun gegen leichtere
Gegner eine ruhigere Kugel schieben, so sahen sie sich getäuscht.
Schon die Hofer Nachwuchshoffnungen Sascha und Jasmine erwiesen sich
im Achtelfinale als schwerer Brocken, gingen rasch 5:0 in Führung
und mussten mühsam niedergerungen werden. Auch im Viertel- und
Halbfinale ging es gegen starke Konkurrenz aus Nürnberg, Furth
im Wald und Schweinfurt. Die Partie gegen die Nachwuchsspieler Daniel
Dittmann und Marco Bonsch dauerte circa 2 Stunden, das ist selbst
für Chemnitzer Verhältnisse rekordverdächtig! Somit
war bei fast schon einbrechender Dunkelheit im Finale die Luft raus
und man unterlag klar mit 5:13 – das aber immerhin gegen ein
anderes PVT-Team: Sebastian aus Halle sowie Frank aus Leipzig…
Diese hatten in der Vorrunde gegen Albin Raux, den bayerischen Ranglistenersten,
nur äußerst knapp mit 12:13 den Kürzeren gezogen.
Der wiederum konnte anschließend mit seiner Partnerin bis ins
Finale durchmarschieren. Dort jedoch fand er seinen Meister, und es
war ein PVT-Team, das den Spitzenspieler in die Schranken wies: Maik
und Micha aus Halle, die eindrucksvoll ihren Titel vom Vorjahr verteidigten
und damit unaufhaltsam ihren kometenhaften Aufstieg an den nationalen
Pétanque-Himmel fortsetzen… |
| Länderpokal des DPV
in Hungen (Hessen), Triplettes |
| 05./06. März
2005 |
An diesem Wettbewerb nahm der Pétanque Verband Thüringen
zum ersten Mal teil. Es fanden insgesamt neun Begegnungen gegen andere
Landesverbände statt, aufgeteilt in jeweils fünf Triplette-Begegnungen,
von denen der PVT infolge der fehlenden Masse an Juniorenspielern
allerdings nur vier bestreiten konnte. Damit waren die Erfolgsaussichten
zwar von Anfang an minimiert, aber es sollte sich ja hauptsächlich
nur ein Zugewinn an Erfahrung einstellen, gespeist aus dem Aufeinandertreffen
mit den renommiertesten Boulespielern Deutschlands…
Die Teilnahme stellte demnach eine Art Ritterschlag dar, und aus Chemnitzer
Kreisen war kein geringerer als der Präsident selbst auserkoren,
diesen entgegennehmen zu dürfen. Hartmut fuhr also gut vier Stunden
bis Mittelhessen und bildete dort ein Triplette mit Gundolf und Maik
aus Halle. Zwei weitere Hallenser (Micha und Sebastian), vier Nordhäuser
(Stefanie, Ralf, Peter und Sebastian), zwei Leipziger (Frank und Diana
II) sowie Ruth aus Reinstädt vervollständigten das PVT-Team.
Gleich am ersten Tag sorgte jedoch Sascha Koch, der Ranglistenerste
aus Hessen, für ein bedauerliches Missgeschick, das Thüringens
Erfolgsaussichten noch weiter minderte. Seine Kontaktaufnahme zu Stefanie
erfolgte nämlich durch einen verunglückten Schuss, der die
Chemnitz-Open-Siegerin direkt am Knöchel traf! Sie musste daraufhin
den Spielbetrieb einstellen, das Damen-Team kämpfte nur noch
zu zweit, und am Sonntag reisten sämtliche Nordhäuser ab...
Die Verbliebenen schlugen sich recht wacker und errangen insgesamt
fünf Einzelsiege, die die Gesamt-ergebnisse freundlicher gestalteten.
Und auch Hartmut, der mit seinem Team jeweils an 1 gesetzt war und
damit immer gegen die stärkste Formation des Gegners anzutreten
hatte, kam mit seinen Mitspielern nach zuvor erfolgter unglücklicher
11:13-Niederlage gegen das Sascha-Koch-Team zum Abschluss noch zu
einem souveränen 13:7-Erfolg gegen Nord 1.
Insgesamt also ein Ausflug, der sich für die Beteiligten gelohnt
hat und Anlass bietet, erwartungsvoll einer Neuauflage im Jahr 2006
entgegenzublicken, hoffentlich dann mit Junioren-Mannschaft und ohne
Verletzungsmissgeschicke! |
| 3. Golden Boule Hallenturnier,
Prag, 67 Triplettes |
| 22. Januar
2005 |
Zur dritten Ausgabe des Golden Boule in der imposanten Reithalle auf
der Moldauinsel Cisarsky hatten sich Petanque-Spieler aus zehn Nationen
eingefunden. Erstmals dabei waren Teams aus Estland und Finnland.
Der PVT-Verband stellte diesmal drei Mannschaften, womit das deutsche
Teilnehmerfeld auch schon komplett war. Neben den Chemnitzern Hartmut
und Detlef, die wie bisher immer bei diesem Turnier Maik aus Halle
als dritten Mitspieler engagiert hatten, traten noch die Leipzig-Hallensische
Formation Jens, Thomas und Micha sowie ein von Verbandsboss Wilfried
angeführtes Team aus Bibra an.
Die Bibraer hatten sich in weiser Voraussicht bereits am Tag zuvor
auf die Reise begeben, während die anderen in zwei Autos zu früher
Morgenstunde die Durchquerung der tschechischen Seite des Erzgebirges
in Angriff nahmen. Diese Fahrt wurde infolge der Witterungsverhältnisse,
die sich über Nacht schlagartig geändert hatten, zu einem
Abenteuer, das keiner in dieser Form erwartet hatte. Besonders nicht
die Hallenser, die tags zuvor noch hemdsärmlig bei gut zehn Grad
trainiert hatten…
Es blieb nicht nur bei Schnee und Eis. Der Wind kam hinzu und wirbelte
die weiße Pracht derart durcheinander, dass Detlef nichts mehr
sehen konnte und von der Straße abkam. Jens schlidderte mit
seinem Auto gerade noch soeben an der Gefahrenstelle vorbei. Mit vereinten
Kräften gelang es dann aber, den Wagen wieder flottzumachen und
wieder auf den rechten Weg zu bringen. Da man sich anschließend
dank Hartmuts fotografisch exaktem Gedächtnis auch nicht mehr
verfuhr, wurde das Ziel noch knapp vor Anmeldeschluss erreicht, und
man durfte mitspielen...
Zunächst wurden vier Runden Schweizer System gespielt. Der Boden
war wie bei der ersten Ausgabe des Turniers vor zwei Jahren extrem
weich und erinnerte an einen Meeresstrand. Das Entfernen der feuchten
Sandkörner von den Boulekugeln wurde zu einer regelmäßig
wiederkehrenden Belastungsprobe.
Eine Sache jedoch war anders als zuvor. War Maik vor zwei Jahren noch
glücklich, von den “ruhmreichen Chemnitzern“ ins
Team berufen worden zu sein, so hatte er in der Zwischenzeit nach
einer kometenhaften Karriere am Boule-Himmel das nötige Selbstbewusstsein
angehäuft, um an den Denkmälern rütteln zu dürfen.
Nach einem durchwachsenen Start mit einem äußerst knappen
Sieg gegen das “Baby-Team“ von Carreau Brno und einer
nach Überschreitung des einstündigen Zeitlimits zustande
gekommenen 9:10-Niederlage gegen Sloweniens WM-Teilnehmer, preschte
er nach vorn und warf den Chemnitzern Perspektivelosigkeit und eine
ständig gleichbleibende defensive Spielhaltung vor, die unattraktiv
sei und zudem die Boule-Gemeinde durch überlange Spiele auf nervenaufreibende
Geduldsproben stellen würde. Er wolle stattdessen das Heft selbst
in die Hand nehmen und nicht immer nur auf Fehler des Gegners warten
müssen…
Damit traf er einen wunden Punkt. In der Tat fehlt es den “Lieblings-Chemnitzern“
allein schon an den anatomischen Voraussetzungen fürs Boule-Spiel,
vor allem aber am Talent. In der sich rasant entwickelnden derzeitigen
Boule-Welt werden sie wohl nie mehr in einem großen Finale stehen.
Alles was sie sich bisher erarbeitet haben, gründet sich nur
auf ausdauerndem Fleiß und glücklichen Konstellationen…
Fehlender Offensivgeist konnte ihnen jedoch diesmal nicht vorgeworfen
werden.
Nach einer Fehlschussserie von Maik in den ersten Spielen übernahm
Hartmut den Part des Schießers, schoss auf alles, was kugelförmig
aussah, leider jedoch stets daneben, wenn auch mitunter sehr knapp.
So wurde nichts aus dem geplanten Durchmarsch, gegen den nächsten
Gegner, eine Kombination aus Pragern und in Prag ansässigen Engländern
(!) rettete man sich mit Mühe ins Time-Limit und siegte mit dem
höchst boule-untypischen Ergebnis von 7:4…
Im nächsten Spiel nahm man dann gleich zu Beginn eine kollektive
Auszeit. Gegen das Spitzenteam aus Brno (Jiri und Michal Srubar, Pavel
Hodbod’) lag man schnell 0:7 zurück, richtete sich zwar
noch ein wenig auf, hatte dann aber auch noch gegen das drohende Time-Aus
zu kämpfen und unterlag mit 6:12. Das A-Turnier war verspielt,
wie vor zwei Jahren fand man sich im D-Turnier wieder…
Ein neuerlicher Wechsel der Positionen brachte die Wende. Wieder wurde
Maik als Schießer eingesetzt, aber jetzt legte Hartmut konsequent
vor, Detlef spielte den Nachleger. Maik traf nun mindestens mit jeder
zweiter Kugel, die Qualität der gelegten Kugeln stieg. Es folgten
Siege gegen, in Anbetracht der Tatsache, dass man sich nur in einer
“Sub-Sub-Trostrunde“ befand, erstaunlich starke Gegner:
13:10 gegen Jiri Musil (PEPEK) / Sárka Reová (Carreau
Brno) / Rubi López Gorroño (PCBD Lipnik), ebenfalls
13:10 gegen Jaroslav Vlk (PCBD) / Pavel Vlk (POP Praha) / Jakub Rendla
(Les Boules Hostivar, Finalgegner der Chemnitzer beim MDZ Open 2004!).
Und 13:10 war auch das Ergebnis im Finale gegen die starken polnischen
Nachwuchsspieler Dominik Piarski, Piotr Siara und Tomasz Lipczynski.
Somit hatte das Turnier für die Chemnitzer doch noch einen glücklichen
Ausgang gefunden, und sie konnten triumphierend einen weiteren Pokal
in den Händen halten. Zum zweiten Mal bereits hatten sie das
D-Turnier beim Golden Boule gewonnen, sicher ein Rekord für die
Ewigkeit…
Die Leipziger-Hallenser waren aber bei ihrer ersten Teilnahme am Golden
Boule noch erfolgreicher. Nach 3:1 Siegen in der Vorrunde qualifizierten
sie sich für das A-Turnier. Im Achtelfinale folgte dann ein echter
Kracher. In der Partie gegen die Turnierfavoriten Hienonen / Siro
/ Gripenberg aus Finnland liefen sie zur Höchstform auf und setzten
sich souverän mit 13:8 durch. Dann aber kam der unerwartete Dämpfer.
Wohl noch im Höhenrausch nach dem vorangegangenen Traumergebnis
verschlief man gegen die Lapihuskas (Zwillinge und Vater, Hej Rup
Roudnice) die Startphase und lag urplötzlich mit 1:11 hinten.
Dann wachte man auf, zeigte Moral, kämpfte sich heran. Zu spät:
man unterlag mit 11:13…
Im Halbfinale erging es den Lapihuskas aber auch nicht besser als
den Leipzigern. Nutznießer waren diesmal die anderen Finnen:
Ylönen / Pruus / Paaso . Die wiederum waren dann im Finale chancenlos
gegen einige der zur Zeit herausragendsten Spieler der tschechischen
Boule-Szene: Lukás Valenz / Miroslav Muík (Varan
Karlovy Vary) sowie dem “Prager Korsen“ Jean Mari (FRAPECO),
die in der nationalen Rangliste die Plätze 1, 16 und 3 belegen.
Das Spiel um Platz 3 gewannen weitere den Chemnitzern aus früheren
Turnieren wohlbekannte tschechische Rivalen: Milan Hašek (SLOPE
Brno), Pavel Hnilica (PCBD) und Romana Vokrouhlíková
(POP Praha).
Namen und Ergebnisse entnommen aus:
- http://petanque.cstv.cz/tur_2005/tur_5001.html
- http://petanque.cstv.cz/tur_2005/zebricek.htm |
| 3. Mitteldeutsche Hallenmeisterschaft, Boulehalle Kahla,
23 Doublettes |
| 04. Dezember 2004 |
Die Nachricht, dass das Kahlaer Turnier im “Chemnitzer System“ ausgetragen werden sollte, traf den Chemnitzer Club recht unvorbereitet und man wunderte sich, was da wohl dahintersteckte. Hatten die Bibraer etwa bei den Chemnitzer Stadtmeisterschaften “abgekupfert“, und das obwohl sie dort gar nicht anwesend waren?
Es stellte sich heraus, dass in der Tat das gleiche System verwendet wurde, das in Wahrheit aber “Maastrichter System“ genannt wird, und das die Chemnitzer ihrerseits bei einem Turnier in Karlovy Vary (Tschechien) kennengelernt hatten: 3 Runden Schweizer System, aber ohne Buchholzpunkte, nur mit Nettopunkten, danach ergab sich eine Rangliste, der zufolge auf A- und B-Turnier aufgeteilt wurde.
Da konnten die Chemnitzer sich geschmeichelt fühlen, hatten aber dann im Grunde großes Glück, dass sie bei dieser Premiere überhaupt dabei sein konnten, denn danach sah es lange Zeit gar nicht aus: Hartmut strebte zusammen mit den Hallensern Gundolf und Maik bei einem Triplette-Turnier in Hannover höhere Bouleweihen an, und Detlef fand im Winterschlaf haltenden eigenen Verein absolut keinen Mitspieler, sodass er eine verzweifelte E-mail-Aktion startete. Es meldete sich Peter aus Hof, aber dann auch schon wieder Standardpartner Hartmut, der nach Gundolfs Absage nun doch in Kahla starten wollte. Zum Glück war Maik auch noch frei, und so spielten die angeblichen “Lieblings-Chemnitzer“ diesmal mit ungewohnten Partnern.
Das war zwar mal eine willkommene Abwechslung und führte auch zu den angestrebten Lernergebnissen, jedoch erwies sich die Hoffnung, dass man sich durch die Auswahl von hochklassigen Spielpartnern auch gleichzeitig in den Boule-Himmel hieven konnte, als trügerisch…
Für Hartmut und Maik begann es mit einem 13:12-Zittersieg gegen Ruth und Ingo aus Reinstädt. Dann gab es eine klare 5:13-Klatsche gegen eine in Superform aufspielende Neo-Kombination aus Leipzig und Halle (Jens und Sebastian). In der entscheidenden Begegnung gegen die “Angst-Nordhäuser“ (natürlich Peter Mehne und Sebastian Eberhardt!) hatte Hartmut beim Spielstand von 12:12 noch drei (ich wiederhole: drei!) Kugeln auf der Hand um den Siegpunkt sicher ans Ziel zu legen. Das misslang überraschenderweise zweimal, aber bei der dritten Kugel wurde die Halle dann plötzlich von einem kehligen Siegesschrei Hartmuts erfüllt. Er hatte tatsächlich geglaubt, den entscheidenden Punkt gesetzt zu haben, bei näherem Hinschauen und Nachmessen stellte sich dann aber heraus, dass er sich um einen Millimeter verschätzt hatte! Natürlich war das das entscheidende Schock-Erlebnis und man vergeigte die Partie in der nächsten Aufnahme…
Damit hatten sich Hartmut und Maik nicht einmal für die besten 16 (unter 23!) qualifiziert und mussten im B-Turnier antreten. Und auch hier war nach einem Auftaktsieg gegen Gotha die Endstation Nordhausen: Die Chemnitzer Stadtmeister Stefanie und Ralf gewannen klar und unangefochten mit 13:9…
Auch nicht mit viel Ruhm bekleckerten sich Detlef und Peter, erreichten aber immerhin noch das A-Turnier. Dies war einer taktischen Meisterleistung zu verdanken: Nachdem man die ersten Partien verloren hatte (klar gegen Andrey und Mike aus Bibra und knapp gegen Torsten und Stefan aus Jena), traf man in der dritten Runde auf einen “schlagbaren Gegner“ (aus Gotha), wies diesen klar mit 13:4 in die Schranken und qualifizierte sich aufgrund des besseren Netto-Punktverhältnisses doch noch fürs A-Turnier. Hier war dann allerdings gleich im Achtelfinale Endstation: Die Nachwuchs-Stars aus der Oberlausitz, Ivo und Thomas, zeigten den “alten Männern“ ihre Grenzen auf und schickten sie mit 13:6 geschlagen aufs Abstellgleis… |
Hier das amtliche Endergebnis (Quelle: Bibra):
3. Mitteldeutsche Hallenmeisterschaft
Kahla, 04.12.2004, „Chemnitzer System“, 23 Doublettes
A – Turnier
Platz Name, Vorname Name, Vorname Verein/Ort
1 Fournier, Patrick / Raux, Albin (Nürnberg)
2 Riedel, Jens / Fuchs, Sebastian (Leipzig-Halle)
3 Hubel, Torsten / Lenzner, Stephan (Jena)
4 Maywald, Ivo / Senger, Thomas (Reichenbach/OL)
5 Brückner, Willfried / Müller, Ramona (Kahla)
Hahn, Michael / Randriamanantsoa, James (Furth im Wald)
Eberhardt; Sebastian / Mehne, Peter (Nordhausen)
Großmann, Franziska / Woll, Niklas (Jena)
9 Drusche, Volker / Kolling, Peter (Weimar)
Schwiefert, Hannes / Hildebrandt, Gerrit (Gotha)
Fournier, Michel / Ress, Sigi (Nürnberg)
Sander, Peter / Schwede, Detlef (Hof–Chemnitz)
Knotschke, Manuel / Wittur, Hans-Jürgen (Reichenbach/OL)
Müller, Uwe / Pfeiffer, Katrin (Kahla–Jena)
Vecile, Tita / Vecile, Lore (Hof)
Kriwoscheew, Andrey / Hoffmann, Mike (Kahla)
B – Turnier
1 Scheffler, Diana / Puttkammer, Christian (Leipzig–Halle)
2 Wicke, Stephanie / Hanak, Ralf (Nordhausen)
3 Seime, Thomas / Schneider, Christian (Kahla)
Kerner, Maik / Lohß, Hartmut (Halle–Chemnitz)
5 Wonsack, Ingo / Skala, Ruth (Reinstädt)
Grolmuß, Matthias / Steinbrecher, Jörg (Gotha)
Bröde, Pierre / Bröde, Jürgen (Gotha) |
| Beaujolais-Turnier Berlin-Tegel |
| 20. November 2004 |
Der plötzliche Winterausbruch im Erzgebirge drohte einen Strich durch die Reisepläne der beiden hartnäckigsten Chemnitzer Turnierspieler zu machen, aber dann konnten Hartmut und Detlef wie geplant die Wegstrecke von Freiberg aus in etwa drei Stunden bewältigen und das Vereinsfähnlein in Berlin hochhalten…
Außer aus Chemnitz waren aus dem PVT-Bereich noch Mannschaften aus Halle und Nordhausen anwesend.
Nach der Pleite in Kahla war Wiedergutmachung angesagt, und so ging man, nach halbstündigem Einwerfen in der Boulehalle, im ersten Match gegen Lokalmatadoren aus Tegel gleich konzentriert zur Sache. Das Spiel fand auf dem äußersten, teils rasenbewachsenen, Feld der Aussenfläche statt, von dem man eingangs das Herbstlaub so gut es ging entfernen musste. Nicht alle Würfe funktionierten wie geplant, jedoch hatten die Gegner einen außerordentlich schlechten Tag erwischt, der Leger war ein Totalausfall, der Schießer legte wenigstens gut, schoss dafür aber schlecht, und so gewann Chemnitz unangefochten mit 13:5.
Damit waren C- und D-Turniere bereits vermieden, im folgenden Spiel musste sich nun entscheiden, ob auch der Sprung ins A-Turnier gelingen würde. Gegner war ein alter Bekannter, Gundolf aus Halle, der sich aber eine spielstarke neue Partnerin aus Berlin zugelegt hatte: Andrea Schirmer vom BCB, die 2004 bei der Damendoublette-DM zusammen mit Vereinskollegin Ina Geitner immerhin bis ins Achtelfinale vorgedrungen war. Vorsicht und äußerste Konzentration waren also angebracht, aber Hartmut mit einem erfolgreichen Sauschuss und Detlef mit einem punktgenauen Legwurf verschafften sich zu Beginn gleich Respekt, sodass die Gegner unerwartet zu schwächeln begannen und die Anfangsphase verschliefen. 6:2 führte Chemnitz bereits, bevor man selbst die fast schon obligatorische Schwächphase einlegte und den Gegner aufbaute, sodass dieser mit 8:6 in Führung gehen konnte. Dann hielt man wieder dagegen, das Spiel wurde spannend und konnte am Ende von Chemnitz knapp mit 13:10 gewonnen werden.
Somit war man im A-Turnier und erhielt dann in der Cadrage-Runde ein Freilos, sodass man Zeit hatte, sich die Siegertafel der vergangenen Beaujolais-Turniere anzuschauen. Hierauf war neben dem immer wieder auftauchenden Namen Tsuroupa (Boris und Dominique) auch der Sieger des Turniers von 2000 verzeichnet: Dao Van Quang. Und das war dann auch der Gegner im Achtelfinale, eigentlich eine unlösbare Aufgabe. Er spielte zusammen mit Heike Kastelan vom CBB, die dann als Legerin meist nur eine von drei Kugeln punktgenau platzierte. Somit eröffneten sich Chancen, und die Chemnitzer konnten überraschend das Spiel lange Zeit offen gestalten. Am Ende setzte sich die Berliner dann aber doch noch relativ klar mit 13:8 durch, wofür unter anderem auch die Überlegenheit des Schießers Dao Van Quang verantwortlich war. Der verzeichnete zwar zu Beginn noch einige unglückliche Fehlschüsse, die eine klare Führung bereits im Anfangsstadium verhinderten, wurde dann aber zunehmend sicherer, während Hartmut überhaupt nichts mehr traf. Detlef konnte dieses das eine oder andere Mal durch überragendes Legen noch ausgleichen, dann aber misslangen ihm etliche Würfe auch wiederum völlig, sodass er sich am liebsten im regendurchweichten Bouleboden eingegraben hätte…
Insgesamt bereuten die Chemnitzer die beschwerliche Anreise aber nicht, man hatte zwar nur drei Spiele bestreiten dürfen, sich aber unter 70 teilnehmenden Doublettes weit im Vorderfeld platzieren können. |
| 3. Heichelheimer Kloßturnier, Kahla |
| 13. November 2004 |
Guten Mutes fuhren die beiden teilnehmenden Chemnitzer nach Kahla, denn im Vorfeld hatten sie einiges an neuem Selbstvertrauen getankt: Hartmut hatte beim Braunschweiger Löwenturnier zusammen mit Christian aus Halle im Spiel gegen Superstar Jan Garner aufhorchen lassen und Detlef die diesjährigen Chemnitzer Vereinsmeisterschaften nach hartem Kampf im Finale gegen Hartmut mit 13:12 für sich entscheiden können. Aber dann führten ein undurchschaubares Spielsystem und ein Trainingsunfall von Detlef (er war beim Durchschwingen nach einem Legwurf mit der Wurfhand gegen eine aus der Wand herausragende Eisenstange geprallt) für erste Irritationen. Zwar überstand man dann die erste Runde siegreich, aber das nur, weil man eines der inflationär auftretenden Freilose ergattern konnte. In der zweiten Runde traf man dann auf Frank und Bodo (Leipzig/Halle) und fand nie die richtige Form. Detlef träumte mehr von Eisenstangen als das er sich vernünftig auf seine Legwürfe konzentrierte, und Hartmuts Schüsse trafen nicht halb so gut wie beim Einwerfen. Man unterlag somit klar mit 6:13. Nun wusste man zwar, sofern man das Spielsystem halbwegs richtig verstanden hatte, dass man sich eine Niederlage schadlos erlauben konnte und hoffte noch auf eine Steigerung. Aber dann hießen die Gegner in der nächsten Runde Christian und Diana…
Man machte noch die Auftaktpunkte, versank dann aber vollends im spielerischen Niemandsland. Nach der ernüchternden 2:13 Schlappe kannte man nur noch einen Wunsch: schnell die Halle verlassen. Wenigstens konnte man an diesem Tag einmal früh zu Hause sein…
Aber auch diese Hoffnung erwies sich als trügerisch: Als Detlefs Auto fast schon die Chemnitzer Ausfahrt ansteuerte weiteten sich Hartmuts Augen auf einmal vor Schreck. Er hatte gemerkt, dass er seine Jacke mitsamt Autoschlüsseln in der Kahlaer Halle vergessen hatte. Somit hatte man am Ende zwar weniger Boule gespielt als sonst, war aber dennoch zu fast der gleíchen Zeit wieder zu Hause wie sonst auch… |
| 8. Offene Chemnitzer
Stadtmeisterschaft (21 Doublettes) |
| 28. August 2004 |
A-Turnier:
Sieger:
Stefanie Wicke/Ralf Hanak
(Nordhausen)
2.Platz:
Rolf und Brigitte Matthes
(Hof)
3.Platz:
Jiři Fürst/Petr Simek
(Karlovy Vary)
4.Platz:
Thomas Voigt/Jens Riedel
(Leipzig)
Viertelfinalisten:
Dieter Büttner/Torsten Kaiser
(Dresden/Hof)
Diana Hellriegel/Diana Scheffler
(Leipzig)
Ruth Skala/Ingo Wonsack
(Reinstädt)
Sebastian Eberhardt/Peter Mehne
(Nordhausen)
B-Turnier:
Sieger:
Hartmut Lohß/Detlef Schwede
(Chemnitz)
2.Platz:
Regina Stehr/Christian Puttkammer
(Leipzig)
3.Platz:
Peter Borchers/Marco Finsterbusch
(Chemnitz/Mannheim)
4.Platz:
Jörg Belka/Julia Gurtowa
(Nordhausen)
Viertelfinalisten:
Frank Hellriegel/Gunnar Helbig
(Leipzig)
Gerd Beyer/Hubert Wege
(Chemnitz)
Sascha Basileo/Tita Vecile
(Hof)
Lore Vecile/Dirk Skala
(Hof/Reinstädt)
Cadragisten:
Sandra Vecile/Jasmin Kolodzyck
(Hof)
Petr und Jan Končel
(Karlovy Vary)
Peter Sander/Tom Gutmann
(Hof)
Jindrich Kubeč/Jana Bejvlovà
(Karlovy Vary)
Jan Kircheis/Robert Engelmann
(Chemnitz/Bielefeld) |
| 10. trinationaler Boule-Wettbewerb Zgorzelec/PL, 42 Doublettes |
| 26. Juni 2004 |
Dieses traditionsreiche Görlitzer Turnier wurde zum ersten Mal auf der anderen Seite der Neiße ausgetragen, im polnischen Zgorzelec. Wie immer nahmen Mannschaften aus Deutschland, Frankreich und Polen an ihm teil, wobei bei letzterer Nation infolge eines wichtigen nationalen Wettkampfes die Elitespieler diesmal fehlten. Die Chemnitzer nahmen zum ersten Mal an dem Event teil, Hartmut und Detlef stellten wie gewohnt ein Team, während Peter in dem Hallenser Maik einen schlagkräftigen Partner fand. Weitere Hallenser Mannschaften bildeten Kristina und Christian sowie Katja und Axel. Außerdem waren aus dem PVT-Raum Teams aus Reichenbach und Bibra angereist, darunter der Präsident höchstpersönlich.
Es wurden zu Beginn zwei Runden ausgespielt, von denen man beide gewinnen musste, um ins A-Turnier zu gelangen. Dabei hatten Hartmut und Detlef zunächst Losglück, denn in der ersten Runde trafen sie auf zwei Görlitzer Anfänger, denen teilweise die Spielregeln unbekannt waren und noch erklärt werden mussten. So stieß Hartmut, nachdem er das Schwein ins Aus geschossen hatte und sich vier Punkte anrechnen wollte, da der Gegner bereits leer war, auf verständnislose Görlitzer Blicke. Immerhin führte diese kostenlose Regelkunde aber dann zu dem Vorsatz, sich bald das Regelheft einmal vollständig durchlesen zu wollen.
In der nächsten Runde traf man auf ein polnisches Rentnerteam, Alina Kolakiewicz und Stanislaw Dabek aus Walbrzych. Vor diesem Gegner hatte Margit aus Bibra gewarnt, da man ihm in der ersten Runde klar unterlegen war. Dementsprechend konzentrierten sich die Chemnitzer und liefen zu großer Form auf. Sie legten die Kugel fast permanent an die Sau und erzeugten staunendes Raunen unter den Zuschauern. Auf die Frage einer Spaziergängerin, wie lange sie denn schon Boule spielen würden, mussten sie dann freilich zugeben, dass dies schon seit fast zehn Jahren der Fall ist...
Nach dieser verabreichten Fanny war die Stimmung gut, zumal sich auch die anderen Teams aus Chemnitz und Halle für das A-Turnier qualifiziert hatten. Aber dann schlug das Schicksal auf grausame Weise zu...
Es mussten nämlich zwei Cadrages gespielt werden, und hier war das Losglück der Chemnitzer beendet. Die Gegner kamen aus Berlin, ihre Namen (Hermann Zumdick und Bernard Corneglio) waren Hartmut und Detlef zwar unbekannt, aber schon nach den ersten Kugeln stellten sie ihre Spielstärke unter Beweis. Im Chemnitzer Team lief es dagegen unerklärlich schlecht, man legte diesmal keine einzige Kugel an die Sau, und sämtliche Schüsse gingen daneben. Es gelang nicht, sich gegenseitig aus dem Sumpf zu ziehen, stattdessen geriet man in einen starken Sog, der unwiderstehlich in den Abgrund führte. Ein klares 1:13 und das bittere Ausscheiden war zwangsläufig die Folge.
Die anderen oben genannten Teams durften dagegen das Viertelfinale spielen, und hier kam es zu einem “halben Spaßduell“ zwischen Maik/Peter und Kristina/Christian. Leider konnte sich Peter diesmal nicht auf den ständig wechselnden Legboden einstellen, und so schied auch der letzte Chemnitzer aus. Kristina und Christian dagegen fuhren auf der Erfolgsspur weiter, besiegten starke Berliner Konkurrenz in Halbfinale und Finale und sorgten damit dafür, dass das Turnier doch noch ein erfreuliches Ende fand. Glückwunsch!
Das alles bekamen Hartmut und Detlef allerdings gar nicht mehr mit. Gleich nach dem letzten Match hatte Hartmut seine Kugeln entnervt auf den Rasen gefeuert, so als wolle er sie nie wieder anfassen. Fast wurde sein Wunsch erhört, denn als er nach einigem Herumlamentieren die Kugeln dann doch einpacken wollte, waren diese plötzlich nicht mehr vorhanden! So verzögerte sich die Heimfahrt noch ein wenig, bis sich herausstellte, dass ein gewissenhafter Spaziergänger die vermeintlich herrenlosen Kugeln aufgelesen und bei der Turnierleitung abgegeben hatte...
Aber die Reise geht natürlich trotzdem weiter, bestimmt auch wieder zu neuen Erfolgen. Für Hartmut führt sie nach Bad Sachsa, wo er in der Vergangenheit zweite und dritte Plätze belegte, und diesmal voraussichtlich zusammen mit Maik spielen wird. Für den Kranich dagegen hat die Zugvogelsaison begonnen, und er wird seine Trainingskugeln demnächst an spanischen Stränden gen Himmel schleudern...
Oder kommt es vorher noch zu einem Vorbeiflug beim Großen Preis von Berlin? Lassen wir uns überraschen... |
| 3. Ligaspieltag in Leipzig |
| 20. Juni 2004 |
Das Chemnitzer Team musste umgebaut werden, da Hartmut sich immer noch im Trainingslager auf Kreta befand und auch Gerd unabkömmlich war. Hubert und Achim stellten sich als neue Spieler zur Verfügung. Gleich zu Beginn konnte gegen Reichenbach ein wichtiger Sieg erzielt werden, alle anderen Partien wurden dann jedoch abgegeben. Das hatte das Abrutschen vom zweiten auf den sechsten Tabellenplatz zur Folge. Hartmut, der per SMS-Live-Ticker über die Spielstände permanent auf dem Laufenden gehalten wurde, fiel ein Stein vom Herzen, denn er glaubte sein Team vor dem Abstieg gerettet. Jedoch legte Hardliner Thomas Voigt sofort sein Veto ein und plädierte für eine zukünftige erste Liga mit nur vier Teams. Zum Glück für Chemnitz haben im PVT-Verband aber auch noch andere etwas zu sagen, etwa der Präsident Wilfried Brückner, dessen Team Bibra nur den siebten Platz belegte. Er sprach sich für eine Beibehaltung der ungeteilten Liga aus. Mit einer solchen Lösung könnten auch die Chemnitzer sich durchaus anfreunden...
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Abschlusstabelle der Liga: 1.Leipzig 16 Siege, 2.Nordhausen 13 Siege, 3.Jena 10 Siege, 4.Halle II, 5.Reinstädt, 6.Chemnitz, 7.Bibra je 9 Siege, 8.Halle I 8 Siege, 9.Reichenbach 6 Siege, 10.Hummelshain 1 Sieg. |
| 8. Pastis Turnier, Leipzig, 21 Doublettes |
| 19. Juni 2004 |
Das Chemnitzer Doppel wurde diesmal von Peter und Detlef gebildet, außerdem wurde noch Jochen auf dem Turnierplatz gesehen, der diesmal einen Reichenbacher Spieler als Partner geködert hatte und am Ende Platz 12 belegte.
Peter und Detlef spielten in Runde eins gegen Maywald/Tischler aus Reichenbach, und nachdem man einen 11:4-Vorsprung eingebüßt hatte, überkamen Detlef ungute Gefühle, denn er erinnerte sich an die Auftaktpleite von Reinstädt (siehe oben). Zum Glück machte der Gegner dann einen Fehler, und man gewann mit 13:11. Dank des Einsatzes von hochwertiger Computertechnologie ging es in Runde 2 dann wieder gegen den gleichen Gegner, der diesmal etwas klarer in die Schranken verwiesen werden konnte: 13:9. In Runde drei gelang dann ein überzeugender Sieg gegen Maik und Tanja aus Halle (13:6), anschließend setzte man sich gegen Frank Hellriegel und seine neue Spielpartnerin durch...
Spätestens hier geriet das normalerweise nüchtern und konzentriert vorgetragene Boulespiel in den Bereich der Volksbelustigung. Peter feuerte sich selbst vor beinahe jedem Wurf mit lautem “Come on, Peter!“ an und kitzelte nach eigenen Fehlleistungen aus seinem Partner durch nicht minder einpeitschende “Schaffst du, Deeetlef!“-Rufe auch das letzte Quäntchen an Leistungsbereitschaft heraus. Die Boule-Gemeinde quittierte das nie gesehene Spektakel zunächst mit Erstaunen, dann immer wieder auch mit Erheiterung, sodass Detlef gelegentlich in seiner Konzentrationsphase unterbrochen wurde und die Kranich-Stellung neu adjustieren musste.
Schnell hatte Thomas Voigt die ehemals “Lieblings-Chemnitzer“ als “das Psycho-Team“ gegeißelt, und diese Taktik schien im fünften und entscheidenden Spiel sogar zum Erfolg zu führen, denn nach Abgabe des ersten Punktes und anschließendem Kassieren eines Fünfer-Packs lagen Thomas und Jens schnell mit 0:6 im Rückstand. Die Atmosphäre des Spiels war kühl, fast feindselig. Als Jens und Thomas einige Punkte aufgeholt hatten und schnell weiterspielen wollten, drohte die Situation zu eskalieren, als Peter sich noch eine Kugel, die eindeutig nicht auf Punkt lag, genauer ansehen wollte und von Jens rüde angefahren wurde. Sogar ein Handgemenge schien an dieser Stelle möglich...
Aber dann kam alles noch ganz anders. Der Spielstand war 8:7 für Chemnitz. Thomas legte eine Kugel bis kurz vor die Sau, die Peter und Detlef mit halbherzigen Schüssen nicht wegbekamen. Man legte die restlichen Kugeln in die Nähe der Sau und hoffte auf das Glück. Aber Jens zog mit einem gezielten Schuss die Sau und die eigene Kugel nach links vorne, wo auch die Schusskugel liegenblieb. Das Platzieren der weiteren vier Kugeln war nur noch Formsache...
Am Ende waren alle glücklich: Jens und Thomas hatten zum ersten Mal ihr hauseigenes Pastis-Turnier gewonnen und luden im Überschwang der Freude die Chemnitzer zu einem Bier ein. Diese waren zwar infolge der Buchholz-Wertung noch auf Platz drei abgerutscht, konnten sich aber immerhin zu den ersten Ranglistenpunkten im PVT-Verband beglückwünschen... |
Endergebnis:
1.Riedel/Voigt (Leipzig), 2.Richter/Kerner (Halle), 3.Schwede/Borchers (Chemnitz)
...
12.Börner/Senger (Chemnitz/Reichenbach) |
| 2. Ligaspieltag in Halle |
| 05. Juni 2004 |
In schönem Ambiente unter den Bäumen direkt am Saaleufer fand der zweite Ligaspieltag statt. Chemnitz war in Bestbesetzung angereist und spielte durchgängig mit Detlef als Tête, Hartmut und Peter als Doublette, während sich Gerd, Matthias, Jürgen und Petra im Triplette abwechselten. Doublette und Triplette waren mit jeweils vier Siegen überaus erfolgreich, während Detlef gegen starke Gegner (Micha/Leipzig, Sebastian/Halle 2, Peter/Nordhausen) nicht richtig in Schwung kam und die Partien regelrecht abschenkte und dann auch noch gegen Dieter (Halle 1) knapp verlor. Trotzdem wurden insgesamt wieder vier von sechs Begegnungen gewonnen, davon eine immerhin gegen Ligaprimus Leipzig (!), sodass man am Ende des Spieltages immer noch knapp vor Nordhausen auf Platz 2 lag. |
| Rosenbrauerei-Cup, Reinstädt, 20 Doublettes |
| 04. Juni 2004 |
Eigentlich hatten sich Hartmut und Detlef gute Siegchancen ausgerechnet, denn einige der besten PVT-Spieler (insbesondere die Hallenser) hatten es vorgezogen beim renommierten Turnier in Hannover in höheren Pétanque-Sphären zu schweben. Aber die hochtrabenden Träume der Chemnitzer prallten schon bald brutal auf den harten Boden der Realität...
Dabei hatte alles so gut angefangen. Gegen Bernd und Ralf aus Bibra war man rasch mit 11:4 in Führung gegangen und freute sich schon, dass Chemnitz zur Abwechslung mal als erstes Team mit einer Begegnung fertig werden würde. Aber dann kämpfte sich Bibra Punkt um Punkt heran, und wieder einmal war das Chemnitzer Spiel das letzte noch in Gang befindliche. Dann kam die entscheidende, fast unglaubliche Phase des Spiels: Beim Spielstand von 11:10 für Chemnitz war der Gegner leer, hatte aber die letzte Kugel unmittelbar neben die Sau platziert. Aber Hartmut hatte noch drei Schießkugeln in der Hand, Detlef noch zwei weitere...
Hartmut schoss zweimal knapp daneben. Dann wollte er es wissen und legte alle Energie in den letzten entscheidenden Schuss. Und er traf... leider die eigene Kugel, die knapp daneben auf zwei lag. Der Gegner hatte plötzlich fünf Punkte liegen, und der Weg zur Sau war versperrt...
Erst mit der zweiten und letzten Kugel konnte Detlef den Schaden noch eindämmen und machte drei Punkte des Gegners kaputt. Es kam also noch zu einer weiteren Aufnahme. Aber der Druck war zu stark geworden, man gab auch den nächsten Punkt ab und verlor mit 11:13...
Damit war man mental im Keller und konnte sich aus dem Loch auch nicht mehr befreien. Man gab noch zwei weitere Spiele ab und trat recht kleinlaut die Heimreise an. Zum Glück findet sich nirgendwo im Internet eine Ergebnisliste von diesem Turnier. Vielleicht hat es ja auch gar nicht stattgefunden... |
| Qualifikation DM Triplette, Leipzig, 13 Triplettes |
| 29. Mai 2004 |
Dieser Tag sollte als der bisher erfolgreichste in die bisherige Vereinsgeschichte eingehen: Zum ersten Mal qualifizierte sich ein Chemnitzer für die Deutschen Meisterschaften! Dafür hatte sich Hartmut allerdings auch potente Mitspieler ausgesucht: die Neo-Leipziger Shooting Stars Christian und Micha. Da konnte ja nicht viel schief gehen. Und so wurden die ersten Gegner auch geradezu deklassiert: die Jenaer zu zwei, die Nordhäuser zu drei. Die Leipziger Diana S., Regina und Frank konnten wenigstens bis zum 7:7 mithalten, sahen danach aber keinen Stich mehr. Und im “Endspiel“ hatte selbst die hochgelobte Hallenser Kombination um Maik und Gundolf nur unwesentlich mehr entgegenzusetzen und erreichte gerade mal acht Punkte...
Dann aber der große Paukenschlag: Kaum waren die Siegesfanfaren verklungen, eröffnete Hartmut seinen verdutzten Mitspielern, dass er keinesfalls gedenke, zur DM auch mitzufahren. Er hatte nämlich für diesen Zeitpunkt seit langem schon einen Kreta-Urlaub gebucht. Die Leipziger wunderten sich über ein derartiges Übermaß an Organisationstalent, fügten sich dann aber in ihr Schicksal und rekrutierten kurzerhand Diana S. aus dem eigenen Verein als Ersatzspielerin...
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| 1. Ligaspieltag in Chemnitz |
| 22. Mai 2004 |
Zum ersten Mal öffnete die neugegründete PVT-Liga mit je fünf Teams aus Thüringen und Sachsen/Sachsen-Anhalt ihre Pforten. Es gab einige Unzulänglichkeiten der Organisation zu bemängeln, so fehlte es auf dem Schloßberg an Bier, und die umliegende Gastronomie hatte die Schnelligkeit nicht gerade erfunden. Die Folge waren mitunter lange Spielpausen und ein sich auseinanderfächernder Spielplan. Am Ende musste die Begegnung zwischen Leipzig und Halle 2 gar abgebrochen werden, da sonst einige der Spieler nicht mehr rechtzeitig ihren Zug erreicht hätten...
Sportlich war der Tag aber ein Erfolg für Chemnitz. Dabei hatte das Team kurzfristig den Verlust von Jochen zu verkraften, der sich weigerte, mit Peter in einer Mannschaft zu spielen. Seine Triplettepartner vom vergangenen Jahr nahmen diese Nachricht aber eher gelassen auf, freuten sich über eine freundschaftlichere Stimmung im Team und letztendlich auch über einige gewonnene Spiele, darunter überraschend gegen Ligafavorit Leipzig. Chemnitz beendete schließlich den ersten Spieltag mit 4:2 Siegen auf einem nie für möglich gehaltenen zweiten Platz! |
| Májové prasátko, Ořech/CZ, 25 Doublettes |
| 02. Mai 2004 |
Doch es kam alles ganz anders. Am nächsten Morgen schauten sich die Chemnitzer und die Leipziger, die traditionsgemäß wieder in Karels Pension Quartier bezogen hatten, noch vor dem Frühstück ungläubig und ratlos an. Von Hartmuts Auto, einem roten Audi-Cabriolet, das in der Vergangenheit immer wieder schon einmal für Aufsehen unter den Tschechen gesorgt hatte, war weit und breit nichts zu sehen. Anscheinend war mitten in der Nacht eine gewiefte Autoverschiebe-Mafia am Werk gewesen und hatte neben Hartmuts Alarmanlage auch Vickys leichten Schlaf überlistet... Der Sinn stand eigentlich nicht mehr nach Boule-Spielen und schon gar nicht nach “Fun-Event“, trotzdem fuhr man zum Boule-Platz und meldete noch für das bereits im Gang befindliche Turnier nach. Allerdings konnte Hartmut zunächst nicht mitkommen, da er noch der gerade eingetroffenen Polizei Auskunft geben musste. Somit war die Fun-Auslosung vom Vortag hinfällig geworden und musste geändert werden. Kurzfristig wurde Theresa aktiviert und Jens zugeordnet, Detlef durfte mit Kristina spielen. Er lieh sich dazu Kugeln von Thomas aus, da die eigenen sich noch im gestohlenen Auto befanden, und in Zukunft wahrscheinlich in Russland oder einem anderen östlichen Land für einen ungeahnten Boule-Aufschwung sorgen werden...
Ein anderes Problem war die Aufgabenverteilung mit Kristina. Nachdem Detlef die erste Kugel klar danebengeschossen hatte, bewies die Kloßturnier-Siegerin ihre Flexibilität und erklärte sich schießbereit. Mit dieser für eine Mixed-Formation eher ungewöhnlichen Variante fuhr man insgesamt recht gut, besiegte im ersten Spiel nach durchwachsenem Start Jens und Theresa am Ende noch deutlich und hatte im dritten Spiel gegen Lokalmatador Leander Leiský sogar einige Matchbälle. Nur im zweiten Spiel gab es gegen die – plötzlich perfekt funktionierenden - Belgier de Beer leider eine Fanny.
Hartmut war inzwischen auch eingetroffen und beäugte kritisch Detlefs Legleistungen. Damit war es nach drei Spielen aber schon vorbei, denn nur die besten acht Doublettes durften weiterspielen, darunter Gundolf und Thomas, die am Ende den dritten Platz belegten.
Nun blieb nur noch das Transportproblem zu lösen. Hier hatten Hartmut und Detlef Glück, denn den Hallensern waren bei der Hinfahrt zwei mitfahrende Vereinskameradinnen abhanden gekommen und hatten demnach noch zwei Plätze in ihrem Auto frei. Schnell überzeugte Hartmut sie von den Vorteilen einer leicht geänderten Fahrtroute. Ungeachtet der unangenehmen Vorkommnisse verlief die Heimfahrt in einer erstaunlich gelösten und heiteren Stimmung. Dabei lösten die erstaunten Hallenser auch eines der letzten ungelösten Geheimnisse der Boule-Szene: Die sogenannten “Chemnitzer“ sind streng genommen gar keine Chemnitzer! Und so führte die Fahrtroute auch nicht über Chemnitz sondern durch das Erzgebirge bzw. über Freiberg, wo für Detlef respektive Hartmut die Reise schließlich zu Ende ging.
Zurück bleiben - trotz der unheilvollen Begegnung mit der tschechischen Auto-Mafia – viele positive Erinnerungen: an erlebnisreiche Boule-Tage, an harmonische Begegnungen mit Boule-Freunden, an Freude und Spaß im Spiel mit den runden Kugeln. |
| Baron Prášil Ořech/CZ, 82 Doublettes |
| 01. Mai 2004 |
Endlich war der Tag angebrochen, dem man ein ganzes Jahr entgegengefiebert hatte, und das Turnier des Barons von Münchhausen begann. Leider fehlte diesmal ein wenig das Flair der vergangenen Jahre, einige der international renommierten Gegner, die dem Turnier ihren Stempel aufgedrückt hatten, fehlten diesmal. Auch Mehrfachgewinner und Vorjahresfinalist Jean-Marie, der “Prager Korse“ war nicht unter den Teilnehmern zu entdecken. Und auch von den deutschen Spielern, die bisher teilgenommen hatten, fehlten viele infolge der gleichzeitig stattfindenden DM-Quali im Doublette. Aber Jens und Thomas waren willens, ihren Titel zu verteidigen. Und noch ein weiteres PVT-Team konnte an diesem Morgen begrüßt werden, nämlich Gundolf und Kristina aus Halle, die nach langer Irrfahrt erst um zwei Uhr morgens ihr Zelt neben dem Ořecher Boulodrom aufgebaut hatten.
Zu Beginn wurden drei Schweizer Runden ausgespielt, in denen die Chemnitzer einmal zu zwölf verloren und zweimal gewannen. Sie hatten sich damit für die Hauptrunde der besten 64 Teams qualifiziert. In der ersten K.O.-Runde folgte dann aber wieder einmal ein klarer Leistungseinbruch. Pavel Kocourek von Hej Rup Roudnice erwies sich auf dem seitlich abfallenden Gelände neben der Münchhausen-Statue als der bessere Leger. Da auch Hartmut in dieser Partie selten traf, war eine 11:13-Niederlage die Folge und man musste für das B-Turnier melden.
Hier lief es dann plötzlich wieder besser, sowohl leg- als auch schusstechnisch. Die starken, in diesem Spiel allerdings zu risikofreudigen Belgier Nicolas und Eric de Beer wurden unerwartet klar mit 13:3 in die Schranken verwiesen, und im darauffolgenden Viertelfinale war Turnier-Organisator Vladimir Glaser das Opfer. Er erwies sich als extrem gastfreundlich und spielte immer wieder Kugeln, die Detlef taktisch klug kurz vor die Sau gelegt hatte, weiter nach vorn, sodass sie noch den Punkt machten. Das war wegbereitend für den unangefochtenen 13:2-Erfolg der Chemnitzer.
Im Halbfinale waren Gundolf und Kristina die Gegner, sodass die Finalteilnahme für den PVT gesichert war. Die Chemnitzer fuhren auf der Erfolgsschiene weiter, schossen und legten auf anhaltend gutem Niveau, profitierten freilich auch von einigen Fehlschüssen Gundolfs. Es ergab sich ein 13:7.
Im B-Finale traf man bei schwindendem Tageslicht auf Ivo Michálek und Franck Ferlay aus Brno, auf die man schon am Vortag im Triplette getroffen war. Das Flutlicht wurde dann zwar eingeschaltet, aber Franck, der in Brno als Franzose an einer bilingualen Schule unterrichtet und ausgezeichnet Tschechisch spricht, war eindeutig gehandicapt und konnte Schwein und Kugel mitunter nicht mehr erkennen. Die Chemnitzer zogen dagegen ihren Rhythmus gnadenlos durch und gewannen mit 13:9.
Damit gab es Preisgelder und einen schönen und außergewöhnlichen Pokal, bestehend aus einer Holzplatte und dem daraufgehefteten Zopf des Baron Münchhausen. Die siegestrunkenen Chemnitzer luden die Leipziger und Hallenser zur Feier des Tages in ein Ořecher Szene-Restaurant und hauten dort bei guter Stimmung sämtliche Kronen auf den Kopf, die sie noch hatten. In wohliger Bierlaune beschloss man, das Turnier des nächsten Tages zum “Fun-Event“ zu deklarieren und loste die festgefügten Vereins-Doublettes wild durcheinander. Der Auslosung zufolge sollten Hartmut mit Kristina, Detlef mit Jens, sowie Thomas mit Gundolf antreten. |
| Nocturne, Ořech/CZ, 17 Triplettes |
| 30. April 2004 |
Zum ersten Mal wurde in Ořech am Vorabend des Baron Prášil-Turniers ein Triplette ausgespielt, und somit fehlte den Chemnitzern noch ein dritter Mitspieler. Nach zähen Verhandlungen konnte Vicky aus Leipzig für diese ehrenvolle Aufgabe gewonnen werden, was umso höher zu bewerten ist, da sie nach eigener Aussage die Boulekugeln schon monatelang (jahrelang?) nicht mehr in die Hand genommen hatte...
Aber ihre Besorgnis war unbegründet, ihre Wurfleistungen konnten sich gegenüber denen der Chemnitzer durchaus sehen lassen. Und die Gesamtleistung des Teams war nicht einmal schlecht: einmal wurde einem Gegner eine Fanny verpasst, und gegen renommierte Gegner (Jiři Zampach aus Bechnovice sowie die Brnoer Ivo Michálek und Franck Ferlay) gab es knappe Niederlagen. Am Ende sprang der zehnte Platz heraus, die mitangereisten “Lieblings-Leipziger“, verstärkt durch Jens’ Freundin Theresa, fanden sich am Ende auf Platz 7 wieder. |
| Stadtmeisterschaften Leipzig, 32 Doublettes |
| 24. April 2004 |
In Leipzig freute man sich auf das eigentlich “chemnitzfreundliche“ weiche Terrain und rechnete sich trotz zuletzt nicht immer ansprechender Leistungen gute Erfolgschancen aus. Aber gleich das erste Spiel verlief dann recht eigentümlich. Gegen Adrian und Kriwoscheew aus Bibra unterlag man nach gutem Beginn infolge eines völlig unerklärlichen Einbruchs noch mit 10:13. Und im nächsten Spiel kam es noch weit schlimmer: Gegen die “Angst-Nordhäuser“ Peter und Sebastian bekam man wieder kein Bein auf die Erde und unterlag schnell mit 3:13. Wieder war Peter der Schuldige am Chemnitzer Debakel, da er durch konstant gute Legleistungen Detlef fast in den Wahnsinn trieb...
Eigentlich wollte man nach Hause fahren und die Karriere beenden, aber dann raffte man sich doch noch zur Teilnahme am B-Turnier auf. Aber auch hier lief es zu Beginn unerklärlich schlecht: Die Hummelshainer Thomas Seime und Volker Drusche legten wie von Zauberhand, schufen zudem mehrmals durch glückliche Saubewegungen für sie günstige Konstellationen, die die Chemnitzer nicht mehr kontern konnten, da sie schon sämtliche Kugeln gespielt hatten. Die Durchmarsch-Niederlage und eine deprimierende Heimfahrt bereits vor Augen zog man sich dann aber mit letzter Kraftanstrengung doch noch aus dem tödlichen Sumpf, verpasste dem Gegner fast noch eine “technische Fanny“ und gewann 13:11. Man konnte wieder durchatmen...
Und plötzlich lief es eindeutig besser, fast schon perfekt. Gegen die nicht gerade unbekannten Michael Kitsche und Matthias Saddei gewann man unerwartet klar mit 13:5. Natürlich war Matthias als Schießer ungewohnt treffunsicher und auch blieben einige von Michas Hochportée-Würfen auf halbem Wege im Sand stecken. Aber es war auch eine konstant gute Leistung der Chemnitzer, die beste an diesem Tag.
Im Halbfinale traf man dann wieder einmal auf Chemnitz 2, Jochen und Gerd diesmal. Hartmut und Detlef spielten auf konstant gutem Niveau weiter, wohingegen Jochen wieder einmal mit dem weichen Boden schlecht zurechtkam und Gerd hastig und unkonzentriert wirkte. Chemnitz 1 gewann ungewohnt schnell und schmerzlos mit 13:1.
Christian und Kristina aus Halle hatten sich in ihrem Halbfinale gegen PVT-Präsident Wilfried und seinen Sohn durchgesetzt und waren gerngesehene Finalgegner. Es entwickelte sich ein schönes, lange Zeit ausgeglichenes Match, in dem die Chemnitzer sich in der Endphase als nervenstark erwiesen und mit 13:9 durchsetzen konnten. So war der Tag doch noch zu einem versöhnlichen Abschluss gekommen...
Das Siegerfoto vom B-Turnier: http://www.leipzigboule.de/pics/winner_B.jpg (link nicht mehr aktuell!) |
| Turnier „Tlusta Berta“ in Loket bei Karlovy Vary/CZ, 69 Doublettes |
| 17. April 2004 |
Hartmut und Detlef nahmen, wie immer als einzige Nicht-Tschechen, bereits zum vierten Mal an diesem Turnier teil. Der größte Erfolg war bis jetzt ein fünfter Platz gewesen, im letzten Jahr wurde man Neunter.
Diesen Rang wollte man verbessern, aber es wurde ein steiniger Weg. Zunächst im wahrsten Sinne des Wortes, denn in der Vorrunde war das Gelände hart, uneben und mit derart unangenehmen Steinen übersät, dass verschiedene Legwürfe von Detlef völlig missrieten und Hartmut die Schweißperlen auf die Stirn trieben. Man verlor völlig unnötigerweise gegen vereinslose Boule-Neueinsteiger und gab auch die Partie gegen die Mitfavoriten und späteren Finalisten Lukáš Valenz/Iva Valenzová (VARAN Karlovy Vary) ab. Die restlichen drei Spiele gewann man, davon zwei deutlich, sodass man sich infolge des besseren Punktverhältnisses für die Endrunde qualifizierte.
Im Achtelfinale gab es dann aber einen unerwartet leichten Durchmarsch. Jan Imlauf und Ivo Kacerovský vom CP Kolová fanden auf dem einfacheren, aber immer noch harten Boden direkt am Flussufer nie zu ihrem Spiel und unterlagen den Chemnitzern deutlich mit 3:13.
Im Viertelfinale wählte Detlef nach gewonnener Platzwahl das schräge, weichere Terrain, direkt an der Zuschauertribüne, auf dem später auch Halbfinale und Finale ausgetragen werden sollten. Das Gelände schien den Chemnitzern zu liegen, schließlich hatte man unter ähnlichen Bedingungen einige der größten Erfolge errungen: die Finalteilnahme in Bad Sachsa 2002, die Chemnitzer Stadtmeisterschaft 2003. Aber es stellte sich bald heraus, dass in diesem Jahr die auf diesem Boden notwendigen technisch anspruchsvollen Würfe einfach zu wenig geübt worden waren. Die Gegner, die erfahrenen Turnierhasen Pavel Valenz und Miroslav Mužík (VARAN) beherrschten die Technik eindeutig besser und setzten sich klar mit 13:6 durch.
Nun war man zwar ausgeschieden, durfte aber immer noch nicht nach Hause fahren. In zwei weiteren Spielen ging es noch um die Platzierung auf den Plätzen 5 bis 8. Zweimal ging es gegen Damenteams, zweimal spielte man auf hartem, ungeliebten Boden. Und zweimal verlor man relativ glatt: 9:13 und 5:13. Da tröstete es nur wenig, dass die Gegnerinnen klangvolle Namen trugen: Věra und Romana Vokrouliková (letztere wurde später zusammen mit Milan Hašek “Baron Prášil“ Siegerin in Ořech!), sowie Hana Mužíková und Helena Denisovová (VARAN). |
Die ersten zehn des Endklassements:
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| Ostercup Kahla, 20 Doublettes |
| 11. April 2004 |
Da einige der einheimischen Spitzenspieler es vorgezogen hatten, lieber im eigenen Garten Ostereier oder im fernen Berlin neue Bouleerfahrungen zu suchen, rechneten sich die Chemnitzer gute Chancen auf die ersten Ranglistenpunkte aus. Der Auftakt war dann auch ganz verheißungsvoll, und die ersten Gegner, Bodo und Katrin aus Halle, kassierten eine schnelle 2:13-Niederlage.
Das für Chemnitzer Verhältnisse außergewöhnliche D-Zug-Tempo konnte aber schon im nächsten Spiel nicht mehr durchgehalten werden, und man zitterte sich gegen eine überraschend starke Damenformation aus Nordhausen (Stephanie und Newcomerin Roberta) gerade noch zum 13:11-Erfolg durch.
Nach diesem Ausraster sollte der Chemnitz-Express wieder Fahrt aufnehmen, aber gegen die “neuen Angstgegner“ Sebastian und Peter (ebenfalls aus Nordhausen) kam alles noch viel schlimmer. Detlef ließ sich von Peters Legkünsten zu sehr beeindrucken und hatte nichts Gleichwertiges zu bieten, sodass recht schnell und ohne viel Gegenwehr 4:13 verloren wurde.
Nun wollte Detlef es wissen, suchte sich nach gewonnener Platzwahl einen neuen Boden aus, und erfand dort dann gleich eine neue Disziplin: das “unterirdische Legen“. Zum Glück war der Platz schlecht beleuchtet, aber Hartmut entgingen die Schwachpunkte seines Mitspielers natürlich nicht, versuchte durch offensive Kritik und gelegentliche Volltreffer beim Schießen noch entgegenzusteuern, aber es war vergeblich, man verlor 10:13 gegen die nicht unbedingt übermächtigen Gothaer Jana und Jörg.
Da machte dann das letzte Spiel gegen die eigentlich als “Lieblings-Leipziger“ eingestuften Thomas und Jens auch keinen Spaß mehr, man verlor schnell 1:13, profitierte dabei sogar noch von einem fannyverhindernden Jens-Geschenk, und entkam eiligst durch die Hintertür. |
Hier die Ergebnisliste, aus der man am liebsten die eigenen Namen gestrichen hätte:
1.Skala/Wonsack (Reinstädt)
2.Puttkamer/Hanack (Leipzig/Nordhausen)
3.Eberhardt/Mehne (Nordhausen)
4.F. Hellriegel/L.Vecile (Leipzig/Hof)
5.Wicke/Bergmann (Nordhausen)
6.Hoffmann/Börner (Bibra/Chemnitz)
7.Saddei/T. Vecile (Rauenheim/Hof)
8.Steinbrecher/Suske (Gotha)
9.Voigt/Riedel (Leipzig)
10.Mustafa/Müller (Bibra)
11.M.Brückner/Scheider (Bibra)
12.Schwede/Lohß (Chemnitz)
13.Laurount/W. Brückner (Bibra)
14.Kriwoscheew/Rapprich (Bibra)
15.Seime/Häntsch (Bibra)
16.Kuschinke/Sander (Hof)
17.K.Katzenberger/H.Katzenberger (Schweinfurt)
18.Tänzer/Reisig (Halle)
19.J. Bröde/Becker (Gotha)
20.P. Bröde/Hildebrandt (Gotha)
Positiv aber wenigstens das Abschneiden des dritten Chemnitzers, Jochen Börner, der sich im Bibraer Talenteschuppen bedient hatte. |
| Stadtmeisterschaften Hof, 23 Doublettes |
| 04. April 2004 |
Die unerbittlichen Gesetzte der Auslosung ließen es gleich zu Anfang zu einem “Chemnitzer Bruderkampf“ kommen, und Jochen, verstärkt durch Martin Eschweiler, erwies sich wieder einmal als der erwartet schwere Brocken für Hartmut und Detlef. Daran verschluckte man sich gründlich, kassierte ein verdientes 11:13, und im kommenden Match, gegen die Schweinfurter Michael Semineth und Klaus Geißenhöner, ging es folglich bereits um Sein oder Nichtsein.
Die erfahrenen “Schweinfurter Kugelleger“ gewannen die Platzwahl und lockten die Chemnitzer in den Wald, nicht ahnend, dass diese auf derartigem Terrain in der Vergangenheit bereits ansprechende Erfolge erzielt hatten. Doch zunächst stachen die Trümpfe der Schweinfurter, sie hatten sich auf dem unübersichtlichen, unebenen Waldboden eine passende Legtechnik antrainiert. Das Blatt wendete sich erst, als die Chemnitzer sich nach einem Punktgewinn entschieden, von nun an das Cochonnet immer bergauf zu legen, und zwar auf eine Distanz von annähernd zehn Metern. Der gegnerische Schießer war damit ausgeschaltet, und der Leger offenbarte plötzlich ungeahnte Schwächen. Dank dieses taktischen Geniestreiches gelang es den Chemnitzern, die Partie noch umzubiegen, und sie gewannen mit 13:11, sodass die Schweinfurter, beide in Bayern unter den Top 50 zu finden, am Ende etwas bedröppelt dreinschauten.
Der Durchmarsch ins B-Turnier war zunächst abgewendet, aber es wartete immer noch eine nervenaufreibende Barrage – wieder gegen Jochen und Martin. Wieder ging es knapp zu, diesmal noch extremer als zuvor, aber am Ende setzte sich die Routine von Chemnitz 1 mit 13:12 durch.
Man musste in die Cadrage und hätte bei einer Niederlage immer noch ins B-Turnier fallen können. Die Gegner, Hanne Probst und Peter Örterer vom PCNC Nürnberg, waren ambitioniert und unnachgiebig. Aber die Chemnitzer spielten auf dem abfallenden Gelände vor der Imbissbude ihre Legstärken aus und setzten sich nach hartem Kampf mit 13:10 durch.
Die nächsten Gegner warteten schon ungeduldig, und es waren keine anderen als Thomas und Jens. Wieder entwickelte sich eines jener unvergesslichen Spiele gegen die alten Rivalen aus Leipzig. Die gute Form aus dem Cadrage-Match blieb weitgehend erhalten, aber zum Vorstoß ins Halbfinale reichte es nicht ganz: mit 11:13 wurde man nach Hause geschickt.
Immerhin hatte dieses Spiel die Leipziger anscheinend doch etwas gefordert, sodass sie im Halbfinale gegen die neuen Shooting-Stars des Ostens, Maik und Micha aus Halle, in der entscheidenden Phase nichts mehr zuzusetzen hatten. Maik und Micha gewannen am Ende das Turnier gegen den Madegassen James und den Ex-Leipziger Michael Hahn. |
| Golden Boule Prag, Hallenturnier,
68 Triplettes |
| 24. Januar
2004 |
Am 24.1. 2004 fand parallel zu dem Rosenbrauerei-Hallencup in Kahla,
an dem die meisten Elitespieler der mitteldeutschen Boule-Hemisphäre
teilnahmen, noch ein internationales Triplette-Turnier in der im Vorjahr
neuerbauten Prager Pétanque- und Reithalle direkt am Moldauufer
statt: die zweite Ausgabe des “Golden Boule“. Die Vorjahressieger
Elkubi Tal, Elkubi Avi und Benzekri Nanu aus Israel waren diesmal
zwar nicht am Start, dafür befanden sich aber im 68 Triplettes
umfassenden Teilnehmerfeld eine Menge illustrer Spieler vorwiegend
aus dem osteuropäischen Raum, aber auch aus Frankreich, Deutschland,
Dänemark, Österreich oder Holland.
Die Chemnitzer Boule-Spieler Hartmut Lohß und Detlef Schwede
hatten sich bereits im letzten Jahr, verstärkt durch den Hallenser
Spitzenspieler Maik Kerner, dieser Herausforderung gestellt und
traten dieses Jahr in gleicher Formation an. Das gesetzte Ziel war
die Verbesserung des Ergebnisses vom Vorjahr, in dem man Sieger
des D-Turniers wurde...
Zumindest Detlef und Hartmut hatten zuvor verstärkt Hochportées
trainiert, soweit die winterlichen Bedingungen in der Heimat dies
zuließen. Der Boden in der Prager Halle besteht nämlich
ausschließlich aus Sand, und im Vorjahr war er so weich gewesen,
dass die Kugeln sich bei hoher Kurve und eingebautem Drall regelrecht
in den Sand hineinbohrten und nicht mehr weiter rollten.
Die erwarteten Bedingungen hatten sich jedoch in diesem Jahr ein
wenig verändert. Durch die herrschenden Minusgrade (am Spieltag
wurden in Prag bis zu –20 Grad gemessen!) war der Boden hart
gefroren, und die aufspringenden Kugeln setzten ihre Reise mitunter
auf bizarren, alle Pläne durchkreuzenden Bahnen fort. Eine
ausgiebige Vorbereitung war somit vonnöten, nur hatten die
Chemnitzer leider infolge schlechter logistischer Planungen und
einer anschließenden Irrfahrt durch Prag das Fahrtziel erst
auf den letzten Drücker erreicht...
Dennoch begann das Turnier erfolgversprechend, denn im ersten Spiel
der drei Runden Schweizer System, nach deren Ablauf die Teilnehmer
nach Spielstärke in die jeweiligen Gruppen aufgeteilt werden
und dort weiter k.o. spielen sollten, ging man gegen die von Milan
Demcík angeführte Kombination aus dem tschechischen
Roudnice rasch mit 8:1 in Führung, wobei Maik vorlegte, Hartmut
schoss und Detlef als Milieu spielte. Dann jedoch geriet der Motor
ins Stottern, die Tschechen kamen auf Touren und es gelang nur noch
ein weiterer Punkt. Ein von Hartmut verordnetes Straftraining war
die Folge...
Zum Glück trat an dieser Stelle der allseits bekannte “Hobbytrainer“
und Wahl-Erlanger Michael Hahn auf die Bühne. Er überzeugte
die Chemnitzer davon, dass sie die Mannschaft falsch aufgestellt
hatten: Maik solle schießen, da er bei weitem die beste Trefferquote
der drei habe und Detlef vorlegen. Und siehe da: im nächsten
Spiel wurde das A-Team Sloweniens mit 13:7 klar in die Schranken
verwiesen...
Somit war die Hoffnung gestiegen, sich wenigstens noch für
das B-Turnier zu qualifizieren. Mit gestiegenem Selbstbewusstsein
wandte man sich dem nächsten Gegner zu, einer gemischten Mannschaft
von POP Praha, angeführt von Petra Malá. Und an dieser
Stelle liefen die Chemnitzer wirklich zu großer Form auf,
Maik traf fast hundertprozentig, und wenn er seine Kugeln verballert
hatte und der Gegner immer noch neue Legkugeln hervorzauberte, trafen
sogar Hartmut und Detlef ihre Ziele. Die Prager konnten nur noch
Beifall klatschen und gaben sich am Ende verdient mit 1:13 geschlagen...
Durch diesen Kantersieg hatten die Chemnitzer über die Score-Wertung
das unmöglich geglaubte doch noch erreicht: die Qualifikation
für das A-Turnier! Das Tagesziel war erreicht und selbst ein
frühes Aus hätte nun für eine zufriedene Heimfahrt
gesorgt...
Doch es kam anders: Im Achtelfinale traf man auf das ungarische
Junioren-Team Rostas/Kiss/Werebély, und setzte sich –
diesmal auch mit ein wenig Glück – mit 13:9 durch. Man
befand sich unter den besten acht – und hatte damit bereits
60 Teams hinter sich gelassen!
Am Ende waren es dann 61. Im Viertelfinale kam das Aus gegen die
tschechisch-französische Kombination Jean-Marie, Jirí
Ondryáš (beide FRAPECO), sowie Alice Hanèová
(1. KPK VRCHLABI). Insbesondere der in Prager Boule-Kreisen bereits
Kultstatus genießende “Prager Korse“ Jean-Marie
ließ mit seinen Schusskünsten die Chemnitzer in Ehrfurcht
erstarren, sodass sie selbst nach einer unerwarteten 7:0 Führung
nichts mehr ausrichten konnten und die “technische Fanny“
kassierten: 7:13.
Deutlich eingeschüchtert wollten die Chemnitzer sich schon
durch die Hintertür aus dem Staub machen, da wurden sie von
Turnier-Organisator Vladimir Glaser zurückgepfiffen. Es stand
noch eine Play-Off Runde aus, die die Plätze 5 bis 8 bestimmen
sollten. Und hier traf es die Chemnitzer wieder hart, gegen die
Franzosen Azema (Präsident des dortigen Verbandes!), Brunin
und Chagneau flogen ihnen die Kugeln nur so um die Ohren, und es
setzte eine nie Frage gestellte Niederlage: 4:13.
So gedemütigt wollten die Chemnitzer sich nun doch nicht verabschieden,
und sie suchten verzweifelt ihre Gegner im Play-Off um Platz 7:
“Hobbytrainer“ Michael Hahn und seine Mitstreiter aus
dem bayrischen Furth im Wald. Diese hatten sich nach einer schmachvollen
Niederlage gegen Ungarn II aber bereits auf den Heimweg begeben...
Die Chemnitzer hatten aber nun keine Eile mehr, wollten sich stattdessen
boulistisch weiterbilden und sahen daher noch das spannende Finale
zwischen Dänemark und Deutschland. Hier kam es ähnlich
wie bei der Europameisterschaft 1992 im Fußball: Unbekümmertes
“Danish Dynamite“ setzte sich überraschend gegen
eine jeden Kugelwurf pedantisch bis ins Kleinste analysierende,
am Ende in der entscheidenden Situation dennoch versagende deutsche
Mannschaft durch.
Ergebnis (Plätze 1-10):
1 Olsen, Dreyer, Schaefer (Dänemark)
2 Hoffmann, Tafel, Bognon (D, Stuttgart)
3 Èermák, Morávek, Rehor (CZ, FRAPECO)
4 Jean-Marie, Ondryáš, Hanèová (CZ, FRAPECO/1.
KPK VRCHLABY)
5 Azema, Brunin, Chagneau (Frankreich)
6 Toth, Kemeny, Borbenyi (Ungarn)
7 Lohß, Schwede, Kerner (D, Chemnitz/Halle)
8 Hahn, Wissmann, Wissmann (D, Furth im Wald)
9 Muík, I. Valenzová, K. Valenzová (CZ,
VARAN)
10 Šrubar, Hodbod, Biel (CZ, PC CARREAU BRNO/Polen)
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